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Copyright: Alexander Kluge, dctp.tv

Das Theater der Kinos
Alexander Kluge
11.02.
Alle Foyers, Roter Salon, Grüner Salon

Mit Beiträgen von: Chantal Akerman, Lynn Hershman Leeson, Thomas Heise, Tilda Swinton, Jean-Luc Godard, Wang Bing, Ildikó Enyedi, Chen Kaige, Atom Egoyan, Spike Lee, Wong Kar-Wai, Ang Lee, Tom Tykwer, Alexandra Kluge, Madji-da Abdim, Raoul Peck, Christoph Schlingensief, Lilith Stangenberg, Michael Haneke, Li Yang, Donald Sutherland, Vanessa Redgrave, Zhang Yimou, Claude Lanzmann, Richard Linklater, Dan Talbot, Theo Angelopoulos, Bai Ling, Bruno Ganz, Peter Berling, Helge Schneider, Armin Müller-Stahl, Hannelore Hoger, Kaori Momoi, Yu Nan, Shu Qi, Tony Gerber und Jesse Moss, Werner Nekes, Sarah Morris

Sowie einem besonderen Projekt von Jonathan Meese

Anlässlich der 70. Berlinale
Die Ausstellung wird vom Atelier Impopulaire kuratiert.

In eine der Musik entlehnten Struktur von Sätzen und Akten unterteilt, zielt die Multimedia-Ausstellung Das Theater der Kinos darauf ab, die dialektische und komplexe Beziehung zwischen Alexander Kluge und der 7. Kunst auf zwei Etagen der Volksbühne zu erforschen. Während das griechische theatron einen Raum bezeichnet, der die Möglichkeit zum Sehen, Hören und Beobachten bietet, verkörpert kinema die Idee von Bewegung, die zugleich Veränderung bewirken kann. Von der frühen Zusammenarbeit mit Christoph Schlingensief bis zu der fortlaufenden monumentalen Webserie Im Auge der Libelle, symbolisiert die Volksbühne für Alexander Kluge ein wandelbares “kinematisches theatron”. Dieses fordert die zentralen Prinzipien seines Werkes - Gleichzeitigkeit, Polyphonie und Montage – heraus und hat seine künstlerische Politik der Zeitlichkeit sowie die Veränderungen in der Wahrnehmung beider Kunstformen nachhaltig geprägt. Das Theater der Kinos bietet dem Publikum die einzigartige Möglichkeit, die gemeinschaftlichen Orte des Theaters, wie die Warteräume, Salons, Garderoben und Foyers, zu erkunden und dabei einer persönlichen und überraschenden Geschichte des Kinos nachzuspüren, die wie eine machine à penser funktioniert.

1932 in Halberstadt geboren ist Alexander Kluge heute eine der führenden intellektuellen Stimmen Deutschlands. Sein gewaltiges Werk umfasst Film, Literatur, Sozialtheorie, Fernsehen und politische Arbeit in verschiedenen kulturellen Bereichen. Es kann als eine Fortführung der Kritischen Theorie der Frankfurter Schule betrachtet werden und stellt eine einzigartige Unternehmung in der Kulturgeschichte Nachkriegsdeutschlands dar. Die Motive, Themen und formalen Strategien von Kluges cinéma impur werfen Fragen auf über Mitbestimmung und Gleichberechtigung, Geschichte und Erinnerung, die Beziehung zwischen Theorie und Praxis, wie auch zur fort dauernden Vitalität der Moderne.

Die Veranstaltungen in Kooperation mit der Volksbühne Berlin, dem Gorki Theater, der Akademie der Künste, der Philharmonie und der Deutschen Filmakademie werden in Form von Konzerten, Filmpräsentationen, Podiumsdiskussionen und Ausstellungen in der ersten Februarhälfte stattfinden und als Countdown zur 70. Berlinale dienen, die am 20.02.2020 feierlich eröffnet wird.

Programm

18:00: Ausstellungseröffnung
19:00, Sternfoyer: Begrüßung und Einführung mit Klaus Dörr (Volksbühne Berlin, Intendant), Carlo Chatrian (Berlinale, Künstlerischer Leiter), Alexander Kluge

Roter Salon

Teil 1
18:00: Einführung mit Alexander Kluge
Schiffsuntergang mit Mann und Maus. Die robusten Planken der Berliner Volksbühne: Unsinkbar in der Krise. Die Werkstätten am Rosa-Luxemburg-Platz & dieses Theater als Werkstatt überhaupt. Alexander Kluge und Alexander Weil (2018, 91 Min)

Teil 2
19:50: Einführung mit Alexander Kluge
20:00: Filmprogramm zum 75. Jahrestag der Stunde Null: 1945-2020

Schwarzes Ende, Hybris: 22. Juni 1941 (2019, 3 Min)
Der Gärtner vom Reichsparteitag (2017, 4 Min)
Die legendäre AIDA von Hans Neuenfels an der Frankfurter Oper. Einzig erhaltenes Fragment / „Potlatsch – diachron – kontrovers“. Ballett der Macht - Vom Tanz zum Paradeschritt (2019, 8 Min)
Frühling mit Weißen Fahnen. Filmpremiere (2020, 63 Min)
„Parsifal verlernen!“. Wie kann man etwas verlernen, was man gar nicht kennt? Hommage für den Bühnenbildner der Volksbühne Jonathan Meese und dessen Komponisten Bernhard Lang (2017, 60 Min)

Grüner Salon

19:30: Programm mit Filmen, Performances, Lesungen, Musik und vor allem Filmen. Filmlänge mind. 120 Min. Mit Sir Henry, Alexander Kluge und Gästen.

Dinamita. Minutenfilm (1 Min)
Sarastro, Fürst der Vernunft (10 Min)
Es gibt kein richtiges Leben im falschen Hasen (2 Min)
Mehrfachbilder für Einar Schleef. Mit Walfischton. Wagners Parsifal / Brechts PUNTILA. Mit Jutta Hoffmann (2 Min)
Ach, wie mörderisch wir lieben. Minutenoper für Sophie Rois (2020, 2 Min)
Wir Philosophen aus der Rippe Evas (2018, 2 Min)
Deutschlandpremiere: Auf Messers Schneide: 1929 (mit H. M. Enzensberger, Alfred Edel, Olli Schulz, 2020, 90 Min)

Abschluss:
Kosmische Musik (2020, 3 Min)
Ich spreche fließend 13 Sprachen (mit Helge Schneider, 2019, 4 Min)
Infra-Struktur Rap (Film-Triptychon aus Angola, 2019, 2 Min)
Das wandernde Lexikon und Was tun, wenn ein Fernostler neben mir hustet (mit Helge Schneider, 2019, 6 Min)

Medien

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Begrüßung und Einführung mit Klaus Dörr (Volksbühne Berlin, Intendant), Carlo Chatrian (Berlinale, Künstlerischer Leiter), Alexander Kluge

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ROTER SALON. Einführung mit Alexander Kluge

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GRÜNER SALON. Einführung mit Alexander Kluge und Sir Henry

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