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07.05.19

Literatur in der Volksbühne im Juni 2019

Im Juni lädt die Volksbühne Berlin zu folgenden Literatur- und Diskursveranstaltungen in den Roten Salon ein:

Holger Brüns: Vierzehn Tage - Sommernovelle
Buchpremiere mit Überraschungsgästen
Samstag, 01.06.2019, 20:00
Volksbühne Roter Salon
8 / erm. 5 €

Vierzehn Tage erzählt eine melancholische Episode aus dem Leben eines Berliner Mittvierzigers in der immer die Sonne scheint, der Himmel blau und hoch ist und das Leben nicht einfach. Er arbeitet bei der Post, hat zwei Wochen frei und weiß nichts mit sich anzufangen. Also lässt er sich treiben, trifft Bekannte, fährt ein paar Tage aufs Land und beginnt eine Affäre mit einem jüngeren Spanier. Seine ständigen Begleiter sind Erinnerungen an frühere Zeiten: an das Westberlin der 80er, an alte Ideale und Kämpfe, an eine Jugend, die hinter ihm liegt. Holger Brüns widmet sich den großen und kleinen Fragen des Älterwerdens: Was ist aus dem Leben geworden, von dem ich einmal geträumt habe? Was geschieht mit mir, während sich die Welt um mich herum verändert? Warum ist das alles so langweilig? War’s das jetzt? Und werde ich jemals meine Küche renovieren? Mehr Informationen

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Reformbühne Heim & Welt - mit Text und Ton das Ohr am Zahn der Zeit
Sonntag, 02.06.2019, 20:00: Mit Moritz Hürtgen, Danny Dziuk
Sonntag, 09.06.2019, 20:00: Mit Sedlmeir, Michael Sailer
Sonntag, 16.06. 2019, 20:00: Mit Paul Bokowski, Le-Thanh Ho
Volksbühne Roter Salon
8 / erm. 5 €

Seit Januar 1995 tritt die Reformbühne Heim & Welt unter ihrem immerwährenden Motto „Am besten was Neues“ jeden, aber auch wirklich jeden verdammten Sonntag an, um Geschichten und Lieder, Agitation und Propaganda, Jux und Dollerei sowie Höcksken und Stöcksken mit dem Publikum zu teilen. Jeden Sonntag neue Texte, jeden Sonntag neue Gäste, jeden Sonntag Literatur, Satire, Poetry Slam und Musik. Jeden Sonntag zwei Stunden Heim und Welt im Roten Salon.

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Bodo Mrozek: Jugend - Pop - Kultur. Eine transnationale Geschichte
Buchpremiere
Dienstag, 04.06.2019, 20:00
Volksbühne Roter Salon
8 / erm. 5 €

Scheppernde Sounds, lautes Benehmen und schrille Mode: Das Vokabular, mit dem Zeitgenossen Mitte des 20. Jahrhunderts eine neue Jugendszene beschrieben, markiert einen Kulturbruch. Ästhetische Konflikte kulminierten in Straßenkrawallen, Polizeimaßnahmen und Zensurgesetzen. Zugleich etablierten Tourneen, Piratensender und Fanclubs grenzüberschreitend neue Inhalte. Bodo Mrozek analysiert einen Wandel, der sich in den 1950er und 1960er Jahren vollzog und die Gesellschaft prägte: Was zunächst als Jugenddelinquenz bekämpft wurde, galt zehn Jahre später als Inbegriff urbaner Kultur. Dokumente aus sechs Staaten bilden das Material dieser transnationalen Geschichte der Popkultur. Bodo Mrozek ist Historiker. Derzeit ist er Fellow am Berlin Center for Cold War Studies des Instituts für Zeitgeschichte München – Berlin (IfZ), der Stiftung Aufarbeitung und der Humboldt-Universität zu Berlin. Mehr Informationen

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„Sag was!“ Framing bei Gesprächen im Alltag
Veranstaltet von Tadel verpflichtet! e.V. und Kleiner Fünf
Mittwoch, 05.06.2019, 20:00
Volksbühne Roter Salon
8 / erm. 5 €

„Du kannst nicht nicht framen!“ - in den vergangenen Monaten wurde der Begriff „Framing“ Teil des politischen Standardvokabulars. Framing, das sei Manipulation, hieß es gerade von rechter Seite. Dass Rechtspopulist*innen selbst vielen Debatten erfolgreich ihre eigene Rahmensetzung verpasst haben - steht angeblich auf einem anderen Blatt Papier.

Aber sollte es das? Sollte man als Reaktion nicht selbst großen Wert darauf legen, bewusst zu framen? Was bedeutet es überhaupt, eine Debatte auf die eine oder andere Weise zu framen? Und gilt für das Gespräch mit dem Onkel bei der Familienfeier dasselbe wie für die Debatte mit Alice Weidel in einer Talkshow? Wie wichtig ist Sprache für den politischen Willensbildungsprozess? Hilft es, manchmal auch Begriffe selbst zum Gesprächsthema zu machen, um im Alltag bessere Diskussionen zu führen? Oder machen solche Diskussionen über Sprache die Gräben nur noch tiefer?

Zu diesen Fragen diskutieren Anne Wizorek, Johannes Hillje und Philipp Steffan. Aber das Gespräch soll sich nicht auf die Bühne beschränken. Mit Hilfe verschiedener Beteiligungsformate ist das Publikum explizit dazu eingeladen, mitzudiskutieren und auch Beispielsituationen einzubringen. Mehr Informationen

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Janina Findeisen:
Mein Zimmer im Haus des Krieges. 351 Tage gefangen in Syrien
Moderation: Christoph Dreyer (Reporter ohne Grenzen)
Freitag, 07.06.2019, 20:00
Volksbühne Roter Salon
8 / erm. 5 €

Was ist Freundschaft im Krieg wirklich wert? Die Journalistin Janina Findeisen wird 2015 auf einer Recherchereise in Syrien gekidnappt und anschließend 351 Tage gefangen gehalten. Sie war nach Syrien gereist, um ihre zum Islam konvertierte Schulfreundin zu treffen und zu verstehen, wie es zu deren Radikalisierung kam. Kurz nach dem Treffen wird sie entführt und verbringt fast ein Jahr an unterschiedlichen Orten, in wechselnde Zimmer eingesperrt, von bewaffneten Männern bewacht. In einem dieser Zimmer bringt sie ihr Kind zur Welt. Ihr Buch erzählt von 351 Tagen im Krieg, vom Überleben in Isolationshaft, den ersten Monaten mit ihrem Kind und schließlich der Befreiung. Eine Geschichte über Hoffnung, Widerstand und Liebe, Freundschaft und Verrat und die grausame Logik des Krieges. Mehr Informationen

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"Berlin, Alter". Notizen der Großstadt mit Joab Nist von Notes of Berlin und Sebastian Lehmann
Dienstag, 11.06.2019, 20:00
Volksbühne Roter Salon
8 / erm. 5 €

Berlin schreibt die besten Geschichten. Man muss nur genau hinschauen und hinhören. Fürs Hinschauen ist Joab Nist zuständig. Er sammelt die skurrilsten und unterhaltsamsten Zettel, Notizen und Botschaften, die Menschen dieser Stadt jeden Tag hinterlassen. Und veröffentlicht sie auf seinem Blog Notes of Berlin. Sebastian Lehmann hört dagegen hin. Er schreibt mit und macht daraus Geschichten, die er bei seinen Lesebühnen oder bei radioeins vorliest.
Zusammen präsentieren sie an diesem Abend die „schönsten“ Erzählungen und Botschaften der Stadt. Lesung, Power-Point, Talk. Und was ihnen sonst noch so einfällt. Mehr Informationen

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Vergessene Arbeitskämpfe – Ein Punk-Abend
Mit: The Incredible Herrengedeck & Killer Jiller
Mittwoch, 12.06.2019, 22 Uhr
Volksbühne Roter Salon
8 / erm. 5 €

Der Punk muss zurück an die Volksbühne und Kämpfe von Arbeiterinnen und Arbeitern müssen zurück an ein Arbeitertheater. In den letzten Jahren sind zahlreiche Orte in Berlins Mitte verschwunden, an denen Punkbands auftreten können. Fünf Bühnenarbeiter der Volksbühne, unterstützt von zahlreichen Kolleg*innen des Hauses, veranstalten jeden zweiten Monat ein Punkkonzert mit je zwei Bands und einem DJ und thematisieren dabei immer einen Arbeitskampf – aus Vergangenheit oder Gegenwart. Im Juni ist es der große Streik der britischen Bergarbeiter. Es spielen The Incredible Herrengedeck und Killer Jiller. Mehr Informationen

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Karten sind an der Tageskasse der Volksbühne, am Telefon über +49 (0)30 2406 5777 und online erhältlich. Bitte wenden Sie sich für Pressekarten, mit Interviewwünschen und anderen Fragen gerne an das Pressebüro unter heike.sobisiak@volksbuehne-berlin.de oder telefonisch über +49 (0)30 2406 5610.

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