
VOLKSBÜHNE GEGEN MILITARISIERUNG
Berlin wird kriegstüchtig: Musterungszentren sollen in leerstehenden Kaufhäusern entstehen, Fabriken werden zu Waffenproduktionsstätten umgerüstet, und an jeder Straßenecke begegnet uns Werbung der Bundeswehr. Alle Zeichen stehen auf Militarisierung. Ab Sommer 2027 sollen hunderttausende junge Menschen erstmals wieder gemustert werden, überprüft darauf, ob sie körperlich und psychisch „tauglich“ sind, um im Ernstfall für Deutschland zu töten und zu sterben. Deutschland träumt erstmals nach dem Zweiten Weltkrieg wieder von der größten Armee Europas.
Die Politik behauptet, diese Aufrüstung verteidige unsere Freiheit und Demokratie und damit auch dein Recht, gegen die Wehrpflicht zu sein, obwohl du letztendlich dann doch in den Krieg (oder zur Musterung) musst.
Auf die Schulstreiks gegen die Wehrpflicht wurde an vielen Orten mit Attestpflichten, Einschluss in Schulgebäuden und polizeilichen Maßnahmen reagiert. In über 130 Städten haben dennoch rund 50.000 Schüler*innen protestiert und damit gezeigt, dass sie nicht bereit sind, ihre Zukunft militärischen Interessen Deutschlands unterzuordnen.
Die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz positioniert sich solidarisch mit allen Kriegsdienstverweiger*innen und gegen die Wiedereinführung der Wehrpflicht. Wir glauben: Sicherheit entsteht nicht durch Aufrüstung und Zwang, sondern durch Selbstbestimmung, soziale Gerechtigkeit und internationale Solidarität.
In diesem Sinne folgen wir Gustav Landauer:
„Krieg nennt man den Zustand, in dem mehrere Hunderttausende Männer einander gegenüberstehen, um sich mit Hilfe der raffiniertesten technischen Mittel nach jahrzehntelanger Vorbereitung gegenseitig zu morden. […] Du merkst ja schon, wie seltsam die Antwort klingt: nicht tätig, sondern untätig müssen wir Tätigen sein, damit kein Krieg möglich sein kann.“
Am 3. Mai laden wir euch zu uns in den Grünen Salon ein: Zu einem Panel und einer offenen Beratung rund um das Thema Wehrdienstverweigerung.
Im Anschluss findet eine Werkstatt statt, in der wir uns gemeinsam auf den Schulstreik am 8. Mai vorbereiten: Transparente und Banner gestalten, Siebdruck auf Textilien.
Bringt gern eigene Kleidung mit.
Kommt! Der Eintritt ist frei!
This is united salon @gruenersalon.berlin!