Dieser Workshop richtet sich an alle, die sich durch Theater mit historischer Erinnerung auseinandersetzen möchten. Wir arbeiten mit Archivmaterial – Fotografien, Zeug*innenaussagen und Zeitungsausschnitten – nicht als fixierte Objekte der Vergangenheit, sondern als lebendiges Material, aus dem wir gemeinsam Szenen entwickeln. Dabei erkunden wir, wie uns diese Dokumente helfen können, die Gegenwart zu verstehen und daraus Formen des Handelns, der Organisierung und der kollektiven Praxis heute zu entwickeln.
In einem dreistündigen Workshop verbinden wir körperliche Übungen sowie Experimente mit Licht und Sound mit kollektiven Kreationsprozessen, die auf der Arbeit mit Dokumenten und Erinnerungsarchiven basieren. Als Grundlage dient das Archiv über die Cordones Industriales, das vom Kollektiv Tarea Urgente im Rahmen seiner ersten Theaterproduktion erstellt wurde. Das dokumentarische Theaterstück schlägt eine Brücke zur transformativen Kraft der Selbstorganisation. Ausgehend von den historischen Erfahrungen der Unidad Popular in Chile erzählt die Inszenierung von gelebtem Widerstand und politischer Emanzipation. Auf diese Weise teilen wir unsere Arbeitsmethoden mit den Teilnehmenden und setzen sie in Beziehung zu deren eigenen Erfahrungen.
- 15.00Grüner Salon
Cordones Industriales | Colectivo Tarea Urgente (Chile)
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