VERBAL TRANSFER 29

Geboren 1984 in Karl-Marx-Stadt (Chemnitz), wächst Jan Soldat in den ersten Jahren seines Lebens in der DDR auf. Nach dem Abitur und einem Zivildienst im Klinikum Chemnitz beginnt er ein Studium der Wirtschaftsmathematik, wechselt anschließend zu Maschinenbau, bricht dieses jedoch ab und macht schließlich Filme.

Zwischen 2006 und 2008 entstehen in der Chemnitzer Filmwerkstatt im Freund:innenkreis erste fiktionale Kurzfilme. Schon diese Arbeiten beschäftigen sich mit der Frage, wie nah der Blick durch die Kamera dem Leben tatsächlich kommen kann. In genau diesem Zwiespalt zwischen Nähe und Distanz, zwischen Offenheit und Zurückhaltung setzt sich Jan Soldat bis heute mit seinen Filmen fest, um zwischenmenschlichen Beziehungen in ihren unterschiedlichen Ausprägungen auf den Grund zu gehen. Sexualität ist in diesen Filmen nie Selbstzweck, sondern eine Notwendigkeit, um, im Gegensatz zum klassischen Kino, die fundamentalen Fragen von menschlicher Nähe, Macht, Verletzlichkeit und Fürsorge wirklich stellen und verhandeln zu können.

Der erste Programmblock präsentiert einen Teil von Jan Soldats frühen fiktionalen Kurzfilmen, die noch im Rahmen des medienpädagogischen Vereins „Chemnitzer Filmwerkstatt e. V.“ entstanden sind, sowie seine ersten Porträtfilme, die zu Beginn seines Studiums an der Filmhochschule Babelsberg entstanden.

19:30 Uhr – Programm Teil I

Geschwisterliebe (2007, 4′)
runter (2007, 4′)
3 (2007, 3′)
verbaltransfer (2008, 3′)
KAIN (2008, 5′)
Sandweg 80 (2008, 5′)
Frau schert Hund (2009, 2′)
rein/raus (2010, 1′)
Endlich Urlaub (2010, 3′)
Geliebt (2010, 15′)
Die schreiende Frau (2011, 1′)
ZUCHT und ORDNUNG (2012, 9′)
Der Besuch (2015, 5′)

Anschl. Gespräch mit der Chemnitzer Filmwerkstatt, dem Filmteam und Beteiligten vor und hinter der Kamera

21 Uhr – Programm Teil II

Coming Of Age (2016, 13′)
Protokolle (2017, 20′)
Es muss schlimmer werden bevor es besser wird (2020, 6′)
Erwartungen (2020, 5′)
Friday Night Stand (2020, 11′)
Florian (2021, 11′)
Nullo (2021, 15′)
Zumindest bin ich draußen gewesen (2021, 5′)
Blind Date (2022, 11′)
Staging Death (2022, 8′)
Blind Date 2.0 (2022, 7′)
Besichtigung (2024, 4′)
Death Row (2023, 5′)
Construction Work (2024, 6′)
Endlich Rente (2024, 3′)
Aktportrait (2024, 3′)
Die schöne Tote (2024, 7′)
Belichtungstest (2024, 3′)
Zwangsouting (2025, 11′)
Der Angriff Des Alfred Edel Auf Sich Selbst (2025, 15′)

 

 

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