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Foto: Bettina Volke

Von den Deutschen lernen
Susan Neiman im Gespräch mit dem Schriftsteller Ingo Schulze

Literatur
In deutscher Sprache

Digitale Buchpremiere
Aus dem Englischen von Christiana Goldmann

Deutschland als Vorbild? Susan Neiman vergleicht in Von den Deutschen lernen den deutschen und den amerikanischen Umgang mit dem Erbe der eigenen Geschichte. Die Philosophin und Direktorin des Einstein Forums diskutiert mit dem Schriftsteller Ingo Schulze im Roten Salon über Vergangenheitsaufarbeitung in Ost und West und liest aus ihrem von Christiana Goldmann ins Deutsche übersetzten Buch. Die von der Berliner Volksbühne konzipierte Buchpremiere wurde unter Corona-Bedingungen ohne Publikum aufgezeichnet und wird am 3. Juni als Videostream ausgestrahlt.

Wie können Gesellschaften mit dem Bösen der eigenen Geschichte umgehen? Lässt sich – politisch gesehen – etwas von den Deutschen lernen? Als Susan Neiman, eine junge jüdische Amerikanerin, in den achtziger Jahren ausgerechnet nach Berlin zog, war das für viele in ihrem Umfeld nicht nachvollziehbar. Doch sie blieb in Berlin und erlebte hier, wie die Deutschen sich ernsthaft mit den eigenen Verbrechen auseinandersetzten: im Westen wie im Osten, wenn auch auf unterschiedliche Weise. Als dann mit Donald Trump ein Mann Präsident der USA wurde, der dem Rassismus neuen Aufschwung verschaffte, beschloss sie, dorthin zurückzukehren, wo sie aufgewachsen war: in die amerikanischen Südstaaten, wo das Erbe der Sklaverei noch immer die Gegenwart bestimmt. Susan Neiman verknüpft persönliche Porträts mit philosophischer Reflexion und fragt: Wie sollten Gesellschaften mit dem Bösen der eigenen Geschichte umgehen?

Susan Neiman, 1955 in Atlanta, Georgia, geboren, war Professorin für Philosophie an den Universitäten Yale und Tel Aviv, bevor sie im Jahr 2000 die Leitung des Einstein Forums in Potsdam übernahm. Auf Deutsch erschien von ihr zuletzt Warum erwachsen werden. Sie lebt in Berlin.

Eine Veranstaltung der Volksbühne Berlin in Zusammenarbeit mit Hanser Berlin

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