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Futures East

Mit: Boris Buden, Nadja Buttendorf, Naika Foroutan, Marc Ferch, Andrej Holm, Anna Herms, Leonie Jenning, Sebastian Kaiser, Daniel Kubiak, Laura Laabs, Astrid Landero, Leon Meschede, Luise Meier, Possi Zine (Judith Rinklebe und Seline Seidler), Anja Reich, Lydia Lierke, Akira Schroth, Annette Simon, Zoran Terzić, Anna Zett u.v.a.

2020 trat die Sozialwissenschaftlerin Naika Foroutan mit der These an die Öffentlichkeit, dass sich ähnlich den post-migrantischen Communities auch Nachwendekinder ostdeutscher Eltern mit der DDR identifizieren könnten. Was damals theoretischer Verdacht war, löst sich mittlerweile als empirische Realität ein. Deutsche Post-Ost-Positionen bewegen sich gegenwärtig zwischen Ostalgie und Überidentifizierung (von der Simson-Bastelei zum rechten Slogan: „Ost! Ost! Ostdeutschland!“), aber sie führen auch zur konstruktiven Auseinandersetzung und Kapitalismuskritik. Der Osten für die junge Generation: Auch eine Projektionsfläche des systemischen Anderen? Unter dem Stichwort FUTURES EAST fächert die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz im ganzen Haus unterschiedliche deutsche und internationale, künstlerische und diskursive Post-Ost Positionen auf.

 

Der Thementag startet um 18 Uhr parallel im Roten und Grünen Salon, im Sternfoyer und in den Umgängen mit einem Diskussions-, Film- und Performance Programm. Ab 20 Uhr öffnet das große Haus mit zwei prominent besetzten Podien. Anschließend, um ca. 22.30 Uhr,  konstituieren sich an den vier Ausgängen des Saals vier Runde Tische, an denen Spezialist:innen gemeinsam mit den Besucher:innen zu verschiedenen Themen sprechen und einen East Futurism entwickeln können. Auftakt für ein nachhaltiges Gespräch: Die Runden Tische werden weiter über die Spielzeit 2025/26 hinweg an der Volksbühne stattfinden und die Ergebnisse – ein Katalog ostfuturistischer Thesen – wird im Juni 2026 an das Rad vor dem Theater geschlagen.

Ab ca. 22.30 Uhr gibt es zudem in der Kantine Kafana Musik mit Rudi Mahall an der Bassklarinette und Zoran Terzić am Klavier.

Mit einem Einheitsticket können sämtliche Veranstaltungen und Diskussionen besucht werden; eine Platzgarantie gibt es nicht. Parallele Veranstaltungen können parallel besucht werden. Das Herumlaufen im Haus ist ausdrücklich erwünscht.

Beim Verlassen des Theaters können ehemalige Begrüßungsgeldempfänger zur Rückerlangung ihrer Würde 50 Euro Abschiedsgeld einzahlen. Sie können selbst wählen, was mit dem Geld geschieht: Aufbau eines Ausbildungszentrum für Critical Wessiness, Spende wahlweise an die Bundesregierung, an forma_te e.V., ans NSU-Dokumentationszentrum Chemnitz oder ans 88,4 MHz Pi Radio. Die Umtauschkurse DDR-Mark, D-Mark und Euro sind im Geldbetrag berücksichtigt. Gegen Zahlung des Abschiedsgeldes werden eine Urkunde und ein Kühlschrankmagnet ausgehändigt.

 

FUTURES EAST ist ausgearbeitet und kuratorisch zusammengestellt von: Leonie Jenning, Sebastian Kaiser und Zoran Terzić

 

18 Uhr

Roter Salon Doppel-Dissidenz. Ein Intergenerationsgespräch zwischen Klaus Wolfram, Leonie Jenning und Seline Seidler über einen Neuentwurf des postsozialistischen Zeitstrahls

Grüner Salon Filme von Leon Meschede und Anna Zett

Kassenfoyer Wandzeitung POSSI Zine und HOTLINE FÜR CRITICAL WESSINESS

Garderobe rechtes Rangfoyer Objekttheater aus Häkeldeckchen und fiktiven Erinnerungen aus Lichtenhagen: fly with u von Akira Schroth

Linkes Parkettfoyer OSSI/ WESSI – Nähcafe von und mit Nadja Buttendorf

Sternfoyer (18.15 Uhr) LIEBE DEINEN WESTEN! – Stockholm Syndrom. Gespräch mit Andrej Holm, Sebastian Kaiser, Anja Reich und einer Vertreterin von Deutsche Wohnen & Co enteignen über die Privatisierung Berlins


Ab 19.30 Uhr Parkettcafe
Film im Loop: Wohnungsbeute Berlin – Eine Schulungsfilm mit Andrej Holm über die Privatisierung Berlins von Sebastian Kaiser


20 Uhr Großes Haus 

Podium 1, Moderation: Sebastian Kaiser | DAS GEFÜHL OST mit Naika Foroutan, Laura Laabs, Judith Rinklebe (Possi Zine), Lydia Lierke, Marc Ferch

Podium 2, Moderation: Zoran Terzic | NON_ALIGNED: Zur Internationalisierung der Zukunft mit Luise Meier, Boris Buden, u.a.

 

22.30 Uhr Runde Tische 

1. Roter Salon – Frauen: „OHNE IST KEIN STAAT ZU MACHEN! | LIEBE DEINEN WESTEN!“

Tischleitung: Anna Herms

2. Grüner Salon – Generation „Gefühl Ost“ (Nachwende)

Tischleitung: Leonie Jenning

3. Seitenfoyer links – Doppel-Dissidenz: Neuentwurf des postsozialistischen Zeitstrahls

Tischleitung: Marc Ferch

4. Seitenfoyer rechts – Ost international: NON_ALIGNED – Zur Internationalisierung der Zukunft

Tischleitung: Zoran Terzić

 

ABLAUF (ausführlich):

18 Uhr Kassenfoyer | Wandzeitung POSSI Zine und HOTLINE FÜR CRITICAL WESSINESS

Du verstehst den Unterschied zwischen dem 3. Oktober und dem 9. November nicht? Jemand hat dich „Besserwessi“ genannt und es hat weh getan? Macht dir die mögliche Einführung einer Erbschaftssteuer schlaflose Nächte?

Die Hotline für Critical Wessiness im Seitenfoyer bietet ab 18:00 Erste Hilfe: fehlerfreundlich, sanft und augenöffnend. Die Leitungen sind aufgrund der hohen Nachfrage rund um die Uhr für Sie besetzt.

 

18 Uhr Roter Salon | Doppel-Dissidenz. Ein Intergenerationsgespräch zwischen Klaus Wolfram, Leonie Jenning und Seline Seidler über einen Neuentwurf des postsozialistischen Zeitstrahls

Keine Vergangenheit scheint heute umkämpfter als die Vergangenheit des politischen Ostens. Gerade angesichts der überproportional hohen Wahlerfolge der AfD in den neuen Bundesländern stehen sich zwei historische Erklärungsversuche gegenüber: Machen die einen den „Spitzelsozialismus“ für mangelnde Demokratieakzeptanz verantwortlich, sehen die anderen die treuhänderische Abwicklung eines ganzen Landes, seiner Menschen und Biographien als ursächlich für das wütende und „beschämende“ Wahlverhalten im Osten. Die Nachwendegeneration beschäftigt sich dabei zunehmend mit einer nicht selbst erlebten, widersprüchlichen Geschichte, die keine eindeutige Positionierung verlangt oder zulässt: Eine Absage an die DDR kann neben der Kritik an den sozialen, ökonomischen oder auch kulturellen Folgen der Wiedervereinigung stehen.

Die Volksbühne versucht in dieser komplizierten Ausgangslage mittels eines Intergenerationen-Gesprächs die Perspektive einer „Doppel-Dissidenz“ einzunehmen. Wenige verkörpern diese wie Klaus Wolfram – Philosoph und Journalist, zu DDR-Zeiten mit Berufsverbot belegt und 1989 ganz maßgeblich an den Runden Tischen und der Ausarbeitung einer neuen Verfassung beteiligt. Im Gespräch mit den beiden Post-Ostlerinnen Leonie Jenning (Dramaturgin an der Volksbühne und kuratorisch und inhaltlich an der Vorbereitung des Thementages maßgeblich  beteiligt) und Seline Seidler (Possi-Zine)  versuchen wir, einen anderen Zeitstrahl der Wende zu entwerfen und so die emanzipatorischen Impulse aus der Zeit freizulegen, als Basisdemokratie mit einem ökologischen und feministischen Aufbruch gelebt wurde. Einen Augenblick lang war es da, das andere Deutschland: Der Osten als Generator progressiver Gesellschaftsmodelle und Utopien.

 

18 Uhr Grüner Salon | Filme von Leon Meschede und Anna Zett 

18:00 Screening Die Ostdeutschen Futuristen, Leon Meschede, 2024, 25 min

18:25 Q & A mit Leon Meschede

18:45 Screening Es gibt keine Angst, Anna Zett 2023, 31 min

19:15 Filmgespräch zwischen Anna Zett und Annette Simon, das sich nach 20 min in ein offenes Dialogformat verwandelt.

 

Die Ostdeutschen Futuristen, Leon Meschede, 2024, 25 min

Ein essayistischer Science-Fiction-Dokumentarfilm über die Nachwendegeneration in Ostdeutschland. Inspiriert von Anna Seghers’ Sagen von Unirdischen (1970) folgt der Film einer Sandmann-Figur aus der Zukunft durch heutige Erinnerungslandschaften. Stimmen, Archivmaterial und traumartige Inserts verweben sich zu einer Reflexion über Identität, Erinnerung und imaginierte Zukünfte in einem sich scheinbar teilenden Land.

Es gibt keine Angst, Anna Zett 2023, 31 min

Im Archiv der DDR-Opposition in Berlin spürt Anna Zett den Affekten ihrer kindlichen Umwelt nach. Die Künstlerin verwebt Video-und Tonaufnahmen der Umweltbewegung, Punk- und Lyrikszene mit einer aufwühlenden Collage aus Untergrundmusik der späten DDR. Mit assoziativer, angstgeladener Intensität und ohne Kommentar nimmt der Archiv-Thriller retrospektiv an der 2. Besetzung der Stasi-Zentrale im September 1990 teil, um mit Aktivist:innen, Dichter:innen und Musiker:innen das Loslassen zu lernen.

 

18 Uhr, 18.30 Uhr und 19 Uhr Garderobe Grüner Salon | Objekttheater aus Häkeldeckchen und fiktiven Erinnerungen aus Lichtenhagen: “fly with u” von Akira Schroth

In letzter Zeit ist es manchmal so heiß, dass die Sonne alles verbrennt. Dann entsteht die Sehnsucht nach einem Ort, an dem der Wind die Hitze trägt. Vielleicht an deiner Wetterstation auf Sylt.

fly with u von Akira Schroth folgt dieser Sehnsucht: Entlang der Erinnerungen einer Person, die als Gastarbeiter:in in die DDR kam, sich in Sunny verliebte und nach der Wende in Rostock geblieben ist.

 

18 Uhr Foyer vor dem Roten Salon | OSSI/ WESSI – Nähcafe von und mit Nadja Buttendorf

WENDEpailletten-Patches. Made in China, 2024

Bring your own T-shirt (or Pulli)!

Versteht man sich als Ossi, begreift man sich als Wessi? Für wen spielen diese Kategorien heute noch ein Rolle? Weshalb sind sie für manche wichtig, für andere nicht?

Im Ossi/Wessi-Nähcafé werden die WENDEpailletten-Patches gemeinsam auf die eigene Kleidung aufgenäht. Wie in Erzählcafés, wo Menschen ihre Geschichten teilen, bietet uns die gemeinsame Handarbeit die Möglichkeit, persönliche Erfahrungen aus Ost und West auszutauschen und dabei auch über die Produktionsbedingungen des Patches sowie Fragen zu Arbeit und Identität zu reflektieren.

Das WENDEpailletten-Patch kann vor Ort erworben werden. Ein T-Shirt/ Pulli zum Aufnähen muss selbst mitgebracht werden.

 

18.15 Uhr Sternfoyer, Moderation: Sebastian Kaiser | LIEBE DEINEN WESTEN! – Stockholm Syndrom. Gespräch mit Andrej Holm, Anja Reich und einer Vertreterin von Deutsche Wohnen & Co enteignen über die Privatisierung Berlins 

Viele „Nachwendekinder“ (J. Nichelmann) erleben gerade in Berlin eine wirtschaftliche Benachteiligung, die sich aus der Wendezeit ableiten lässt. Denn ostdeutsche Familien begannen den Start im wiedervereinigten Deutschland ohne Vermögensnetzwerke oder Wohneigentum; die Schere West-Ost wurde an die folgende Generation weitergegeben. Im Gespräch mit der Journalistin und Autorin Anja Reich und dem Stadtsoziologen Andrej Holm folgen wir nicht nur den Instrumenten der Privatisierung Berlins, wie sie unter anderem der Einigungsvertrag mit der Privatisierung hunderttausender kommunaler Wohnungen festschrieb. Wir fragen auch nach den Brüchen in den Biographien der Menschen, die unmittelbar von Verkauf und Verdrängung betroffen waren und die Zeugnis davon ablegen, wie sich Berlin und das Grundrecht auf Wohnen seit den 90er Jahren in einen Renditemarkt verwandelt haben. Unter der akuten Wohnungsnot leiden alle. Die Konsequenzen betreffen jedoch junge Ostdeutsche, aber auch Gleichaltrige aus einkommensschwachen, westdeutschen oder post-migrantischen Familien besonders. Statt Opferkonkurrenz zu befeuern, fragen wir: Welche Allianzen sind möglich?

Ab 19.30 Uhr Parkettcafe Film im Loop: Wohnungsbeute Berlin – Eine Schulungsfilm mit Andrej Holm über die Privatisierung Berlins von Sebastian Kaiser

 

20 UHR GROßES HAUS

1. Podium, Moderation: Sebastian Kaiser | DAS GEFÜHL OST mit Naika Foroutan, Laura Laabs, Judith Rinklebe (Possi Zine),  Lydia Lierke, Marc Ferch 

Im ersten Gespräch im Großen Haus gewährt die Politikwissenschaftlerin Naika Foroutan Einblicke in den aktuellen Forschungsstand zur Post-Ost-Generation in Deutschland. Anschließend diskutiert sie mit Vertreter:innen der Wende- und Nachwende-Generationen über die Frage, was dieses „Ost“ eigentlich bedeutet, für Menschen ohne DDR-Erfahrung! Das Podium öffnet ein multiperspektivisches Spektrum: Von der Analyse des politischen Gefühls „Rechts“ über die Selbstbeschreibungen von Post-Ost-Coming-Outs – einschließlich migrantischer Erfahrungen – bis hin zu der Spannung zwischen Müdigkeit und der Notwendigkeit, sich dem Ost-Thema zu stellen. Es geht um das Aufspüren utopischer Systempotenziale, um die Idee eines Ostfuturismus im internationalen Kontext und um die Zukunftsperspektiven, die daraus entstehen. Wird in der aktuellen Lage der Palast der Republik wiedererrichtet, bevor der Führerbunker ausgehoben wird – oder erst danach?

 

21.15 UHR GROßES HAUS

2. Podium, Moderation: Zoran Terzic | NON_ALIGNED: Zur Internationalisierung der Zukunft mit Luise Meier, Boris Buden 

Von der Doppel-Dissidenz ist es nur ein Schritt zur universellen oder multifokalen Dissidenz. Denn keiner weiß, wie es weitergeht. Der Markenkern des Westens, das Wirtschaftswachstum: stagniert. Die transatlantische strategische Partnerschaft: zerbröckelt. Der innere Frieden: wackelt. Technologie und Klimawandel bringen Ungewissheit.

Futures East versucht in dieser Situation, den Osten als Impulsgeber für das Denken einer anderen Gesellschaft stark zu machen. Um dabei aus der deutschen Erfahrung Sinn zu machen, ist eine „entdeutschte“ und womöglich „post-europäische” Perspektive (Yuk Hui) von Nöten. Das bedeutet auch die Einbeziehung migrantisch-internationaler Erfahrungen. So wird der Blick nicht nur frei für das Window of Opportunity im Herbst 1989, sondern auch für den Nationaltaumel, den die Wende mit sich brachte und damit eine Kaskade europäischer Nationalismen auslöste. Ein Blick über den Tellerrand zeigt transnationale und transreligiöse Trajektorien, verbunden mit Formen des selbstverwalteten Arbeitens (siehe z.B. Jugoslawien), wie sie heutzutage oft im Kunstkontext reanimiert werden (siehe documenta fifteen). Oder auf Makroebene, die Bewegung der blockfreien Staaten, die eine andere Solidarität nicht zuletzt zwischen Nord und Süd praktizierten. Auf diesen geschichtlichen, biografischen und geografischen Achsen versuchen wir im Abschlusspanel, die Futures East ausfindig zu machen.

 

Ab 22.30 Uhr Runde Tische 

An vier Runden Tischen diskutieren wir mit dem Publikum die Geschichte des Ostens aus verschiedenen Perspektiven und über Generationen hinweg. Radikal- und basisdemokratisch entwickeln wir vier ostfuturistische Thesen, für einen friedlichen Systemwechsel in der FUTURE EAST. Dabei gilt: reden, widerreden und wieder reden!

 

1. Roter Salon – Frauen: „OHNE IST KEIN STAAT ZU MACHEN! | LIEBE DEINEN WESTEN!“

Welche Ansätze und feministischen Allianzen sind heute unbedingt für eine solidarischere Zukunft notwendig?

Der Runde Tisch Frauen: OHNE IST KEIN STAAT ZU MACHEN! befasst sich mit dem Frauenaufbruch von 1989 und dessen Resonanz heute, insbesondere im Austausch zwischen ostdeutschen und post-ostdeutschen Perspektiven. Im Zentrum steht, welche Allianzen in allen Lebensbereichen heute möglich und notwendig sind, um dem männlich dominierten Machtapparat entgegenzuwirken.

 

2. Grüner Salon – Generation „Gefühl Ost“ 

Was fühlen, erinnern und wie die Vergangenheit verstehen, um einseitige Diskurse über West und Ost zu durchbrechen? Wie und unter welchen Bedingungen können antifaschistische, postsozialistische Ansätze heute in der politischen Praxis wirksam werden?

Der Runde Tisch Generation “Gefühl Ost” widmet sich der ostdeutschen Post-wendegeneration, die den Osten nicht selbst bewusst erlebt hat und ihn dennoch als identitätsstiftend erfährt. Im Fokus steht, wie die Generation, die erst nach ´89 das Licht der Welt erblickt hat, trotz einer Müdigkeit gegenüber nostalgischen Erzählungen, die Geschichte ihrer Eltern verstehen kann und ob eine Neuaneignung der Geschichte für eine postsozialistische Zukunft jenseits neoliberaler Werte dazu beitragen kann, dem Erstarken des Postfaschismus in Ost und West entgegenzuwirken.

 

3. Seitenfoyer links – Doppel-Dissidenz: Neuentwurf des postsozialistischen Zeitstrahls

Ist der postsozialistische Zeitstrahl anschlussfähig für einen innerdeutschen Strukturwandel?

Der Runde Tisch Doppel-Dissidenz: Neuentwurf des postsozialistischen Zeitstrahls diskutiert das Ende des Ostens als Ausgangspunkt für und Leitbild progressiver Gesellschaftsmodelle. Im Mittelpunkt steht, wie emanzipatorische Aufbrüche um die Wende in heutige realpolitische Zukunftsentwürfe übersetzt werden können.

 

4. Seitenfoyer rechts – Ost international: NON_ALIGNED – Zur Internationalisierung der Zukunft

Was ist der globale Osten? Und welche Rolle spielt er für einen internationalen postsozialistischen Paradigmenwechsel?

Der Runde Tisch Ost international: NON_ALIGNED – Zur Internationalisierung der Zukunft setzt die FUTURES EAST in einen globalen Kontext und rückt die internationale Dimension ostdeutscher Erfahrungen ins Zentrum. Diskutiert wird, was „Ost“ von Osteuropa über den Balkan bis nach Asien, Indien und China bedeutet und wie koloniale oder exotisierende Perspektiven den Begriff prägen. Dabei werden Unterschiede und Gemeinsamkeiten internationaler Diskurse analysiert, um den Osten als Impulsgeber für einen globalen, postsozialistischen Strukturwandel in Betracht zu ziehen

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