de / en

Credit: Uriel Orlow

Forschungsmaschine:
Verschränkte Verfahren von Kunst und Theorie
Lecture-Performance von Uriel Orlow
Nächsten Donnerstag
19.09.

In deutscher Sprache

Uriel Orlow stellt sein Forschungsprojekt Theatrum Botanicum vor, ein Werkzyklus, der Pflanzen und Gärten als aktive Akteur*innen in Politik und Geschichte versteht und Verstrickungen zwischen Mensch und Natur sowie Europa und Afrika nachgeht. Das über mehrere Jahre angelegte Forschungsprojekt steht im Dialog mit Auseinandersetzungen zu Kolonialismus und Naturpolitik, welche postkoloniale und dekoloniale Studien sowie „südliche Epistemologien” durchlaufen.

Uriel Orlows Praxis ist forschungsorientiert, prozessorientiert und multidisziplinär mit Film, Fotografie, Zeichnung und Ton. Er ist bekannt für Einzelbild-Filmarbeiten, Vortragsperformances und modulare, multimediale Installationen, die sich auf bestimmte Orte und Mikrogeschichten konzentrieren und unterschiedliche Bildregime und Erzählweisen in Einklang bringen. Seine Arbeit beschäftigt sich mit Rückständen des Kolonialismus, räumlichen Manifestationen der Erinnerung, blinden Flecken der Repräsentation und Formen der Verfolgung.


Wie durchdringen sich Kunst und Forschung? Welche theoretischen Positionen hat die Kunst aufgenommen oder auf die Probe gestellt? Und welche transformativen Kräfte haben umgekehrt künstlerische Verfahren in der Theorie entfaltet?

Das Symposion öffnet ein Spektrum an künstlerischen Forschungsansätzen und fragt zugleich nach den Wirkungen von ästhetischen Verfahren auf die Theorie. Der Fokus liegt auf den Schnittstellen: Es werden Verbindungen offengelegt, die sich als produktiv für neue Denkformen jenseits der bekannten Einteilung in Kunst und Wissenschaft darstellen. Durch gegenseitige Anleihen, Entwendungen und Anverwandlungen hat sich ein neues Gefüge des Wissens gebildet, in dem sich begriffliches und sinnliches Denken, konzeptuelle und ästhetische Anteile, anders als bislang üblich miteinander verschränken.

Neben Präsentationen, Gesprächen und Lecture-Performances werden in einem moderierten Workshop-Programm Forschungsverfahren erprobt und diskutiert.

Das Symposion ist eine Veranstaltung der im letzten Jahr neu gegründeten Gesellschaft für künstlerische Forschung und der Deutschen Gesellschaft für Ästhetik und findet in Kooperation mit dem DFG-Graduiertenkolleg Das Wissen der Künste der Universität der Künste Berlin und dem Institut für Theorie der Zürcher Hochschule der Künste statt.

19.09.19, 21:00
> Tickets

Diese Website setzt Cookies ein. Mehr darüber erfahren Sie in unseren Hinweisen zum Datenschutz. > Mehrx