Foto © Tamar Raphael

Guli Dolev-Hashiloni und Tamar Raphael sprechen mit Tomer Dotan-Dreyfus über Möglichkeiten, eine Zukunft zu imagineren, wem diese Aufgabe zufallen soll, und die Frage, welche Rolle Literatur dabei spielt. Insbesondere befassen sie sich mit Literatur, die aus der Perspektive derjenigen geschrieben wurde, denen eine Zukunft verwehrt, während eine andere Zukunft gewaltsam aufgezwungen wird. Welche Rolle spielt die Literatur seitens der Täter?

Guli Dolev-Hashiloni,( *1990 in Tel Aviv) lebt seit 2021 in Berlin und publiziert über Themen wie Migration und Widerstand. Seine persönlichen Erfahrungen während der Arbeit mit NGOs flossen ein in seinen ersten  Roman Tsulul (Pardes Publishing, 2025), der in einem Flüchtlingshilfezentrum spielt. Dolev-Hashiloni ist Promotionsstudent an der Technischen Universität Berlin und forscht zu den Folgen des Holocaust. Außerdem übersetzt er Literatur aus dem Deutschen und Jiddisch ins Hebräische.

Die israelische Schriftstellerin Tamar Raphael lebt in Berlin. Ihr Debütroman There were two with nothing to do (2024) wurde von der Kritik hochgelobt und erhielt eine Ehrenauszeichnung bei der Brener-Preisvergabe für bestes Debüt. Ihre Gedichtsammlung Receding Songs (2021) erhielt den Preis des Kultusministeriums für junge Dichter*innen. Ihre Gedichte und Kurzgeschichten erschienen in zahlreichen literarischen Zeitschriften, darunter Hava Lehaba, Granta Israel und The Diasporist. Sie ist MacDowell-Stipendiatin und Mitglied von „Die Sammlung“, einem Zusammenschluss jüdischer Schriftsteller*innen in Berlin. Derzeit arbeitet sie an ihrem nächsten Roman.

Tomer Dotan-Dreyfus ist ein israelischer Autor und Übersetzer und lebt in Berlin. Er veröffentlicht Gedichte und Prosa in Hebräisch und Deutsch und schreibt regelmäßig für die taz, Süddeutsche Zeitung und den Freitag. Sein Debütroman Birobidschan (2023) wurde für den Deutschen Buchpreis nominiert. Seine 2025 erschienene Essay-Sammlung Keinheimisch vereint Memoir und eine kritische Perspektive auf den Zionismus und die deutsche Erinnerungskultur aus jüdisch-israelischer Sicht. Im Herbst 2026 erscheint sein zweiter Roman Gavdos.

Der Abend mit Lesungen und Gesprächen über möglichen Zukunftsszenarien „between the river and the sea“ wird von Abdalrahman Alqalaq, Katharine Halls und Tomer Dotan-Dreyfus kuratiert.

Die Veranstaltung findet auf Englisch statt.

April
22
Mi
  • 20.00
    Roter Salon

    Als gäbe es Morgen

    Mit: Guli Dolev-Hashiloni and Tamar Raphael | Moderation: Tomer Dotan Dreyfus
    Lesung & Gespräch in engl. Sprache
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