Goodbye Neukölln! Psychedelisches Pop vom Feinsten

Man kennt doch den Pietro, Pietro Fornara.
Den wilden Gitarristen, den Philosophen, den Sänger!

Endlich eine Solo-Platte!

Da läufst du durch Neukölln, und zack – spielt er auch heute Abend wieder, nur woanders: die menschliche Jukebox.
Ob in wilden Jam-Sessions oder bei Open Mics … Und gelegentlich wurde er auch als Professor an der UdK oder der BIMM gesichtet. Als er mit der Band Alright Gandhi durch die halbe Welt tourte, teilweise zusammen mit Bukahara … das war wohl eine andere Zeit. Vor Corona eben.

Man muss nur einmal dabei gewesen sein. 70er-orientiert, aber da ist auch etwas Klassisches – und gleichzeitig etwas Neues. Kaum tanzt du zum unwiderstehlichen Groove seiner Band, erscheint schon das nächste Bild vor deinen Augen. Die Harmonien wechseln, die Polyrhythmen ebenso. Plötzlich gehen die Lyrics in eine andere Richtung, und irgendwie ergibt alles perfekt Sinn. Nur: Dein Sinn ist deiner, meiner ist meiner.

Eine Traumreise durch emotionale Ambiguitäten und Gegensätze: lustig und irgendwie ernst, teilweise melancholisch, jedoch optimistisch. Vor allem, wenn sich die Songs um das Berlin drehen, das langsam verschwindet und sich verändert.

Wie „Goodbye Neukölln“, „Gentrification Song“,Talking About Kit Kat Just to Test“. Oder um eine innere Welt, die wir nur teilweise erforscht haben: „Broke Again“,O My Only Body“. Kneipengeopolitik – „Is It Right if I Eat Meat?“. Geschichten, die viele verbinden; es geht nicht nur ums Ich. Und doch sind wir alle Ich – und niemand anders.

Ist das psychedelischer Pop? Schon progressiv. Die Assoziationen blühen und wuchern weiter, man kann das kaum greifen – und doch ist alles da, der Sound ist eins. Und man stößt nicht an die Grenzen des eigenen Hörens, obwohl die Genregrenzen längst aufgehoben sind. Man will mehr.

Was kommt wohl als Nächstes? MIT WEM? 

Pier Ciaccio am Schlagzeug und Francesco de Rosa an den Keyboards: eine telepathische Einheit – Energie und Überraschungen ohne Ende.
Ein großartiger Frauenchor: Pina Berlin, Victoria Priester, Alex Spencer, Tess Daniels. Roland Satterwhite an der Geige – ihr habt „Babylon Berlin“ gesehen? Er spielt und singt im Soundtrack mit dem Moka Efti Orchester.

Und ein mysteriöser Opening Act: der Argentinier Augusto Sinesi, Meister der labyrinthischen, sanften Melodien über traumhaften Akkorden, begleitet von Ariel Bart an der chromatischen Harmonika. Schön, sich einfach treiben zu lassen.

This is sound salon @gruenersalon.berlin!

sound salon wird durch die Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt gefördert.

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