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Foto: Samuel Kirszenbaum

Passagen Gespräch: Chantal Mouffe
Mit Peter Engelmann
06.12.
Großes Haus

Diskurs

Erleben wir gegenwärtig eine Krise der Demokratie? Wenn populistische Parteien die demokratischen Institutionen von innen untergraben und mit demokratischen Mitteln autoritäre Strukturen aufbauen, liegt diese Diagnose nahe. Die belgische Politikwissenschaftlerin Chantal Mouffe sieht in der aktuellen Situation aber auch eine Chance: Nach einer langen Phase der politischen Alternativlosigkeit bröckelt nun die Hegemonie der neoliberalen Politik. Eine emanzipative Politik, die es versteht, die Affekte der Menschen zu mobilisieren, könnte heute dazu beitragen, die Demokratie zu radikalisieren.

Damit knüpft Chantal Mouffe an einflussreiche Theorien an, die sie bereits in den 1980er Jahren gemeinsam mit Ernesto Laclau entwickelt hat. Anstatt den Populismus als solchen zu verdammen, plädiert sie für einen linken Populismus, der sich an Gleichheit und sozialer Gerechtigkeit orientiert. Verleger Peter Engelmann spricht mit ihr über die Chancen und Gefahren des Populismus und über die Frage, wie eine radikale demokratische Politik heute aussehen kann.

06.12.19, 20:00
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