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25.01.19

Wiedereröffnung des Grünen Salons - das Programm ab Februar

© Frank Sperling

2019 eröffnet der Grüne Salon als Ort für Bildende Kunst und Diskurs. In seiner intimen Atmosphäre stellen Künstler*innen, Denker*innen sowie Berliner Communities und Initiativen ihre Arbeiten vor. Egal ob Bühne, Seminarraum oder Tanzfläche: es geht um Fürsorge und Gastfreundschaft, um Performativität und Körperpolitik, um den Abbau von Ungleichheit und den Aufbau neuer Verwandtschaften. Dies ist das Programm im Februar:

Politics of Data: Gespräch mit Nora Al-Badri und CryptoParty
Freitag, 01.02.2019, 19 Uhr, 5 / erm. 3 €

Im Rahmen von transmediale Vorspiel diskutieren die Künstlerin Nora Al-Badri und CryptoParty Berlin gemeinsam mit Expert*innen aus Medientheorie, Kunst und Games, sowie Hacker*innen die Grenzen von Freiheit und Transparenz sowie das Verhältnis von Freiheit und Demokratie im Web: Wie frei sind wir, wenn wir surfen? Wem gehört unser content? Sind unsere Personendaten weniger schützenswert, als etwa die von Objekten in Kulturinstitutionen? Mehr Informationen

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School of Disobedience: Über Krypotoökonomie mit Erik Bordeleau
Seminar: 06.02.2019, 13.02.2019 und 25.02.2019, jeweils 12-14 Uhr
Eintritt frei, Anmeldung erforderlich
Diskurs: Montag, 18.02.2019, 19 Uhr, 5 / erm. 3€

Die School of Disobedience ist ein experimentelles Format, das neue Wege der unabhängigen Wissensproduktion im 21. Jahrhundert testet. Jeden Monat führt ein anderer wissenschaftlicher Experte ein Seminar über sein Forschungsgebiet durch und lädt Menschen aller Altersgruppen, Berufe und Erfahrungen ein teilzunehmen. Zusätzlich gibt es Abendveranstaltungen, die Einblick in das jeweilige Thema geben.

Im Februar ist Erik Bordeleau (PhD, Université de Montréal) als Experte zu Gast. Bordeleau ist Wissenschaftler am SenseLab (Concordia University, Montreal) und Finanzplaner bei der Economic Space Agency (ECSA). Seine Arbeit behandelt die Schnittstelle aus politischer Philosophie, Medien- und Finanztheorie, zeitgenössischer Kunst und Filmwissenschaft.

Alle Veranstaltungen finden in englischer Sprache statt. Für die Teilnahme am Seminar ist eine Anmeldung unter schoolofdisobedience@gmail.com erforderlich. Mehr Informationen

Die School of Disobedience wird gefördert durch die Nemetschek Stiftung.

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Anas Maghrebi & COYG
Konzert: Freitag, 08.02.2019, 22 Uhr, 5 / erm. 3 €

Anas Maghrebi ist Musiker und Produzent. Ende 2012, zur Zeit der Aufstände, gründete er die syrische Indie-Band „Khebez Dawle“, produzierte ihr Debütalbum und arbeitete mit vielen lokalen Musiker*innen verschiedener Stilrichtungen in Syrien und im Libanon zusammen. Nach Stationen in Damaskus und Beirut, lebt er nun in Berlin. Im Grünen Salon spielt Maghrebi Songs des Konzeptalbums „Ici“, das er für den bildenden Künstler Saâdane Afif produziert hat sowie neue Songs seines ersten Soloalbums. Im Anschluss spielt erstmalig das Bandprojekt COYG (Congratulations on Your Graduation). Die drei Band-Mitglieder treten maskiert auf und bleiben anonym. Mehr Informationen

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Revisiting Reza Abdoh
Theaterworkshop: Sonntag, 10.02.2019, 13 Uhr (Anmeldung erforderlich)
Lesung und Diskussion: Montag, 11.02.2019, 21 Uhr, jeweils 5 / erm. 3 €

1991 gründete der iranische Theatermacher Reza Abdoh (1963–1995) die Theaterkompanie dar a luz in New York City. Abdoh ist für seine groß angelegten, experimentellen, konfrontativen und oft schockierenden Theaterproduktionen bekannt. Anlässlich seiner Einzelausstellung in den KW Institute for Contemporary Art, präsentiert die Volksbühne in den kommenden Monaten eine Auswahl von Veranstaltungen in Kooperation mit den KW.

Unter der Leitung von Tom Pearl und Tony Torn, ursprünglichen Mitgliedern der dar a luz company, findet im Grünen Salon ein Theaterworkshop für Teilnehmer*in und Zuschauer*innen statt. Anmeldung unter: Besucherservice@volksbuehne-berlin.de

In einer Abendveranstaltung werden die dar a luz-Mitglieder Tom Fitzpatrick, Tom Pearl und Tony Torn aus Abdohs Stücken Bogeyman, The Law of Remains und Quotations From a Ruined City lesen. Auf die Lesungen folgt eine Gruppendiskussion mit den drei Schauspielern, zusammen mit den dar a luz-Mitgliedern Michael Casselli, Sandy Cleary und Brenden Doyle.

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Was Ihr wollt!
Die Kunst der Neuen Auftraggeber: Wenn Bürger*innen zu Auftraggeber*innen werden

Diskurs: Dienstag, 19.02.2019, 19 Uhr, 5 / erm. 3 €

Die Veranstaltungsreihe Was ihr wollt! stellt ab Februar die Projekte der Neuen Auftraggeber vor und diskutiert mit Gästen über die unterschätzte Kompetenz der Zivilgesellschaft, ihre kulturellen Belange selbst in die Hand zu nehmen. Seit bald 30 Jahren entwickeln die Neuen Auftraggeber konstruktive, kreative Lösungen: Rund 500 Projekte wurden bisher von Bürgergruppen in ganz Europa in Auftrag gegeben.

Am ersten von sechs Abenden werden Projekte vorgestellt, die die Phantasie und Schaffenskraft von Bürger*innen und Künstler*innen beflügeln. Moderatorin Antje Stahl diskutiert mit Susanne Burmester, Denis Bury, Holger Friese, Gerrit Gohlke, Kathrin Jentjens, Alexander Koch und Lena Ziese. Mehr Informationen

Die Gesellschaft der Neuen Auftraggeber wird gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes. Mit freundlicher Unterstützung der Senatsverwaltung für Kultur und Europa.

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Die!Landschaft, goo goo g’joob!, Hannelore
Konzert: Freitag, 22.02.3019, 21 Uhr, 8 / erm. 5 €

Ein Abend, drei Bands, fünf Musiker: Bildende Künstler*innen, Kritiker und Kuratoren begeben sich in unterschiedlichen Konstellationen auf die Bühne des Grünen Salons: Mal mit brachialer Urgewalt, mal mit eher minimalistischer Drastik, mal mit filigraner Wucht. Mit: Tom Früchtl, Catherine Lorent, Manfred Peckl, Andreas Schlaegel und Raimar Stange. Mehr Informationen

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VariaVision: The Mutability – The Films of Anna Marziano
Film, Diskurs: Mittwoch, 27.02.2019, 20 Uhr, 8 / erm. 5 €

In Zusammenarbeit mit dem Kurator Jesse Cumming präsentiert VariaVision die Arbeit der in Italien geborenen Filmemacherin Anna Marziano. In den letzten zehn Jahren drehte Marziano hauptsächlich 8- und 16-mm-Aufnahmen im Stile des Neorealismus, des Dokumentarfilms und der Avantgarde. Bei der Vorführung im Grünen Salon werden vier von Marzianos besten Filmen gezeigt, die alle von intellektueller und formaler Stringenz, doch zugleich auch von Spontanität und Schönheit gekennzeichnet sind: The Mutability…, La Veglia, Orizzonti Orizzonti! sowie ihren ersten Langfilm Beyond the One als Berlin-Premiere. Mehr Informationen

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Cally Spooner & Jesper List Thomsen: A Talk in Two Parts with Painting
Performance: Donnerstag, 28.02.2019, 21 Uhr, 5 / erm. 3 €

Die Künstlerin Cally Spooner und der Künstler und Autor Jesper List Thomsen stellen je einen Text vor, der sich mit dem Körper im aktuellen sozio-politischen Klima beschäftigen. Blackbirds von List Thomsen thematisiert die Beziehung von Körper, Bild und Sprache während Spooner Formen von Stillstand untersucht, die sich in der menschlichen Psyche, in gentrifizierten Städten, im Datenkapitalismus und in Muskelstagnationen manifestieren. Mehr Informationen

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AUSBLICK MÄRZ 2019

Gemeinsam mit Hans Unstern und Orlando de Boeykens präsentiert der Autor und Performer Tucké Royale eine neue Text- und Soundcollage, die sich um Liebe, Körper und Freundschaft dreht. Das Autor*innenkollektiv Nazis & Goldmund lädt zum Auftakt ihrer Reihe ein, die dem Erstarken der Rechten neue Erzähl- und Interventionsstrategien entgegensetzt und die Künstlerin Kasia Fudakowski wirft mit weiteren Gästen einen Blick auf Englands EU-Austritt.

LVX

Ab 15. März heißt der Pavillon am Rosa-Luxemburg-Platz LVX und wird von der Berliner Künstler*inneninitiative Starship in ein solches (Raumschiff) verwandelt. Es folgen regelmäßig weitere Ausstellungen zeitgenössischer Kunst, für die der Pavillon in immer neue Kostüme schlüpft.

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Bitte wenden Sie sich für Pressekarten und weitere Informationen an wiebke.jahns@volksbuehne-berlin.de oder telefonisch unter +49 (0)30 24065 622. Text- und Fotomaterial finden Sie im Pressebereich der Website

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