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Wir trauern um unseren Künstlerkollegen und langjährigen Freund
Johann Kresnik (12.12.1939 - 27.7.2019)
16.08.19

Johann Kresnik war Österreicher, Kommunist und Begründer des „Choreographischen Theaters“. Mit seinen kraftvollen, radikalen und oft ans Satirische grenzenden Bildern haben er und seine Compagnie seit den Neunzigern des letzten Jahrtausends die Volksbühne politisch und künstlerisch durch Aufführungen wie „Ernst Jünger“ (1994), „Hotel Lux“ (1998) oder „Goya - der Schlaf der Vernunft gebiert Ungeheuer“ (1999) mitgeprägt. Nach einer Pause an der Volksbühne kehrte Hans Kresnik 2013 als Choreograph und Regisseur hierher zurück und inszenierte das Thema „Künstler und das Alter“ in der Aufführung „Villa Verdi“ - Abschied, auch vom künstlerischen Vermögen, Not, Einsamkeit in den Vordergrund stellend. Mit der Inszenierung „Die 120 Tage von Sodom“ nach Marquis de Sade verwirklichte Hans Kresnik 2015 einen lang gehegten Gedanken, mit Gottfried Helnwein (Bühne/Kostüme) an seiner Seite. Die Resonanz kontrovers, ganz im Sinne von Hans Kresnik.

Jetzt ist er gegangen und wird fehlen in dieser Welt, in der es jeden Tag wichtiger wird, sich nicht nehmen zu lassen, was einst sicher schien.

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