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Foto: Hang Su

The Body Memory (UA)
MAM. manufaktur für aktuelle musik
Hang Su
29.09.19

Musiktheater
ca. 60 min

Ursprünglich in Köln verortet, haben sich Arbeitsschwerpunkt und Wohnorte der manufaktur für aktuelle musik inzwischen nach Berlin verlagert. THE BODY MEMORY, ihre zweite gemeinsame Arbeit mit dem chinesisch-deutschen Komponisten und Bildenden Künstler Hang Su, macht das Berlin der achtziger Jahre wieder lebendig, überblendet es mit Ritualen, die ins historische China führen.

Zwei Personen, die auf verschiedenen Seiten der Mauer wirkten, stehen im Zentrum. Jürgen Baldiga war der Fotograf der queeren Subkultur Westberlins. Noch 1986 war dagegen der Autor Ronald M. Schernikau in die DDR emigriert. Beide starben sie an den Folgen ihrer HIV-Infektion. Unveröffentlichtes aus beider Archiven bildet den Fundus dieser Erinnerungsreise, die Elemente aus Text, Performance und Konzert zu einem bilderreichen Theater vereint. In Hang Sus Aneignung wandeln sich Balidgas Fotografien in graphische Partituren. Nicht allein Klang, auch die Körperbewegung der ausführenden Musiker sind ihnen mit eingeschrieben. Unentwirrbar fließt auch Hang Sus eigenes Erinnern mit ein – seine damaligen Jahre des Fremdseins als Künstler zwischen zwei Kulturen. Nach Berlin gelangt so unter anderem auch die alte Legende um Hu Tianbao. Hingerichtet weil er Männer liebte, wird er von den Beamten der chinesischen Unterwelt in den Körper eines Kaninchens versetzt und zum Schutzpatron der Homosexuellen erhoben.

Eine Produktion von MAM.manufaktur für aktuelle Musik. Gefördert aus Mitteln der inm – Initiative für Neue Musik e.V. Unterstützt vom Schwulen Museum Berlin, Aron Neubert, Thomas Keck und Alan Schernikau

Besetzung
Konzept, Komposition, Regie, Bühne: Hang Su
Choreografie: Yotam Peled
Text: Daniel Schmidt, Hang Su

Mit: Paul Hübner, Trompete | Richard Haynes, Klarinette | Sabrina Ma, Percussion | Ludwig Obst, Stimme | Hang Su, Qin


BAM! Berliner Festival für aktuelles Musiktheater 2019

Berlin besitzt die wohl größte und pulsierendste freie Musiktheaterszene Europas. Nirgendwo gibt es eine größere Anzahl von Akteurinnen und Akteuren, Gruppen und Ensembles, die sich einem alternativen Musiktheater verschrieben haben.

Seit letztem Jahr besitzt Berlin auch ein Festival dieser Szene – BAM!

Vom 26. bis 29. September 2019 präsentiert BAM! dreizehn Produktionen zeitgenössischen Musiktheaters und vier Late Night Performances in über dreißig Aufführungen, die sich in unterschiedlichsten Ansätzen zu einem Panorama kontrastierender Ausblicke auf ein Musiktheater unserer Tage verbinden. Seinen Anker wirft BAM! in diesem Jahr in der Volksbühne aus. Acker Stadt Palast, Ballhaus Ost und die St. Elisabeth Kirche ergänzen als Satelliten den Festivalraum. In der Festival-Lounge im Grünen Salon der Volksbühne können sich Festivalgäste, Künstlerinnen und Künstler bis in den späten Abend begegnen.

Berlin – und über Berlin hinaus: In vielen Ländern Europas existieren Szenen freien Musiktheaters, die kaum untereinander vernetzt sind und sich in ihrer Formsprache stark unterscheiden. BAM! sucht künftig den Austausch zu je einem weiteren geographischen Zentrum. In diesem Jahr gesellen sich unter dem Label »Berlin Meets Rotterdam« in Partnerschaft mit den Operadagen Rotterdam und mit Unterstützung von dutch performing arts drei wichtige Ensembles der holländischen Musiktheaterszene zu den Berliner Akteur*innen, ergänzt durch ein begleitendes Symposium zu Hintergründen von Arbeitsweisen, Fördersystemen und Ästhetiken der beiden Zentren Berlin und Holland.

Das komplette Programm und ausführliche Informationen zu BAM! finden sich unter www.bam-berlin.org.

Mit: Beins/Vorfeld, Björnsson/Marx, Club Gewalt, Derossi & Celestino, Hauen und Stechen, Hube de Graaff, Johannes Kreidler, MAM.manufaktur für aktuelle musik, NOVOFLOT, DieOrdnungDerDinge, Opera Lab Berlin & Ensemble Garage, Project Wildeman, Sirje Viise, u.a.

Spielorte:
Volksbühne Berlin | Linienstraße 227 | 10178 Berlin
Ballhaus Ost | Pappelallee 15 | 10437 Berlin
Acker Stadt Palast | Ackerstraße 169/170 | 10115 Berlin
St. Elisabeth Kirche | Invalidenstr. 4a | 10115 Berlin

Preise und Rabatte:
Tickets kosten einheitlich 14 € (ermäßigt 9 €).
Der Normalpreis von 14 € ermäßigt sich im Vorverkauf
> von 3 und 4 Tickets auf 12 €,
> von 5 und 6 Tickets auf 10 €,
> von 9 Tickets auf 9 € je Ticket.
Entsprechender Nachlass gilt auch bei ermäßigten Tickets.

Rabatte:
3 Tickets 36 € (statt 42 €) / ermäßigt 24 € (statt 27 €)
4 Tickets 48 € (statt 56 €) / ermäßigt 32 € (statt 36 €)
5 Tickets 50 € (statt 70 €) / ermäßigt 35 € (statt 45 €)
6 Tickets 60 € (statt 84 €) / ermäßigt 42 € (statt 54 €)
9 Tickets 81 € (statt 126 €) / ermäßigt 45 € (statt 81 €)

Der Kauf mehrerer Tickets zum Rabattpreis beinhaltet die Festlegung auf feste Vorstellungen. Rabatte werden nicht auf den Kauf mehrerer Tickets für dieselbe Vorstellung gewährt. Die Rabattpreise können nur an unseren Kassen, per E-Mail an besucherservice@volksbuehne-berlin.de oder telefonisch unter +49 (0)30 240 65 777 gebucht werden.

Auch für Vorstellungen, die im Vorverkauf nicht mehr erhältlich sein sollten, hält die Abendkasse jeweils ein Restkontingent bereit.

BAM! Berliner Festival für aktuelles Musiktheater ist eine Veranstaltung des ZMB – Zeitgenössisches Musiktheater Berlin e.V. in Kooperation mit Volksbühne, Acker Stadt Palast, Ballhaus Ost, Kultur Büro Elisabeth und Operadagen Rotterdam. Gefördert durch die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa (Spartenoffene Förderung), den Performing Arts Fund NL und die Rudolf Augstein Stiftung. In Zusammenarbeit mit dem Monat der zeitgenössischen Musik Berlin. Medienpartner sind Theater der Zeit, VAN Webmagazin für klassische Musik, taz. die tageszeitung und RBB Kulturradio.

29.09.19, 16:30
> Tickets

29.09.19, 19:00
> Tickets

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