VOLKSBÜHNE
Berlin

03.11.17

Programme an der Schnittstelle Film + Musik + Performance im November und Dezember

An den Schnittstellen zwischen Musik, Film, Performance und Theater präsentieren wir in den nächsten Tagen und Wochen ein Programm mit Performance und Film von Luke Fowler und Sue Tompkins, mit einem Film- und Konzertabend zu Ehren des verstorbenen Experimentalmusikers Tony Conrad, die deutsche Erstaufführung von Apichatpong Weerasethakuls erster Theaterarbeit Fever Room sowie eine Retrospektive seines filmischen Schaffens.

VariaVision: Luke Fowler + Sue Tompkins
Country Grammar + Electro Pythagorus (a portrait of Martin Bartlett)
Sonntag, 12. November 2017, 19:00 Uhr
Volksbühne Roter Salon

Sue Tompkins und Luke Fowler, Country Grammar, UK, 2003-2017, 20’

Basierend auf Texten, die speziell für die erste, nie-wiederholte Solo-Aufführung von Sue Tompkins geschrieben wurden, kreieren die zwei in Glasgow lebenden Künstler einen neuen Film, der von Luke Fowler auf 16mm-Film geschossen wurde und mit Spoken-Word Fragmenten von Sue Tompkins versetzt ist. Der Film besteht aus flüchtigem, spontan geschossenem Material, das im Sommer 2017 in Tonstudios, öffentlichen Gärten, bei den Künstlern Zuhause und auf den Straßen in der Umgebung entstanden ist. Er ist die Einführung in ein neues Projekt der Britischen Künstlerin, welches andere Filmmacher und Künstler einlädt, mit ihrem eigenem visuellem Material auf Tompkins‘ Sound und Performance Stücke zu antworten. Audio und visuelles Material werden durch den Bearbeitungsprozess kombiniert, um dem Ursprungstext neue Assoziationen und Bedeutung zu verleihen.

Luke Fowler, Electro-Pythagorus: A Portrait of Martin Bartlett, UK/Can, 2017, 16mm zu HD transferiert, 45’ (Deutsche Erstaufführung)

Luke Fowlers letzter Film ist eine Hommage an die Arbeit und musikalischen Ideen von Martin Bartlett (1939-93), einem kanadischen Komponisten, der in den 1970ern und 1980ern die Benutzung von „Microcomputern“ vorangetrieben hat. Das Leben und die Arbeit des einflussreichen, jedoch wenig bekannten Martin Bartlett werden „durch den liebevoll konstruierten biografischen Essay wiederbelebt. Archiviertes Material zeigt Bartlett zuhause, bei der Arbeit und auf der Bühne, während die Reflexionen des offen schwulen Komponisten über seinen Platz in der homosexuellen Gemeinschaft der Zeit vorgelesen werden und dem Film das Gefühl einer intimen, ganzheitlichen und persönlichen Geschichte geben.“ (NY Film Festival)

Gefolgt von einer Frage und Antwort Runde mit den Künstlern und Kuratoren. Die Performance und der Film sind in Englisch.

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Tony Conrad
Completely in the Present
Mit: Stephen O’Malley (Sunn O)))), Jochen Arbeit + Ensemble, Tyler Hubby, Paul Williams und Rosa Barba
Freitag, 1. Dezember 2017, 19:30 Uhr
DJ ab 23:30 Uhr im Roten Salon: Jan St. Werner (Mouse on Mars)
Volksbühne Rosa-Luxemburg-Platz

Tony Conrads Punk-Einstellung und Ansatz zu Musik, Kino und Kunst machen ihn zu einer dauerhaften Inspirationsquelle. Während die Musik und Kunstwelt sich über sein Erbe streiten, wollen wir uns an seine revolutionäre Entscheidung Komposition zu eliminieren erinnern. Dieses multidisziplinäre Event beinhaltet neben der Vorstellung des Films Completely in the Present über Tony Conrad – kreiert von dem in San Francisco lebenden Filmemacher und Conrads langjährigem Freund und Kollaborateur Tyler Hubby – zwei musikalische Einlagen: ein orchestrales, von Conrad ursprünglich konzipiertes, und von Jochen Arbeit mit einem Streichquartett reinterpretiertes Stück, sowie eine Soloperformance vom King of Drones, Stephen O’Malley von Sunn O))).
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Apichatpong Weerasethakul
Fever Room
Deutsche Erstaufführung
Donnerstag, 7. Dezember + Freitag, 8. Dezember, jeweils 16:00, 19:00, 22:00 Uhr
Thailändisch mit deutschen und englischen Untertiteln
Volksbühne Rosa-Luxemburg-Platz

Mit Fever Room entwickelte der thailändische Filmmacher Apichatpong Weerasethakul ein Stück ohne Schauspieler, das Projektion ins Leben ruft und Kino zu Theater macht. 150 Zuschauer beobachten die Projektionsfläche, die allmählich verschwindet und mit ihr die Protagonisten, ihre Stimmen und Bilder. Basierend auf Weerasethakul’s Cemetery of Splendor (2015) werden die Figuren als Geister zu neuem Leben erweckt: ein ewig schlafender Kriegsveteran, dessen posttraumatischer Komazustand von einer weiblichen Figur beobachtet wird. Unter dem Krankenhaus liegt ein alter Friedhof, in dem ein mythenhafter Krieg wütet. Im nordöstlichen Thailand gelegen, bei Weerasethakul’s Geburtsort, befindet sich das Krankenhaus im Zentrum des Übergangs von Realität zu Transzendenz.

Regie: Apichatpong Weerasethakul
Visual Design: Rueangrith Suntisuk
Licht Design: Pornpan Arayaveerasid
Sound Design: Akritchalerm Kalayanamitr
Komposition: Koichi Shimizu

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Apichatpong Weerasethakul
Mysterious Objects at Midnight
Deutsche Erstaufführung
Samstag, 9.Dezember, 19:00 Uhr - Sonntag, 10. Dezember, 19:00 Uhr
Thailändisch mit deutschen und englischen Untertiteln
Volksbühne Rosa-Luxemburg-Platz + Kino Babylon

Um die Berlin-Premiere seiner Theaterarbeit zu zelebrieren, präsentiert die Volksbühne erstmalig in Berlin Apichatpong Weerasethakuls komplette Filmretrospektive. Der Filmmarathon beginnt um 21 Uhr am 9. Dezember und endet am folgenden Abend um 19 Uhr im Kino Babylon am Rosa-Luxemburg-Platz. Beginnend mit dem Film Vapour, gedreht in dem Toongha Dorf in der Mae Ram Provinz von Thailand, Schlachtfeld für bodenwirtschaftliche Probleme zwischen Menschen und Staat, blickt das Programm auf die Karriere des Gründers der Bewegung für freies Thailändisches Kino zurück. Es beinhaltet die volle Bandbreite an Weerasethakuls Werken, von seinen ersten 16mm-Aufnahmen und preisgekrönten 35mm-Filmen, seltenen Arbeiten und Kurzfilmen bis hin zu Trailern, aufgenommen in Hi-8, MiniDV, Super 8 und auf Mobiltelefonen. Die Filme werden in der Originalsprache mit englischen Untertiteln und im Originalformat, wo möglich, gezeigt.

19:00 Uhr, Künstlergespräch Apichatpong Weerasethakul mit Chris Dercon und Giulio Bursi
20:00 Uhr, Empfang im Sternfoyer
21:00 - 23:30 Uhr, Filmprogramm Großes Haus
00:00 - 19:00 Uhr, Filmprogramm Kino Babylon

Bitte wenden Sie sich für Pressekarten und weitere Informationen an das Pressebüro unter presse@volksbuehne-berlin.de oder Telefon +49 (0)30 24065 610. Text- und Fotomaterial finden Sie im Pressebereich der Website www.volksbuehne.berlin.

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