Shtetl Berlin Festival | New Yiddish Poetry and Music

Das Festival Shtetl Berlin 2026 beginnt mit einem Abend, der die Blüte neuer jiddischer Lyrik feiert, die direkt hier in Berlin geschrieben wurde. Vom Mittelalter bis zur Avantgarde der Zwischenkriegszeit war Berlin über die Jahrhunderte hinweg in entscheidenden Momenten ein Zentrum jiddischer Kunst, Musik und Kultur – und heute führt eine neue Generation von Schriftstellern und Musikern diese Tradition fort. Dieses Konzert präsentiert zwei Acts, die einen lebendigen Einblick in die zeitgenössische jiddische Kreativität der Stadt bieten: Originalkompositionen und Gedichte von Patrick Farrell und Yael Merlini sowie Di Shkatulkelekh, die neuen Vertonungen von Gedichten von Katerina Kuznetsova aufführen. Exemplare von Kuznetsovas neu erschienenem Buch „Glozperl“ werden beim Konzert zum Verkauf angeboten und von der Autorin signiert.

Patrick Farrell & Yael Merlini
In einer Weltpremiere, die speziell für das diesjährige Shtetl Berlin Festival in Auftrag gegeben wurde, präsentieren der Akkordeonist Patrick Farrell und die jiddische Dichterin Yael Merlini gemeinsam ein Konzert mit Solo-Akkordeonmusik und Spoken Word, bei dem sie eigene Werke aus ihrer Feder und ihrer Fantasie aufführen.

Patrick Farrell ist ein in Berlin lebender Akkordeonist, Komponist und Bandleader aus den USA. Zu seinen Projekten zählen neu komponierte jiddische Liedduette mit der Sängerin Sveta Kundish (Album „Nem mayn vort“, 2022) und dem gefeierten Klezmer-Ensemble Yiddish Art Trio. Er hat an Dutzenden von Aufnahmen verschiedener Genres mitgewirkt, unter anderem mit Yo-Yo Ma und dem Silk Road Ensemble, und hat Akkordeon in Mazedonien, Serbien, Deutschland und Rumänien studiert.

Yael Merlini ist Dichterin, Wissenschaftlerin und Lehrerin, deren Arbeit sich mit Exil, Identität und Sprache auseinandersetzt. Ursprünglich als Forscherin in Jerusalem tätig, lebt sie heute in Berlin und schreibt über Diaspora-Erfahrungen, Weiblichkeit und Öko-Poesie. Zu ihren jüngsten Veröffentlichungen zählen „Di casa in casa“ (2023), „La lingua divisa“ (2024) und „Manifesto for a Non-Aesthetic of Love“ (2024) sowie Gedichte auf Jiddisch und Italienisch in literarischen und politischen Zeitschriften.

Di Shkatulkelekh
Poesie ist etwas zwischen Prosa und Lied, zwischen Gebet und Kinderreim – die Schaffung nutzloser Schönheit als Protest gegen den Alltag. So empfand Marina Frenk die Gedichte von Katerina Kuznetsova, einer jiddischen Dichterin, Lehrerin und Kulturaktivistin in Berlin, deren Werk der zeitgenössischen jiddischen Literaturszene neue Stimme und Vitalität verleiht.

Kuznetsovas jiddische Gedichte inspirierten Frenk dazu, Melodien zu komponieren, die sie mit Lisa Hoppe und Paul Brody teilte – beides international renommierte Musiker und feste Größen der Berliner Jazz- und Avantgarde-Szene. Hoppe, ebenso inspiriert, vertonte weitere Gedichte, und mit dem Beitritt des Klarinettisten Christian Dawid zum Ensemble entstand ein Liederzyklus, der zwischen Ballade und Witz, Jazz und Spoken Word, mit oder ohne Anklänge von Klezmer, improvisierter Performance und klassischem Gesang oszilliert. Gemeinsam bringen Di Shkatulkelekh eine seltene Kombination aus musikalischer Virtuosität und literarischer Tiefe in dieses Material ein, wobei jeder Interpret Kuznetsovas Worte durch seine eigene unverwechselbare künstlerische Stimme filtert.

Einlass ist ab 19Uhr.

Ticketlink: https://www.shtetlberlin.com/event-details-registration/a-concert-of-new-yiddish-poetry-and-new-music

This is sound salon @gruenersalon.berlin!

sound salon wird durch die Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt gefördert.

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