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Foto: Kirsty Allison

The Blood of a Poet I
05.10.
Roter Salon

Konzert

Poetry, Spoken Word, Music

19:00 Einlass, 20:00 Beginn

Poetry und Spoken Word rollen momentan über London, New York und Berlin hinweg. In einer Zeit, in der das Wort entfremdet und vergewaltigt wird, wächst das Verlangen nach Wahrhaftigkeit – und ähnlich den Beatpoeten der 60er Jahre entsteht eine gegenkulturelle Szene neuer Talente, gestützt durch erfahrene Veteranen. Moderne Poesie ist frech, rhythmisch, multikulturell und von Musik und Visuals verstärkt. Vorbei sind die Tage trocken rezitierter Kreuzreime. Spoken Word fordert heraus, reißt mit und am Ende tanzen alle.

Zusammen mit dem Poetry-Magazin „Cold Lips“ aus England organisiert die interdisziplinäre Künstlerin, Musikerin und Autorin Danielle de Picciotto einen (be-)rauschenden Abend mit unterschiedlichsten Beispielen dieser bahnbrechenden Ausdrucksform.

Lineup: Priscilla B. (Berlin), Vagrant Lovers (London), Danielle de Picciotto (Berlin/NYC), Sean Derrick Cooper Marquardt (USA/Berlin), Candice Nembhard (Birmingham/Berlin), Jasmina Al-Qaisi (Berlin) und DJ Ragu aka Alexander Hacke (Einstürzende Neubauten)

Priscilla B. (Berlin) ist eine Berliner Sprachlegende. Sie begann 1993 mit Slams, nicht als ernstzunehmender Versuch ein Unternehmen zu gründen, sondern um Künstlern einen Ort zu bieten, an dem sie frei und kreativ sein können, anders als in den Räumen, die damals von subventionierten Literaturhäusern zur Verfügung gestellt wurden.

Vagrant Lovers (London) Kirsty Allison und Gil de Ray sind Vagrant Lovers. Sie verknüpfen Spoken Word, elektronische Musik und Live-Beats mit Visuals. – Kirsty Allison ist auch die Herausgeberin des englischen Poetry-Magazin Cold Lips und feiert die neue Ausgabe an diesem Abend.

Danielle de Picciotto (Berlin/NYC) ist Musikerin, Spokenword-Künstlerin und Visual Artist. „Danielle de Picciotto vereint wunderliche und wundervolle Alltagsbeobachtungen mit magischem Realismus in Spoken Word-Poesie über zartschön fließender Ambient-Electronica. Wie de Picciotto es hinbekommt, diese sonst gerne anstrengende oder überambitionierte Kombination aus Lyrik und Track so unglaublich angenehm und krampflösend zu amalgamieren, wird wohl immer ein kleines aber umso schöneres Mysterium bleiben“ (Groove Magazin).

Sean Derrick Cooper Marquardt (USA/Berlin) aka MoreBlackThenGod ist Performancekünstler, Musiker und Komponist experimenteller Musik. Seine Kompositionen werden nach der ihm erfundenen Methode der zufälligen Gitarre live aufgenommen und mit Spoken Word durchmischt. Die Klänge sind „roh, erdig, mysteriös, kraftvoll, grobkörnig, dunkel, industriell, atmosphärisch, episch und beruhigend“.

Candice Nembhard (Birmingham/Berlin) ist Schriftstellerin, Dichterin, Künstlerin und Kuratorin. Sie ist Gründerin des afro-europäischen Archivs The Black Borough, Mitbegründerin des Schriftsteller- und Künstlerkollektivs Poet & Prophetess und Mitkuratorin der R.A.P.P.Party Berlin. Mit ihren Texten und Aufführungen spricht sie die schwarze karibische Diaspora und Queer-Identitäten an. Sie wird eine Reihe von Gedichten über Erinnerung und Reflexion aufführen.

Jasmina Al-Qaisi (Berlin), ist formal eine visuelle Ethnographin und Kulturkorrespondentin. Sie pendelt zwischen Ton und visueller Poesie. Sie lebt in Berlin und versteckt sich im Archiv des Kunst- und Projektraums SAVVY Contemporary. Für den Abend wird Jasmina ein paar selbstgemachte Ohrgerichte gegen Antipathie servieren.

DJ Ragu aka Alexander Hacke (Einstürzende Neubauten) macht einen seiner seltenen DJ-Auftritte.

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