
Das Poesiealbum feiert seine 400. Ausgabe!
Seit mehr als einem halben Jahrhundert wird in der Lyrikreihe deutsch- wie fremdsprachige Poesie bedeutsamer Autor:innen aus Gegenwart und Vergangenheit veröffentlicht. Die Jubiläumsausgabe ist Samuel Beckett gewidmet.
Von den montageartigen längeren Gedichten aus seinem 1935 erschienenen ersten Gedichtband Echos Gebein, in dem das Chaos noch die Form gibt und das vom Absurden lebt, bis hin zur reduzierten Sprache, hochgradig konzentrierten epigrammatischen Texten im Band Mirlitonnades von 1981 erstreckt sich das lyrische Werk eines der bedeutendsten Dichter unserer Zeit, Nobelpreisträger 1969. In seiner Lyrik baut er einen Raum um sich, der Figuren auf seine Weise krümmt und deren Körper auf ihre Art wieder seinen Raum, den Beckett’schen. Wer seinen krummlinigen Koordinaten folgt, geht dem Nichts zu – mit imponierender Reste-Erhaltung an Helle und Schärfe.
„Becketts Gedichte halte ich für so vollendet, daß es Blasphemie wäre, auf beschränktem Raum etwas darüber aussagen zu wollen, etwas mit Worten einfangen zu wollen, was sich eben nur durch Becketts eigene Worte für den Augenblick eines Gedichts lang einfangen ließ, was also der Leser nur selbst aus Becketts Worten selbst erfahren kann“. Peter Hamm
- 20.00Roter Salon
Parole Text:Buch
Samuel Beckett | Auswahl Ingolf BrökelBuchpremiere