Foto © Mirjam Knickriem

NOT FUCKABLE

von Margarita Breitkreiz, Gesine Cukrowski, Jorinde Dröse

Not fuckable, sorry Tarzan.

Wir haben die Nase gestrichen voll von der vorgegaukelten Macht, die wir angeblich als Schauspielerinnen haben, aber bitte in zart, nett und nicht all zu sexy. So harmlos wie möglich bitte. Eine Heldin? Leider nur als Blickfang auf dem roten Teppich, oder für das Titelbild. Lächeln bitte!

Die Frau als Objekt, reduziert auf einen einzigen Job: sexuelle Phantasien anzuregen, oder vielleicht noch das Transportmittel des juvenil-Männlichen zu sein, wenn der Held in die Jahre kommt. Marie, Ophelia, Julia, Gretchen, Desdemona haben keine Lust mehr zu sterben, damit der arme Held leiden kann. Das Märchen vom „schwachen Geschlecht“ ist auserzählt.

Die Klischees, auf und hinter der Bühne, oder der Kamera, mit denen wir uns rumschlagen müssen, haben ausgedient, denn stereotype Abbildung hat einen vehementen Einfluss auf uns als Gesellschaft und hat das Zeug, einen enormen Schaden anzurichten. Sichtbarkeit bedeutet Macht ‒ solange patriarchale Muster bestimmen, wer auf der Leinwand und der Bühne welche Rollen spielt ‒ bleibt diese Macht ungleich verteilt.

Wir sind Heldinnen und keine Pin-up-Phantasien. Es reicht. Uns reicht es. Tschüss Tarzan, die Jane trägt jetzt 42.

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