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16.04.20

Update: Vorsorgemaßnahmen gegen die Verbreitung des Corona-Virus:
alle Veranstaltungen bis 31. Mai abgesagt

Die Volksbühne hält auch nach dem 19. April an den Vorsorgemaßnahmen gegen die Verbreitung des Corona-Virus fest. Die Schließzeit wird bis zum 31. Mai ausgeweitet. Sämtliche für diesen Zeitraum geplanten Veranstaltungen wurden abgesagt. Wir versuchen, möglichst viele Veranstaltungen zu einem späteren Zeitpunkt nachzuholen.

Von den Absagen betroffen ist u. a. das für 27.–31. Mai geplante Festival POSTWEST. Für das Theaterfestival arbeiten bereits seit dem Frühjahr 2019 Künstler*innen aus zehn Ländern zusammen. Die Theatermacher*innen aus Estland, Kosovo, Lettland, Litauen, Polen, Rumänien, Tschechien, Ukraine, Ungarn und Deutschland befragen in der künstlerischen Auseinandersetzung die Kategorien Ost und West und deren Relevanz für ein aktuelles und künftiges gesellschaftliches Miteinander. Geplant waren zwölf Neuproduktionen sowie ein Rahmenprogramm mit Film, Diskurs und Konzerten in allen Spielstätten. Die Festivalabsage ist für uns und vor allem für die beteiligten künstlerischen Teams besonders schmerzhaft. Gemeinsam mit den Partnertheatern suchen wir aktuell nach einem Ersatztermin in der Spielzeit 2020/21.

Ebenfalls abgesagt werden Veranstaltungen anlässlich des 75. Jahrestages der Befreiung Europas vom Nationalsozialismus. Unter dem Titel „Diaspora Europa“ plante die Volksbühne vom 7.–10. Mai in Kooperation mit dem Europäischen Roma Institut für Kunst und Kultur (ERIAC) Diskussionen, Performances, Tanz, Theater und Interventionen zur Geschichte und Gegenwart der jüdischen Gemeinschaft und der Gemeinschaft der Sinti und Roma in Europa. Das Programm soll im Dezember, zum Internationalen Tag der Menschenrechte, nachgeholt werden. Leider ersatzlos entfallen muss das für den 8. Mai im ganzen Haus geplante Projekt von Hans-Werner Kroesinger: „Die Ermittlung 2020“ nach der Auschwitz-Aufarbeitung von Peter Weiss. Kroesinger plante das Publikum auf eine Reise mitzunehmen durch das Stück und seine Aufführungspraxis, das vom Autor verwendete Material und die Auseinandersetzung mit der und dem Erinnern an die Shoah heute.

Die Vorsorgemaßnahmen betreffen darüber hinaus auch den Probenbetrieb. Die Proben bleiben zunächst bis Mitte Mai ausgesetzt. Viele Mitarbeiter*innen arbeiten aktuell im Homeoffice. Sobald feststeht, wann diese notwendige Zwangspause endet und wir wieder in die Proben starten können, werden wir die Volksbühne schnellstmöglich wieder hochfahren.

Informationen zum Programm

Festival POSTWEST (ursprünglich geplant für 27.–31.05.): Wir suchen mit den Partner*innen nach einem neuen Termin in der Spielzeit 2020/21

„Diaspora Europa“ in Kooperation mit ERIAC (ursprünglich geplant für 07.–10.05.): wird am 10.12.20, dem Tag der Menschenrechte, nachgeholt

„Die Ermittlung 2020“ nach Peter Weiss: muss leider ersatzlos entfallen

Uraufführung „Der Kaiser von Kalifornien“ (ursprünglich geplant für den 19.03.): wird so schnell wie möglich nachgeholt

Uraufführung „Forecast“ (ursprünglich geplant für den 23.04.): wird auf die Saison 2020/21 verschoben

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