VOLKSBÜHNE
Berlin

11.10.17

Erfolgreicher Spielzeit-Auftakt in der Volksbühne Tempelhof

Fotos: Kéré Architecture / Barbara Braun

Der gut dreiwöchige Auftakt der Volksbühne Berlin an ihrem neuen, temporären Spielort Tempelhof ist am letzten Dienstag mit einer ausverkauften Vorstellung Iphigenie erfolgreich zu Ende gegangen. Rund 19.000 Besucher haben die Eröffnung, die drei Premieren und neun weitere Vorstellungen besucht. Die Aufführungen vom 10. September bis 3. Oktober fanden auf dem Flugvorfeld, im Hangar 5 und auf dem Vorplatz des historischen Flughafens Tempelhof statt.

Der französische Choreograf und Tänzer Boris Charmatz und sein Musée de la danse gestalteten die ersten drei Premieren – Fous de danse, A Dancer´s Day und danse de nuit. Gleich die Eröffnung Fous de danse, eine zehnstündige Serie von Tanzperformances auf dem Asphalt des Flugvorfeldes, war für die insgesamt 15.000 Besucher und über 200 Mitwirkenden ein bewegender Tag der Gemeinschaft und der Teilhabe. Programmdirektorin Marietta Piekenbrock: „Neugierig, durchmischt, aktiv und hochkonzentriert - ein besseres Publikum hätten wir uns nicht wünschen können.“

Insgesamt waren zu den vier Premieren 220 Journalisten akkreditiert, die umfangreich und weit über Berlin hinaus berichtet haben. Zu den ersten gehörte die New York Times, die von der Eröffnung beeindruckt war und in Berlin sogar eine positive Wende in der Kontroverse um die Volksbühne sah: "In a hopeful sign, the local media gave a cautiously warm reception to Fous de Dance.“ Die Süddeutsche Zeitung schrieb zu A Dancer´s Day: „Boris Charmatz sprengt mit seinen Tanzbildern alle Wahrnehmungsraster. Den Tänzern gelingt mit 10 000 Gesten Unglaubliches.“ Über den gleichen Abend notiert Libération aus Paris: „Une pièce d’une rare incandescence” (in etwa: ein Stück von seltenem Glühen). Die FAZ bemerkt zur Uraufführung Iphigenie: „Dokumentartheater im besten, weil unzweideutigen Sinne.“

Architekt Francis Kéré und sein Büro hatten zur Eröffnung für den Hangar 5 ein Tribünenelement für 440 Zuschauer entworfen, als Prolog für ein geplantes Satellitentheater. Unterstützt wird der Bau und die Bespielung auf Tempelhof mit 500.000 Euro aus Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin. Francis Kéré: „Wir sind sehr glücklich, dass dieser erste Schritt, dieser gestalterische Prolog so gut funktioniert hat. Nun hoffen wir, dass wir einen Weg finden, weiter an der Utopie eines Satellitentheaters für Tempelhof arbeiten zu können.“

Jutta Heim-Wenzler, Geschäftsführerin der Tempelhof Projekt GmbH: „Wir sind stolz und dankbar, Gastgeber für die Volksbühne zu sein. Das Team der Volksbühne hat mit ihrer Kraft, ihrem Mut und ihrem Engagement gezeigt, was am Standort Tempelhof möglich ist. Das ist unbezahlbar für die Rückkehr des Lebens nach Tempelhof. Das Programm der Volksbühne an diesem Ort war eine Inspiration für alle, die hier waren.“

Chris Dercon, Intendant der Volksbühne Berlin: „Wir möchten den ehemaligen Flughafen Tempelhof als temporären, alternativen Spielort der Volksbühne weiterführen. Das ist unser Plan und seit Februar 2015 auch unser Auftrag durch den Berliner Senat. Nur – allein aus der Basisförderung für die Volksbühne lässt sich Tempelhof nicht bespielen. Denkbar wird eine Fortsetzung, wenn alle Beteiligten sich dazu bekennen sowie durch erfolgreiche Einwerbung von Drittmitteln bei Partnern und Sponsoren.“

Die Tempelhofer Uraufführungen 10.000 Gesten von Boris Charmatz und Iphigenie von Mohammad Al Attar und Omar Abusaada, eine Koproduktion mit AFAC (The Arab Fund for Arts and Culture), werden ab Januar 2018 auf der großen Bühne am Rosa-Luxemburg-Platz wieder aufgenommen.

Die erste Premiere in der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz findet am 10. November 2017 statt. Zur Eröffnung zeigt die Volksbühne drei Einakter von Samuel Beckett in der Regie von Walter Asmus sowie Arbeiten von Tino Seghal. Das gesamte Haus wird bespielt – die Bühne, der Saal, die Foyers. Außerdem öffnen an diesem Wochenende der Rote Salon und der Grüne Salon mit einem dichten Musik-, Film-, Performance- und Diskurs-Programm.

Bitte wenden Sie sich für Pressekarten und weitere Informationen an das Pressebüro unter presse@volksbuehne-berlin.de oder Telefon +49 (0)30 24065 611. Text- und Fotomaterial finden Sie im Pressebereich der Website www.volksbuehne.berlin.

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