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Position mit Abstand #7
Shelly Kupferberg im Gespräch mit Sandrine Micossé-Aikins und Tahir Della

Discourse
In German

In der Reihe „Position mit Abstand“ stellen wir uns regelmäßig mit Diskurs und Aufklärung gegen rechtsoffene und menschenfeindliche Allianzen und damit einhergehender Verschwörungsideologien. Gemeinsam mit Künstler*innen und Wissenschaftler*innen, mit Journalist*innen und Aktivist*innen spricht Journalistin Shelly Kupferberg im Grünen Salon über gesellschaftliche Ungerechtigkeit, die uns die Corona-Krise wie unter einem Brennglas einmal mehr vor Augen führt.

Alle reden plötzlich über Rassismus, als wäre es ein neues Phänomen. Was hat sich seit dem brutalen Mord an dem Afroamerikaner George Floyd durch einen Polizisten in Minneapolis (vielleicht) verändert? Wie lassen sich das gesteigerte Interesse und die internationalen Proteste gegen Rassismus erklären und vor allem: in ein nachhaltiges politisches Handeln überführen? Und wie sind die aktuellen Maßnahmen der Bundesrepublik – mögliche Streichung des Rassen-Begriffs aus dem Grundgesetz, Studien zu rassistischen Tendenzen bei der Polizei, Berlin als erstes Bundesland mit Antidiskriminierungsgesetz etc. – zu bewerten, und wo besteht weiterhin dringender Handlungsbedarf? Mit Sandrine Micossé-Aikins und Tahir Della spricht Shelly Kupferberg diesmal über strukturellen Rassismus in Deutschland und blinde Flecken der weißen Mehrheitsbevölkerung.

Sandrine Micossé-Aikins leitet Diversity Arts Culture und verantwortet die Begleitung der Berliner Kulturverwaltung. Sie ist Kunstwissenschaftlerin, Kuratorin und Equitymanagerin und arbeitet schwerpunktmäßig zu Rassismus und Empowerment in der Kunst, der Wirkmacht kolonialer Bilder, Körperpolitik sowie Repräsentation und Gleichstellung im deutschsprachigen Kunst- und Kulturbetrieb.

Tahir Della ist seit den 1980er Jahren Aktivist in der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland und in der jüngeren Schwarzen Bewegung in Deutschland. Zunächst aktiv in der lokalen Münchner ISD Gruppe mit den Schwerpunkten Community-Arbeit, Vortrags- und Podiumsveranstaltungen, Filmfestivals und Kampagnen. Seit Gründung des bundesweiten ISD Verbandes 2001 (ISD Bund e.V.) ist er im Vorstand eingebunden und an der Koordinierung der bundesweiten wie lokalen Aktivitäten beteiligt. Seine Schwerpunkte sind u. a. das jährliche Bundestreffen der ISD, die Kampagnen „Stop Racial Profiling” und „No Blackfacing”. Darüber hinaus hat er auch das Ausstellungsprojekt „Homestory Deutschland“ mitgestaltet.

> Position mit Abstand #1 - Ein Gespräch mit Shelly Kupferberg, Leon Kahane und Lars Dreiucker, 02.05.
> Position mit Abstand #2 - Ein Gespräch mit Shelly Kupferberg, Amélie Pia Heldt und Sarah Ulrich über Meinungs- und Pressefreiheit, 16.05.
> Position mit Abstand #3 - Ein Gespräch mit Shelly Kupferberg, Kira Ayyadi und Dennis Leiffels, 23.05.
> Position mit Abstand #4 - Ein Gespräch mit Shelly Kupferberg, Bernadette la Hengst, Christian Morin und Jan Müller (Tocotronic), 30.05.
> Position mit Abstand #5 - Ein Gespräch mit Shelly Kupferberg, Dotschy Reinhardt und Anja Reuss, 06.06.
> Position mit Abstand #6 - Shelly Kupferberg im Gespräch mit Stephanie Cuff-Schöttle, Darius Savelsberg und Benjamin Wachtler, 13.06.

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