VOLKSBÜHNE
Berlin

30.01.18

Das Programmbuch zur 2. Hälfte der Spielzeit 2017/2018

Heute erscheint das Programmbuch der Volksbühne Berlin zur zweiten Hälfte der Spielzeit 2017/2018 – hier geht es zum Download oder zum Durchblättern. Das Buch umfasst den Zeitraum Februar bis Juli, in dem zehn Produktionen erstmalig auf der großen Bühne am Rosa-Luxemburg-Platz zu sehen sein werden, darunter Uraufführungen, Premieren und Gastspiele. Zu den Regisseur*innen und Choreograf*innen gehören Albert Serra, Claude Régy, Susanne Kennedy, Yael Bartana, Anne Teresa De Keersmaeker, Gisèle Vienne, Boris Charmatz, Mette Ingvartsen und Bonn Park. Hinzu kommen acht Premieren im Dritten Stock und Grünen Salon, drei neue Stücke als Online-Premiere auf Volksbühne Fullscreen sowie sieben Repertoire-Titel, die in der ersten Spielzeithälfte ihre Premiere hatten.

Neu auf der großen Bühne:

Mit Liberté kehrt der katalanische Film- und Theaterregisseur Albert Serra auf die Theaterbühne zurück. Bekannt für seine intensiven und kontroversen Porträts von Don Quiote, Louis XIX, Hitler und Goethe, lässt er seine Geschichte nun in einem betörenden, utopischen 18. Jahrhundert spielen. Kurz vor der Revolution kommt eine Gruppe französischer Freidenker zusammen, um die Libertinage nach Deutschland zu exportieren. Mit u.a. Ingrid Caven, Anne Tismer und Helmut Berger. Uraufführung am 22. Februar.

Nach der gefeierten Premiere von Rêve et Folie (Traum und Umnachtung) hat der 93 jährige Franzose Claude Régy, der zu den einflussreichsten Regisseuren des europäischen Theaters gehört, seinen Rückzug vom Theater angekündigt. Nun ist seine letzte Regiearbeit in Berlin zu sehen. Dass er sich darin ausgerechnet dem Werk des Dichters Georg Trakls widmet, zeig seine Affinität zu den freien Radikalen und Frühmodernen. Eine formstrenge Bühnen-Séance mit Yann Boudaud. Deutschland-Premiere am 2. März.

Die Selbstmord-Schwestern von Susanne Kennedy nach dem Roman von Jeffrey Eugenides erzählt vom Vorstadt-Leben einer amerikanischen Mittelstandfamilie mit fünf pubertierenden Töchtern. Mit dem Freitod der jüngsten Tochter beginnt das „Jahr der Selbstmorde“. Susanne Kennedy inszeniert einen psychodelischen Trip in der Struktur des Tibetanischen Totenbuchs, flankiert von Texten des Drogen-Philosophen Timothy Leary. Eine Produktion der Volksbühne in Koproduktion mit den Münchner Kammerspielen. Berlin-Premiere am 15. März.

Inspiriert von Stanley Kubricks Satire Dr. Seltsam oder: Wie ich lernte die Bombe zu lieben (1964) initiiert Yael Bartana mit What if Women Ruled the World? (Was, wenn Frauen die Welt regieren) - ein Forum, das nach möglichen Alternativen und Aktionen in einer von Männern beherrschten Welt sucht. Jeden Abend treffen Schauspielerinnen auf Verteidigungsberaterinnen, Soldatinnen, Politikerinnen, Friedensaktivistinnen und Menschenrechtlerinnen. In einer Verflechtung von Fiktion und ernsthaftem Politikexperiment versuchen sie drängende globale Problem zu lösen, um zu verhindern, dass die Weltuntergangsuhr Mitternacht erreicht. Deutschland-Premiere am 12. April.

Anne Teresa De Keersmaeker zählt zu den wenigen Choreograf*innen, die immer wieder die Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Musik suchen. Für Vortex Temporum (2013) und die in Brüssel, Paris und New York gefeierte Ausstellung Work / Travail / Arbeid (2015) versammeln sich zwei belgische Ausnahme-Ensembles: die von ihr gegründete Kompagnie Rosas und das auf Neue Musik spezialisierte Ictus Ensemble. Im Zentrum beider Arbeiten steht Vortex Temporum (zu dt. Zeitwirbel, Zeitstrudel) ein Spätwerk des französischen Komponisten Gérard Grisey. Im Dialog mit einer Partitur und dem Bühnenraum der Volksbühne verwandeln die Tänzer*innen und Musiker*innen eine Bühnenchoreografie in eine Ausstellung. Vortex Temporum, Gastspiel ab 20. April; Work / Travail / Arbeid, Deutschland-Premiere ab 26. April.

MENGE (Crowd) ist eine Inszenierung der in Paris lebenden Regisseurin, Choreografin und bildenden Künstlerin Gisèle Vienne. Der Schauplatz ist Europa, wir befinden uns im 21. Jahrhundert. Eine Gruppe junger Leute versammelt sich zu einem Fest. MENGE ist eine Reflexion über Formen und Bedeutung von Gewalt für moderne Gesellschaften mit 15 Darsteller*innen. Musik und Live-Mix von DJ Peter Rehberg und SUNN O)))-Gründer Stephen O’Malley. Deutschland-Premiere am 13. Juni.

enfant (Kind) für drei Maschinen, neun Tänzer und eine Gruppe Kinder von Boris Charmatz gehört zu den intensivsten, aufwühlendsten Tanzstücken der letzten Jahre. Wiederaufnahme der Originalversion mit Berliner Kindern, Premiere am 21. Juni.

7 Pleasures von Mette Ingvartsen sucht nach neuen Formen der Freude jenseits der Choreografien des täglichen Lebens. Zwölf Darsteller*innen fließen in einer langen, sinnlichen Bewegung ineinander. Gastspiel ab 27. Juni.

Drei Milliarden Schwestern ist genau wie die Drei Schwestern von Anton Tschechow, nur statt Moskau gibt es Kometen, die auf die Erde zurasen, steigende Meeresspiegel und beißende Zombies. Ein Musiktheater des Regisseurs, Autors und Stückemarkt-Gewinners 2017 Bonn Park in Kooperation mit P14. Uraufführung Anfang Juli.

Neu im Grüner Salon, im Dritten Stock und auf Volksbühne Fullscreen:

In dieser Spielzeit inszenieren Calla Henkel und Max Pitegoff im Grünen Salon eine Serie von vier Theaterstücken über den Aufstieg und Fall einer Stadt. Auf News Crime Sports folgt Health and Safety. Uraufführung am 8. Februar (Teil 3 & 4 im April und Juni).

Left to Tell ist eine Live-Performance von Tim Etchells, Autor, Regisseur und Leiter von „Forced Entertainment“, und dem Musiker und Performer Marino Formenti, die erstmals gemeinsam auftreten. Sie reagieren in Left to Tell auf verschiedene Motive aus dem Werken von Samuel Beckett und Morton Feldman. Uraufführung am 15. Februar auf Volksbühne Fullscreen sowie live in der Volksbühne Dritter Stock am 17. Februar.

Rheingold ist eine Gesellschaftssatire über den realen Fall eines Düsseldorfer Kunstberaters. Mit leichtem Ton entwerfen der Regisseur Jan Bonny und der Bildende Künstler Alex Wissel ein Sittenspiel über die Sehnsüchte eines Hochstaplers und die große Frage: Wie wurde aus dem Beuys-Diktum „Jeder Mensch ist ein Künstler“ die Ich-AG? Die 10-teilige Web-Serie ist eine Auftragsarbeit der Volksbühne. Mit u.a. Bibiana Beglau, Joachim Krol, Ronald Kukulies, Shenja Lacher und Ricarda Seifried. Online-Premiere der ersten Folge auf Volksbühne Fullscreen am 12. März (wöchentliche Fortsetzung).

Bardo von der in Berlin lebenden Künstlerin Jesse Darling ist ein narratives Computerspiel, dessen Schauplatz eine Industriebrache am Rande der Stadt der Toten ist. Eine Auftragsarbeit der Volksbühne für Volksbühne Fullscreen. Online-Premiere im April.

69 Positions von Mette Ingvartsen ist eine Solo-Performance, in der die dänische Choreografin das Publikum durch einen Raum leitet, in dem Performances, Filme, Texte und Bilder einer sexuellen Utopie, die ihren Ursprung in der Gegenkultur der 1960er Jahre haben, zum Leben erweckt werden. Gastspiel ab 10. Mai.

P14 im Dritten Stock, der Experimentierraum junger Theatermacher*innen an der Volksbühne, zeigt weitere vier Premieren: Betrunken am Highway (Regie Charlotte Brandhorst), Here (Regie Paula Knüpling, Marina Prados), Liebe ohne Leiden (Regie Marlene Knobloch) und Ich steh schon derbe lang auf Dich (Regie Leonie Jenning). Künstlerische Leitung: Vanessa Unzalu Troya.

Die erfolgreichen Reihen im Roten Salon mit ausgewählten Gästen zu Literatur, Musik, Theorie, Party und Film werden fortgesetzt, genauso wie die Kooperation mit dem Passagen Verlag, wo am 16. März der Philosoph, Mathematiker und Autor Alain Badiou der nächste Gesprächsgast sein wird. Neu ist die Reihe Un-Spoken mit Gesprächen, Präsentationen und Performances mit arabischen Künstler*innen und Filmemacher*innen, die in Deutschland und Europa leben, präsentiert vom Arab Fund for Arts and Culture und von der Volksbühne Berlin. Ebenfalls neu ist eine langfristig angelegte Kooperation mit der Staatlichen Ballettschule Berlin, die sich erstmals am 9. März mit der Premiere von The Contemporaries – im Hier und Jetzt (Volume 2) auf der großen Bühne präsentiert.

Bitte wenden Sie sich für Pressekarten, mit Interviewwünschen und anderen Fragen gerne an das Pressebüro unter presse@volksbuehne-berlin.de oder telefonisch über +49 30 24065 610.

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