Foto © Dan Diner

Jüdischer Salon im Grünen Salon | Vom Recht auf DaSein

Gespräch über Albert Camus und seine Bedeutung für unsere Gegenwart | Dan Diner und Doron Rabinovici
Podiumsdiskussion

Vom Recht auf DaSein.
Ein Gespräch über Albert Camus und seine Bedeutung für unsere Gegenwart.
Mit Dan Diner und Doron Rabinovici
Moderation: Yael Kupferberg

Albert Camus, Stockholm, Dezember 1957
„In den Straßenbahnen von Algier werden Bomben gelegt. Meine Mutter könnte in einer dieser Bahnen sein. Wenn das Gerechtigkeit ist, dann ziehe ich einer solchen Gerechtigkeit das Leben meiner Mutter vor.“
In dieser Zuspitzung verdichtet sich ein Konflikt zwischen Gerechtigkeitsversprechen und existenzieller Erfahrung. Sie lässt sich auch als eine jüdische Konstellation erkennen.
Konstellationen, in denen sich Allgemeines und Besonderes aneinander reiben, hat der Historiker Dan Diner seinen Werken erkenntnisleitend zugrunde gelegt.
Doron Rabinovici richtet in seinen Romanen und Essays den Blick auf die Gegenwart jüdischer Existenz in Europa wie in Israel. Was heißt heute jüdisch zu denken, zu sprechen und zu schreiben – womöglich gar zu handeln?

Dan Diner ist Professor em. am Department of History der Hebrew University, Jerusalem und ist dort Direktor des Jacob Robinson Institute for Individual and Collective Human Rights.
In seinen Schriften befasst er sich mit Fragen der jüdischen Geschichte wie der Globalgeschichte der Neuzeit und der Neuesten Zeit, der Geschichte des Nahen und Mittleren Ostens, der Geschichte Palästinas/ Israel sowie der deutschen Zeitgeschichte. Bekannt sind zudem seine Werke zu Fragen der Gedächtnisgeschichte des Holocaust. Neben Deutsch und Hebräisch wurden sie auf Englisch, Italienisch, Russisch, Polnisch, Arabisch und Türkisch publiziert. Die von ihm herausgegebene Enzyklopädie jüdischer Geschichte und Kultur erschien auch in englischer Übersetzung.

Doron Rabinovici, 1961 in Tel Aviv geboren, lebt in Wien. Er ist Schriftsteller und Historiker. Werke u.a: Instanzen der Ohnmacht. Wien 1938-1945. Der Weg zum Judenrat (Jüdischer Verlag – 2000); Neuer Antisemitismus? Fortsetzung einer globalen Debatte hg. gem. mit Christian Heilbronn und Natan Sznaider, (suhrkamp edition – 2019); Andernorts. Roman (Suhrkamp – 2010); Die letzten Zeugen. Ein Theaterprojekt des Wiener Burgtheaters gem. mit Matthias Hartmann; Herzl Reloaded. Kein Märchen; gemeinsam mit Natan Sznaider (Jüdischer Verlag bei Suhrkamp – 2016); Die Einstellung. Roman (Suhrkamp – 2022); 2024: Der siebente Oktober. Ein Lesedrama; (Suhrkamp Theaterverlag) Rabinovici ist Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur. Auszeichnungen u.a.: Clemens-Brentano-Preis, Jean Améry-Preis, Anton-Wildgans-Preis.

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Mai
13
Mi
  • 19.30
    Grüner Salon

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