VOLKSBÜHNE
Berlin
Im Auge der Libelle
Alexander Kluge

Online, Film

In dieser Spielzeit und darüber hinaus werden Alexander Kluge und die Entwicklungsgesellschaft für TV-Programm (dctp.tv) jeden Freitag über einen Zeitraum von 52 Wochen einen Filmbeitrag für Volksbühne Fullscreen beisteuern. Jede neue Folge ist von Freitag 12:30 bis Sonntag 12:30 verfügbar (48 Stunden). Im Auge der Libelle steht für eine neue Konstellation in Kluges Bewegtbildwelt, ein lebendes Archiv, das eine Brücke zwischen den verschiedenen Facetten von neuen und vergangenen Produktionen der Volksbühne schlägt. Kluge richtet dabei ein Auge auf unsere kulturelle Identität und die anderen auf unsere Zukunft.

Autor und Filmemacher Alexander Kluge ist eine der führenden intellektuellen Stimmen in Deutschland. Film, Literatur, Sozialtheorie, Filmtheorie, Fernsehprogramme und politischer Aktivismus an verschiedenen kulturellen Fronten stehen im Mittelpunkt seiner Arbeit.

Konzept, Regie: Alexander Kluge

Produziert von: dctp TV, Düsseldorf

Folge 60

JEAN-YVES JOUANNAIS / "Encyclopédie des batailles"
79 Minuten

Der neue Film von Alexander Kluge entstand in diesem Herbst in Paris. In der gleichen Woche, in der Kluges 1000-Seiten starkes Buch CHRONIQUE DES SENTIMENTS TOMBES II: INQUIETANCE DU TEMPS in Frankreich erschien, publizierte auch Jean-Yves Jouannais sein Buch MOAB-MOTHER OF ALL BATTLES. Jouannais macht vor allem Veranstaltungen im Centre Pompidou. Im Heine-Haus traten die beiden Autoren gemeinsam auf. Spontan setzten sie sich dann zusammen für den vorliegenden Film. Jouannais entwickelt eine neuartige literarische Methode, der in Zukunft auch Kluge folgen will. Eine Zusammenarbeit ist geplant. Jouannais fügt poetisch Texte von Homer bis zum Zweiten Weltkrieg so zusammen, dass die Elemente des Chamäleons Krieg deutlich hervortreten und literarisch fassbar werden: die „Rede vor der Schlacht“ (die doch nie stattgefunden haben kann, weil ohne Megaphon Hannibal seine 40.000 Leute akustisch gar nicht erreicht), das „Weiße im Auge des Gegners“, das doch im modernen Krieg oder im Stellungskrieg von 1914-1918 niemand zu sehen bekommt, das „Vernichtungsprinzip“, das „Durchbruchsprinzip“, die Panik, der Waffenstillstand, das Prinzip „Tsang, Boum, Boum“.

Aus solchen Elementen setzt sich die „Erzählung vom Krieg“ zusammen. Wer die Elemente versteht, kann aus dem Gift (dem Krieg) auch das Gegengift (den Nicht-Krieg) erzeugen. Ein Ansatz für die Fortsetzung der Enzyklopädie aus dem 18. Jahrhundert, fortgesetzt für das 21. Jahrhundert.

AK: „Jouannais, mein liebster Autor auf der französischen Seite“.

Besetzung

Konzept, Regie: Alexander Kluge
Kurator: Giulio Bursi

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