de / en

Photo: Samuel Kirszenbaum

Passagen Streams
Kritische Stimmen zur Corona-Krise
Chantal Mouffe und Peter Engelmann: Die Demokratie im Lockdown

Die globale Erschütterung, die das Corona Virus ausgelöst hat, zählt zu den größten Krisen unserer Zeit. Viele sind sich darüber einig, dass sie unser Leben und unsere Welt nachhaltig verändern wird. Ob sie neue Formen gesellschaftlicher Emanzipation hervorbringen oder vielmehr ein Katalysator für die Verschärfungen der Ungleichheit und die Ausbreitung autoritärer Regierungsformen sein wird, ist jedoch noch völlig offen.

Angesichts der unklaren Zukunft, die uns erwartet, und der großen Herausforderungen, die sie zweifellos bereithält, scheint es heute wichtiger denn je, festgefahrene Denkmuster kritisch zu überprüfen. Nur so sind wir in der Lage, mit dem stattfindenden Wandel intellektuell Schritt zu halten und die gesellschaftliche und politische Zukunft neu zu denken.

Auch in Zeiten des kulturellen Shutdowns wollen wir daher nicht auf die Expertise von Autorinnen und Autoren und ihre Bewertung der aktuellen Entwicklungen verzichten. Der Verleger des Passagen Verlags, Peter Engelmann, spricht mit Jean-Luc Nancy, Colin Crouch, und Chantal Mouffe über die Corona-Krise, ihre möglichen Folgen und darüber, welchen Beitrag das kritische Denken zu ihrer Bewältigung leisten kann.

Die belgische Politikwissenschaftlerin und Philosophin Chantal Mouffe plädiert für einen linken Populismus und eine Radikalisierung der Demokratie. Peter Engelmann spricht mit ihr über die Folgen der Corona-Pandemie für die Strategien der Linken und die Möglichkeit einer demokratischen Wende der Politik.

Chantal Mouffe, geboren 1943 in Baulet/Belgien, lehrt Politische Theorie an der University of Westminster in London und forscht derzeit über den Aufschwung des Rechtspopulismus in Europa. Chantal Mouffe hat an zahlreichen Universitäten in Europa, Nord- und Lateinamerika geforscht und gelehrt. Sie ist Mitglied des Collège international de philosophie in Paris. Beim Passagen Verlag u. a. erschienen: „Dekonstruktion und Pragmatismus“ (Hg., 1999), „Hegemonie und radikale Demokratie“ (mit Ernesto Laclau, 2000), „Wenn Demokratien demokratisch untergehen“ (Beitrag, 2019).

Eine Kooperation vom Passagen Verlag mit der Volksbühne Berlin, der Gessnerallee Zürich und der Kunsthalle Wien.

> Jean-Luc Nancy und Peter Engelmann: Die dunkle Seite des Fortschritts
> Colin Crouch und Peter Engelmann: Ein Ausweg aus dem Neoliberalismus

This website uses cookies. You can read more about cookies in our disclaimer. > Morex