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An Evening of Scores
with Renee Gladman, Fred Moten & a rawlings
16.11.
Grüner Salon

Diskurs
In englischer Sprache

In Zusammenarbeit mit den KW Institute for Contemporary Art veranstaltet der Grüne Salon einen Abend, dessen Programmpunkte darauf abzielen, die kompositorische Praxis der Vertonung (scoring) zu erweitern. Sie gehen der Frage nach, wie eine Partitur dafür genutzt werden kann, solche Schwelleneigenschaften wie das Verborgene, das Unmögliche, das Unlesbare und das Unbeleuchtete, die die Welt und unser Handeln in ihr maßgeblich prägen, zu aktivieren und sichtbar zu machen. Fred Moten leitet den Abend mit einer akustischen Kartierung und Lesung seines Gedichtbandes B. Jenkins ein. Daraufhin wird Renee Gladman, die aktuell Stipendiatin der KW ist, einen Vortrag über die visuelle Vertonung des Unbekannten halten. Abschließend spricht a rawlings in ihrer Lecture-Performance Ecopoethics in Action über den Begriff der Vertonung (scoring) und darüber, wie sich ein Gegenentwurf zur geochronologischen Kartierung des Anthropozän erstellen lässt.

Renee Gladman ist Autorin und Künstlerin. In ihrer Praxis beschäftigt sie sich mit Überschreitungen, Zwischenzonen und Topografien an der Schnittstelle von Poesie, Prosa, Zeichnung und Architektur. Sie ist Autorin von zwölf Büchern, darunter ein Romanzyklus über den fiktiven Stadtstaat Ravicka und seine Bewohner*innen, die „Ravickians“. Für Calamities, eine Sammlung zusammenhängender Auto-Essays über die Parallelen von Schreiben, Zeichnen und Gemeinschaftsbildung, wurde sie 2017 mit dem CLMP Firecracker Award for Creative Non-Fiction ausgezeichnet. Im Frühjahr 2019 erschien ihr kurzer Kriminalroman Morelia. Ihre Zeichnungen wurden erstmals in der Publikation Prose Architectures (2017) veröffentlicht. Darüber hinaus erscheint diesen Herbst One Long Black Sentence, eine Serie von weißen Tusche-Zeichnungen auf schwarzem Papier, die von Fred Moten zusammengestellt[3] wurde. Gladman erhielt Fellowships, Künstlerstipendien und Residencies unter anderem vom Radcliffe Institute for Advanced Study der Harvard University, der Foundation for Contemporary Arts, der Lannan Foundation und Non-Objectif Sud. Derzeit ist sie Writer-in-Residence an den KW Institute for Contemporary Art in Berlin.

Fred Motens forscht und arbeitet in den Bereichen Black Studies, kritische Theorie, Performance Studies und Poetik. Moten ist Autor zahlreicher Bücher, von denen zuletzt All That Beauty (Letter Machine Editions, 2019) erschienen ist. Aus der langfristigen Zusammenarbeit mit dem Theoretiker Stefano Harney gingen die Bücher The Undercommons: Fugitive Planning and Black Study und A Poetics of the Undercommons hervor, während der gemeinsam mit dem Künstler Wu Tsang das Buch Who Touched Me? verfasste. Moten lebt in New York und bekleidet einen Lehrstuhl am Department of Performance Studies an der New York University.

a rawlings ist eine kanadisch-isländische Künstlerin, die eine interdisziplinäre Praxis verfolgt. Sie ist Autorin von Wide slumber for lepidopterists (Coach House Books, 2006), Gibber (online, 2012), o w n (CUE BOOKS, 2015) und si tu (MaMa Multimedijalni Institut, 2017). 2014 wurde ihr Buch Wide slumber von Valgeir Sigurðsson und VaVaVoom als Musiktheaterstück adaptiert. Außerdem verfasste sie die Librettos Bodiless (für die Komponistin Gabrielle Herbst, 2014) und Longitude (für Davíð Brynjar Franzson, 2014). rawlings' Áfall / Trauma wurde 2013 für den Leslie Scalapino Award for Innovative Women Playwrights nominiert. Mit Maja Jantar bildet sie das Performance-Duo Völva, mit Rebecca Bruton das New-Music -Duo Moss Moss Not Moss. 2009–2010 hielt rawlings das Chalmers Arts Fellowship, 2012 war sie Stipendiatin des Queensland Poet-in-Residence-Programms. rawlings liebt in Island. Weitere Informationen unter: www.arawlings.is

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