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African Acid Is The Future: La Récré
07.12.

Konzert

Für das letzte diesjährige Konzert präsentiert African Acid Is The Future das original Pariser Jazzduo La Récré, bestehend aus dem Schlagzeuger Cédric Laban und dem Keyboarder Émile Sornin (aka Forever Pavot).

Vor dem Hintergrund ihrer langjährigen Erfahrung in der Pariser Musikszene konnte La Récré ihren ganz eigenen innovativen Stil entwickeln, indem Motive wie Schulpausen und das bunte Treiben auf Spielplätzen zum Gegenstand ihrer Musik erhoben werden. Laban und Sornins Musik ist ein Amalgam aus verspielter Jazznostalgie und Elementen des Punk und Hip Hop, das irgendwo zwischen Madlib und Don Cherry rangiert.

Die Show bildet den krönenden Jahresabschluss der von AAITF für die Volksbühne kuratierten Veranstaltungsreihe, indem sie ihr berüchtigtes Mantra „From Afro to Techno, and everything in between“ verwirklicht.

Um diesen Meilenstein zu feiern, finde die AAITF Clubnacht im Anschluss an das Konzert in der Loftus Hall in Neukölln statt, gestaltet von Resident DJs und Special Guests. Konzertbesucher*innen zahlen in der Loftus Hall nur 5 € Eintritt, bei Vorlage des abgestempelten Konzerttickets aus dem Grünen Salon.


African Acid Is The Future ist ein Kollektiv aus Berlin, das 2014 von Maryama Luccioni aka Maryisonacid in einer Bar in Neukölln gegründet wurde. Die regelmäßige Party- und Konzertserie deckt eine große Bandbreite an musikalischen Genres ab und ist bekannt für gewagte und eklektische DJ-Sets. Im unkonventionellen Rahmen einer Clubnacht werden zudem Konzerte von internationalen Liveacts veranstaltet. African Acid Is The Future findet regelmäßig in der Loftus Hall statt, zudem im Festsaal Kreuzberg, dem Funkhaus sowie in vielen internationalen Venues und auf Festivals. Das Kollektiv betreibt eine regelmäßige Radioshow bei Berlin Community Radio und auf Gilles Petersons Worldwide FM. Nach einem unglaublichen Jahr mit Touren und Veranstaltungen, auf denen Künstler wie Les Filles de Illighadad, Guem oder Ogoya Nengo and the Dodo Women’s Group auftraten, veröffentlichte das Kollektiv in Zusammenarbeit mit The Vinyl Factory seine erste LP mit dem Titel Ambiance I, mit der das zentrale Anliegen der Reihe einem größeren Publikum nähergebracht werden soll. Mit einer Konzertreihe im Grünen Salon wird die Crew von African Acid Is The Future ihre Liebe zur Livemusik weiterverfolgen – von senegalischer Kora-Musik bis zu französischem Post Punk.

Vergangene Veranstaltungen

African Acid Is The Future: Nahawa Doumbia

Nahawa Doumbia ist eine der beliebtesten Sängerinnen der Region Wassoulou in Süd-Mali. Mit ihren Liedern, in denen es um Liebe, die Stellung von Frauen in der Gesellschaft und die Situation afrikanischer Geflüchteter in Frankreich geht, erreicht sie vor allem die jüngere Generation Westafrikas. Ihre Stimme erklingt zu Didadi, einem Tanzrhythmus aus ihrer Geburtsregion. Nahawa Doumbia wurde in der kleinen Stadt Mafélé geboren, im Distrikt Sikasso, nahe der Grenze zur Elfenbeinküste. Sie wurde von Geburt an von ihrer Großmutter großgezogen, da ihre Mutter kurz nach ihrer Geburt verstarb. Sie wuchs in Manankoro auf, in der Nähe von Bougouni, dem Verwaltungssitz der Wassoulou-Region. Dieser Landstrich ist bekannt dafür, einige der besten Sängerinnen Malis hervorzubringen, unter ihnen auch Oumou Sangaré. Obwohl Nahawa Doumbias Familie nicht dem traditionellen Berufsstand der Griot angehört (der Mandinka-Kaste, der musikalische Darbietungen vorbehalten sind), sagte Nahawas Mutter kurz vor ihrem Tod voraus, dass ihre Tochter einmal Sängerin werden würde. Nahawas Familienangehörige versuchten dies mit allen Mitteln zu verhindern – sogar unter Zuhilfenahme von Magie – jedoch ohne Erfolg.

Diese junge Frau aus Mali wurde von Beamt*innen des dortigen Kulturministeriums entdeckt, als sie gemeinsam mit ihren Freund*innen sang. Trotz der Einwände des Vaters trat Doumbia 1980 anlässlich der Youth Week in Bamako auf – eine alle zwei Jahre stattfindende Veranstaltung, an der Künstler*innen aus dem ganzen Land teilnahmen. Nahawa Duombia gewann den Wettbewerb mit dem Song Tinye De Be Laban. Seit diesem Auftritt tritt sie immer in Begleitung ihres Ehemanns, dem Gitarristen N’Gou Bagayoko, auf und ihr Bekanntheitsgrad in Mali und Europa wuchs stetig. So stand sie bereits mit Größen wie Manu Dibango, Toure Kunda und Miriam Makeba auf der Bühne.

In der jüngeren Vergangenheit wurde sie im Zuge der Neuauflage ihres Albums bei Awesome Tapes From Africa wiederentdeckt und hat seitdem mit ihrer Musik weltweit Aufmerksamkeit erregt.

Wir freuen uns darauf, mit einer so kraftvollen und leidenschaftlichen Frau, mit einer echten Diva, in das Jahr 2020 zu starten.

African Acid Is The Future: Mdou Moctar

Das unkonventionelle Spiel seiner Tuareggitarre macht Mdou Moctar zu einem der innovativsten Interpreten zeitgenössischer Musik aus der Sahara. Dabei wird er besonders für seine poetischen Eigenkompositionen gefeiert. Er gilt als ein origineller Schöpfer in einem Genre, das von Coverbands definiert wird. Seitdem Sahara-Rock zu einem der größten Musikexporte des Kontinents geworden ist, schreddert Mdou Moctar seine Gitarre mit einer unerbittlichen und frenetischen Energie.

Mdou Moctar stammt aus einem kleinen Dorf im Zentralniger, in einer abgelegenen, von religiöser Tradition geprägten Region. Da weltliche Musik dort verboten war, brachte er sich selbst bei, auf einer selbstgebauten Gitarre zu spielen, die aus Holz zusammengesetzt war. Unter den Dorfjugendlichen wurde er sofort zum Star. Später überzeugten seine Lieder mit ihren Texten über Respekt, Ehre und Tradition zu seiner Überraschung auch lokale religiöse Führer.

2008 reiste Mdou nach Nigeria, um sein Debütalbum mit spacigem Autotune, Drumcomputer und Synthesizer aufzunehmen. Das Album wurde zu einem viralen Hit in den mp3-Netzwerken Westafrikas und ein Lied schaffte es auf die Compilation Music from Saharan Cellphones. 2013 veröffentlichte er Afelan, das aus field recordings von in seinem Dorf aufgenommenen Auftritten zusammengestellt wurde. Schließlich produzierte er 2017 mit Sousoume Tamachek ein Solo-Volksalbum, eine sanfte, fröhliche Aufnahme, die an ruhige Wüstenlandschaften erinnert. Ohne andere Bandmitglieder spielt er jedes Instrument auf der Platte selbst. "Ich bin ein sehr neugieriger Mensch und möchte die Tuareg-Musik weit bringen", sagt er.

Ilana, 2018 in Detroit aufgenommen, ist das neueste Werk von Moctar und wird das an diesem Abend neben den Klassikern aus seinem Repertoire zu hören sein, wenn er schließlich im Rahmen von African Acid Is The Future in der intimen Atmosphäre des Grünen Salons auftritt

African Acid Is The Future: Sourakata Koité

Einlass: 20:00, Beginn: 21:00
Tickets: 15 / erm. 10 €

Sourakata Koité wurde 1955 in einem senegalesischen Dorf nahe der Grenze zu Mauretanien geboren. Seine Familie gehört zu den djéli. Er war schon früh musikalisch aktiv und begann im Alter von drei Jahren die Kora zu lernen; mit elf Jahren trat er bereits gemeinsam mit anderen Mitgliedern der Familie auf. 1975 zog Koité nach Dakar und 1977 schließlich nach Paris, wo er seinen Lebensunterhalt mit Auftritten in gehobenen afrikanischen Restaurants bestritt. In Paris spielte Koité mit verschiedenen Bands und Musiker*innen, darunter Les Lézards, Les Ballets Kodia, La Kola, Le Griot de Paris, Manu Dibango, Jacques Higelin, Touré Kounda, Manfeï Obin, Mangala, Luther Allison und Mah Damba. Diese eklektischen musikalischen Begegnungen hatten auch Einfluss auf sein eigenes Schaffen. Koité erweiterte sein musikalisches Repertoire, begann selbst zu komponieren und eigenhändig Koras zu bauen. Er veröffentlicht regelmäßig und tourt weltweit.

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