Foto © Ufuk Çelik

Das Thermometer steigt und zur Zeit übersteigt der Kühlbedarf die verfügbaren Aggregate deutlich. HITZE entsteht, wenn Dinge in Bewegung geraten und in eine unkontrollierbare Konfrontation und Reibung miteinander treten. Das lässt sich an thermodynamischen Gesetzen ebenso überprüfen, wie an Gesellschaften, deren Antagonismen nicht mehr zu glätten sind. HITZE ist bedrohlich und wohltuend, einschüchternd und sexy, und damit gleichermaßen ersehnt wie gefürchtet. Als der ursprünglichste Überschuss von Arbeit begegnet sie uns in verschiedener Form in überhitzten Systemen; bei KI-Datencentern, die unter gewaltigem Aufwand gekühlt werden müssen, genauso wie in den aufgeheizten Gemütern der politischen Debatten. Dabei ist Hitze als spürbarstes Merkmal der Erderwärmung aber auch ganz real die Kulisse von Kriegen und Vertreibung. Während Europa beginnt, ökologisch wie politisch, seine Existenz in der gemäßigten Zone aufzugeben, reden wir über die Dinge, die uns warmhalten und die uns kaltlassen. Wie lässt sich soziale und planetare Überhitzung abkühlen oder wie lassen sich Kältekammern erhalten, in denen die Dinge weniger schlimm erscheinen? Wie ist die Strahlkraft von faschistischer Hitze zu bewerten? Was sind, historisch und philosophisch gesehen, die Effekte von Hitze für das irdische Zusammenleben?

April
24
Fr
  • 20.00
    Roter Salon

    Gefühle am Ende der Welt

    Mit: Simon Strick & Oxana Timofeeva
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