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Kritische Stimmen zur Corona-Krise
Colin Crouch und Peter Engelmann: Ein Ausweg aus dem Neoliberalismus

Die globale Erschütterung, die das Corona Virus ausgelöst hat, zählt zu den größten Krisen unserer Zeit. Viele sind sich darüber einig, dass sie unser Leben und unsere Welt nachhaltig verändern wird. Ob sie neue Formen gesellschaftlicher Emanzipation hervorbringen oder vielmehr ein Katalysator für die Verschärfungen der Ungleichheit und die Ausbreitung autoritärer Regierungsformen sein wird, ist jedoch noch völlig offen.

Angesichts der unklaren Zukunft, die uns erwartet, und der großen Herausforderungen, die sie zweifellos bereithält, scheint es heute wichtiger denn je, festgefahrene Denkmuster kritisch zu überprüfen. Nur so sind wir in der Lage, mit dem stattfindenden Wandel intellektuell Schritt zu halten und die gesellschaftliche und politische Zukunft neu zu denken.

Auch in Zeiten des kulturellen Shutdowns wollen wir daher nicht auf die Expertise von Autorinnen und Autoren und ihre Bewertung der aktuellen Entwicklungen verzichten. Der Verleger des Passagen Verlags, Peter Engelmann, spricht mit Jean-Luc Nancy, Colin Crouch, und Chantal Mouffe über die Corona-Krise, ihre möglichen Folgen und darüber, welchen Beitrag das kritische Denken zu ihrer Bewältigung leisten kann.

Die Corona-Krise ist auch eine Krise der Globalisierung und der multinationalen Institutionen. Der britische Soziologe und Politikwissenschaftler Colin Crouch sieht darin jedoch eine Chance, die Vorherrschaft der neoliberalen Politik zu brechen und die Globalisierung nachhaltiger und gerechter zu machen.

Der 1944 in London geborene Politikwissenschaftler und Soziologe Colin Crouch prägte für die aktuelle Krisensituation der parlamentarischen Demokratien des Westens den Begriff der Postdemokratie. Als Kritiker des Neoliberalismus plädiert für eine Stärkung der Sozialdemokratie und eine effizientere Steuerung der Marktwirtschaft. Crouch war Professor für Soziologie an der University of Oxford und ist seit 2001 Emeritus Professor am International Centre for Governance and Public Management an der Warwick Business School. Er ist Fellow der British Academy und „Auswärtiges Wissenschaftliches Mitglied“ am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln. 2012 erhielt er den Literaturpreis für Das politische Buch der Friedrich Ebert Stiftung. Beim Passagen Verlag erschienen: „Jenseits des Neoliberalismus“ (2013) und „Markt und Moral“ (2014) sowie „Der Kampf um die Globalisierung“ (2018).

Eine Kooperation vom Passagen Verlag mit der Volksbühne Berlin, der Gessnerallee Zürich und der Kunsthalle Wien.

> Jean-Luc Nancy und Peter Engelmann: Die dunkle Seite des Fortschritts
> Chantal Mouffe und Peter Engelmann: Die Demokratie im Lockdown

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