VOLKSBÜHNE
Berlin

Chris Dercon

Chris Dercon, Intendant der Volksbühne Berlin seit der Spielzeit 17/18, ist Kunsthistoriker, Dokumentarfilmregisseur und Kulturproduzent. Seit 1990 leitet er Kunstinstitutionen, darunter das PS1 Museum in New York, das Witte de With – Center for Contemporary Art und das Museum Boijmans Van Beuningen in Rotterdam, das Haus der Kunst in München und die Tate Modern in London.

Von 1976 bis 1982 studierte er in den Niederlanden Kunstgeschichte, Theater- und Filmwissenschaften. Die 1980er Jahre hindurch war Dercon aktiv in der belgischen und holländischen Performance-, Tanz- und Avantgarde-Theater-Szene. Er arbeitete als freier Theaterproduzent und Regisseur für das Theater- und Tanzfestival Klapstuk in Leuven und gründete in Rotterdam das internationale Theatre Tape Festival. Für das belgische und niederländische Fernsehen realisierte Dercon zahlreiche Sendungen zu Tanz und Film.

1988 wurde Dercon Programmdirektor am Institute of Contemporary Art PS1 in New York. 1990 wechselte er als Direktor an das Witte de With – Center for Contemporary Art in Rotterdam und wurde 1996 Direktor des Museum Boijmans Van Beuningen, Rotterdam. 2003-2011 initiierte er als Direktor des Hauses der Kunst in München Kollaborationen mit und Publikationen über Amar Kanwar, Allan Kaprow, Alexander Kluge, Martin Margiela, Paul McCarthy, Carlo Mollino, Garin Nugroho, Christoph Schlingensief, Patti Smith, Apichatpong Weerasethakul und Ai Wei Wei. Außerdem verankerte Dercon neben der zeitgenössischen Kunst auch Theater, Tanz und Performance sowie Film, Fotografie, Architektur, Design und Mode im Programm. Zudem leitete er den „Kritischen Rückbau“ des Hauses ein, d.h. er machte bauliche Änderungen, die nach dem Zweiten Weltkrieg als architektonische Entnazifizierung galten, rückgängig, um den Blick auf den Ursprung des Hauses freizulegen und eine Auseinandersetzung mit seiner Geschichte zu ermöglichen. Von 2011 bis 2016 hat Chris Dercon als Direktor der Tate Modern den Fokus des Hauses stark nach Afrika, Asien und den Mittleren Osten gerichtet. 2013 eröffnete er mit den von Herzog & de Meuron transformierten Tanks neue Ausstellungsräume für „Art in Action“ und realisierte Ausstellungen zu u.a. Edvard Munch, Saloua R. Choucair, Ibrahim El Salahi, Meshac Gaba, Richard Tuttle, Marlene Dumas, Buphen Khakhar und Wolfgang Tillmans.

Chris Dercon hält zahlreiche Vorträge und Interviews und publiziert im In- und Ausland über Entwicklungen in den bildenden und darstellenden Künsten, über Sammlungspolitik, die Zukunft von Museen und Kulturinstitutionen und die sich verändernde Rolle der Künstler*innen.


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