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28.05.20

POSTWEST: Transkulturelles Theaterfestival mit Partnertheatern aus Estland, Kosovo, Lettland, Litauen, Polen, Rumänien, Tschechien, Ukraine und Ungarn // digitale Ausgabe: 24. bis 26. Juni 2020

Das ursprünglich für Mai geplante transkulturelle Theaterfestival POSTWEST zieht in den digitalen Raum. Vom 24. bis 26. Juni lädt die virtuelle Ausgabe „POSTWEST // guess where“ zum Entdecken und Begegnen ein, mit Online-Live-Performances, Videoarbeiten, Audiotracks, Diskurs, Ausstellung, DJ-Sets und vieles mehr.

Das ursprünglich für Mai in der ganzen Volksbühne geplante transkulturelle Theaterfestival POSTWEST musste aufgrund der Covid-19-Pandemie und der damit verbundenen Schließung der Berliner Theater sowie internationaler Reisebeschränkungen und geschlossener Ländergrenzen abgesagt werden. Für das Festival arbeiteten bereits seit Mai 2019 Künstler*innen aus 10 Ländern mit einem Berliner Team um Kuratorin Alina Aleshchenko zusammen. Ziel war es, eigens für das Festival 12 Neuproduktionen zu entwickeln. Die Volksbühne mit ihrer bewegten Geschichte zwischen Ost und West sollte für die eingeladenen osteuropäischen Theatermacher*innen, u. a. aus Lettland, Kosovo, Polen, Ukraine und Ungarn, zu einer Plattform für Begegnung und künstlerischen Austausch werden.


In Zusammenarbeit mit allen Festivalpartner*innen – darunter etablierte Institutionen wie Theater der freien Szene Osteuropas, etwa Ģertrūdes ielas teātris (Lettland), Prague City Theatres (Tschechien), Center of Contemporary Art DAKH (Ukraine), TR Warszawa (Polen) und Teatrul Tineretului (Rumänien) – und mit Zustimmung der Kulturstiftung des Bundes reagiert die Volksbühne Berlin auf die neuen Gegebenheiten: POSTWEST zieht in den digitalen Raum und lädt mit der virtuellen Festivalausgabe „POSTWEST // guess where“ vom 24. bis 26. Juni zum Entdecken und Begegnen ein, mit Online-Live-Performances, Videoarbeiten, Audiotracks, Diskurs, Ausstellung, DJ-Sets und vieles mehr.


POSTWEST: Dieser Kunstbegriff dient dem Festival nach wie vor als provokante These für das Nachdenken über historische Kategorien und die Möglichkeit ihrer Auflösung. Denn was heißt heute: Ost oder West? Post-West oder Post-Ost? Post-OstWest? Osteuropa bezeichnet die geteilte Vergangenheit im ehemaligen Ostblock Europas; trotz der damals klaren Abgrenzung zu Westeuropa schon immer in sich selbst fragmentiert durch verschiedene Staaten, Öffentlichkeiten und Parallel-Öffentlichkeiten. Doch resultiert aus einem gemeinsamen kulturellen Erbe per se ein ähnliches Geschichtsbewusstsein? Wie können wir Zukunft gemeinsam, mit einer Vielzahl an Ländern und Identitäten, denken und gestalten? Wie können Theaterschaffende kreative und innovative Antworten auf die aktuellen gesellschaftlichen Diskurse formulieren?


Gerade vor dem Hintergrund der Covid-19-Pandemie und den damit verbundenen Herausforderungen ist das gemeinsame künstlerische Nachdenken mit den osteuropäischen Festivalpartner*innen wichtiger denn je. Wie können sich Theaterschaffende auch in Zeiten eines globalen Shutdowns weiterhin vernetzen und transkulturelle Initiativen nachhaltig aufbauen? Wie können die Künste auf die Debatten reagieren, wenn das gesellschaftliche Leben heruntergefahren ist? Wie werden die Diskurse in den einzelnen Städten geführt, wie unterscheidet sich das politische Handeln von Land zu Land? Wie lässt sich konstruktiv streiten um Zivilgesellschaft, Demokratie und solidarisches Miteinander, wenn Begegnungen im öffentlichen Raum nur eingeschränkt möglich sind?


Die virtuelle Ausgabe „POSTWEST // guess where“ bildet zugleich das Fundament eines internationalen Netzwerks. Die ursprünglich für das Festival geplanten Neuproduktionen werden an den Partnertheatern nach deren Wiederöffnung Premiere feiern und anschließend dort als Repertoirestücke zu sehen sein. Auf diese Weise und durch zukünftige Kooperationen wird POSTWEST zu einem nachhaltigen Netzwerk künstlerischer Disziplinen in einem transkulturellen Kontext.

Das vollständige Programm und weitere Informationen finden Sie demnächst unter: www.volksbuehne.berlin/postwest

digitale Sonderausgabe:
POSTWEST // guess where
transkulturelles Theaterfestival
24.-26. Juni 2020
www.volksbuehne.berlin/postwest

Einige Veranstaltungen finden in den jeweiligen Landessprachen statt. Alle Veranstaltungen mit deutschen und englischen Untertiteln.

Kuratorin: Alina Aleshchenko
Kuratorische Mitarbeit: Wiebke Jahns

Ein Festival der Volksbühne Berlin in Kooperation mit Center of Contemporary Art DAKH (Kiew, Ukraine), Ģertrūdes ielas teātris (Riga, Lettland), Jaunimo teatras (Vilnius, Litauen), KatlZ (Riga, Lettland), New Theatre Institute of Latvia (Riga, Lettland), Prague City Theatres (Prag, Tschechien), Qendra Multimedia & National Theatre of Kosovo (Pristina, Kosovo), STEREO AKT (Budapest, Ungarn), Teatrul Tineretului (Piatra Neamț, Rumänien), TR Warszawa (Warschau, Polen), Vaba Lava (Tallinn, Estland)

Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes

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