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Kritische Stimmen zur Corona-Krise
Jean-Luc Nancy und Peter Engelmann: Die dunkle Seite des Fortschritts

Die globale Erschütterung, die das Corona Virus ausgelöst hat, zählt zu den größten Krisen unserer Zeit. Viele sind sich darüber einig, dass sie unser Leben und unsere Welt nachhaltig verändern wird. Ob sie neue Formen gesellschaftlicher Emanzipation hervorbringen oder vielmehr ein Katalysator für die Verschärfungen der Ungleichheit und die Ausbreitung autoritärer Regierungsformen sein wird, ist jedoch noch völlig offen.

Angesichts der unklaren Zukunft, die uns erwartet, und der großen Herausforderungen, die sie zweifellos bereithält, scheint es heute wichtiger denn je, festgefahrene Denkmuster kritisch zu überprüfen. Nur so sind wir in der Lage, mit dem stattfindenden Wandel intellektuell Schritt zu halten und die gesellschaftliche und politische Zukunft neu zu denken.

Auch in Zeiten des kulturellen Shutdowns wollen wir daher nicht auf die Expertise von Autorinnen und Autoren und ihre Bewertung der aktuellen Entwicklungen verzichten. Der Verleger des Passagen Verlags, Peter Engelmann, spricht mit Jean-Luc Nancy, Colin Crouch, und Chantal Mouffe über die Corona-Krise, ihre möglichen Folgen und darüber, welchen Beitrag das kritische Denken zu ihrer Bewältigung leisten kann.

Für den französischen Philosophen Jean-Luc Nancy ist die Corona-Krise eine der Folgen des kapitalistischen Fortschrittsglaubens, der die gesamte Menschheit ins Unglück zu stürzen droht. Peter Engelmann spricht mit ihm über den geistigen Wandel, der notwendig ist, um einen Kurswechsel einzuleiten.

Jean-Luc Nancy, geboren 1940 in Bordeaux, gehört zu den bedeutendsten Philosophen der Gegenwart. Er studierte Philosophie in Paris, promovierte bei Paul Ricœur und lehrte von 1968 bis 2004 Philosophie an der Université Marc Bloch in Straßburg. 1980 gründete er zusammen mit Philippe Lacoue-Labarthe das Centre de Recherches Philosophiques sur la politique in Paris. Er war Gastprofessor in Berkelely, Irvine, San Diego und Berlin. Nancys philosophisches Denken, das von einer dekonstruktiven Lesart der deutschen philosophischen Tradition und insbesondere Heideggers ausgeht, erstreckt sich von Ästhetik über Reflexionen zu Religion und Körperlichkeit bis hin zu seiner Neubestimmung des Verhältnisses von Demokratie und Gemeinschaft in der politischen Philosophie. Im Passagen Verlag u. a. erschienen: „Körper“ (2019), „Lust“ (2016), „Demokratie und Gemeinschaft“ (2015), „Wahrheit der Demokratie“ (2009).

Eine Kooperation vom Passagen Verlag mit der Volksbühne Berlin, der Gessnerallee Zürich und der Kunsthalle Wien.

> Colin Crouch und Peter Engelmann: Ein Ausweg aus dem Neoliberalismus
> Chantal Mouffe und Peter Engelmann: Die Demokratie im Lockdown

La version française de la vidéo se trouve ci-dessous dans la rubrique "Medien".

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