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Foto: Ekko von Schwichow

Die Übernahme
Wie Ostdeutschland Teil der Bundesrepublik wurde
Eine Bilanz zum 30. Jahrestag der Friedlichen Revolution
07.10.
Großes Haus

Diskurs
In deutscher Sprache

Podium mit:
Judith Enders, Mitbegründerin der Initiative „Dritte Generation Ostdeutschland“
Peggy Piesche, Heinrich-Böll-Stiftung, Kulturwissenschaftlerin
Jakob Hein, Autor
Ilko-Sascha Kowalczuk, Autor des Buches Die Übernahme. Wie Ostdeutschland Teil der Bundesrepublik wurde

Begrüßung: Jonathan Beck, Verlag C.H.Beck
Moderation: Jens Bisky, Süddeutsche Zeitung
Musik: Carsten Gradmann, dr und Markus Behrsing, sax

Noch am Morgen des 9. November 1989 ahnte niemand, dass die Mauer fallen würde. Es begann eine Zeit, in der täglich die Phantasie die Realität überholte. Während sich im Osten in atemberaubendem Tempo für alle alles änderte, änderte sich im Westen kaum etwas.

30 Jahre nach der Friedlichen Revolution ist es Zeit für eine Bilanz: Was genau lief im Osten ab? Welche Vorstellungen und Hoffnungen verbanden die Menschen mit dem Umbruch und der deutschen Einheit? Wie haben die damaligen Erfahrungen, die von vielen als traumatisch erlebt wurden, die Einstellungen zur Demokratie geprägt? Das Podium diskutiert harte Fakten und persönliche Erfahrungen und lädt zur Debatte ein.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, der Robert-Havemann-Gesellschaft, der taz und dem Verlag C.H.Beck. Die Robert-Havemann-Gesellschaft wird gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien und durch den Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Zum Buch: Ilko-Sascha Kowalczuk, Die Übernahme. Wie Ostdeutschland Teil der Bundesrepublik wurde

Dreißig Jahre nach dem Mauerfall ist es an der Zeit, Bilanz zu ziehen. Was genau lief im Osten ab, als er vom Westen übernommen wurde? Warum ist Ostdeutschland immer noch nicht in der Bundesrepublik angekommen? Und weshalb sind Populisten und Extremisten hier so erfolgreich? Ohne Scheuklappen stellt der ostdeutsche Historiker Ilko-Sascha Kowalczuk in seinem Buch harte Fakten neben persönliche Erfahrungen – und liefert damit das politische Buch der Stunde.

Die Revolution in der DDR kam völlig überraschend. Als die Mauer fiel, hatte niemand damit gerechnet. Die Herstellung der deutschen Einheit erfolgte in einem rasanten Tempo. Fast nichts blieb im Osten so, wie es war. Die Menschen mussten ihren Alltag, ihr Leben von heute auf morgen komplett neu einrichten. Die sozialen Folgen waren enorm und sind im Westen bis heute meist unbekannt. Ilko-Sascha Kowalczuk erklärt in seinem kurzweiligen Essay, wie sich die Umwandlung Ostdeutschlands vollzog, welche Gewinne und Verluste die Menschen dort verbuchten und wie die ostdeutsche Gegenwart mit der Vergangenheit von vor und nach 1989 zusammenhängt. Er entfaltet dabei ein breites politisches, ökonomisches und gesellschaftliches Panorama – mit Ecken und Kanten, voller Überraschungen und Zuspitzungen. Eine kontroverse Debatte zum Jubiläum ist garantiert.

Ilko-Sascha Kowalczuk ist Projektleiter in der Forschungsabteilung der Stasi-Unterlagen-Behörde. Er hat zahlreiche Bücher zur DDR-Geschichte veröffentlicht.

07.10.19, 20:00
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