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Ost-Berlin
Revue einer verpassten Gelegenheit
04.11.
Großes Haus

In deutscher Sprache

Alexanderplatz, 4. November 1989. Eine alte Schauspielerin zitiert Brechts Lob der Dialektik. Ein Stasi-General a. D. räumt ein, dass seine Führung in einer Scheinwelt lebte. Eine Bürgerrechtlerin spricht vom Ende des Schweigens und vom Anfang der Hoffnung. Hunderttausende hören zu. Sie klatschen, sie jubeln, manchmal pfeifen und buhen sie auch. Doch in einem sind sie sich einig: Sie sind zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Es ist die Gelegenheit, die DDR zum Besseren zu verändern. Der Rest ist Geschichte, die noch gemacht werden muss. Denn es gibt ja auch die Gegenwart. Oder sind wir schon wieder zu spät?

30 Jahre nach der großen Versammlung auf dem Alex kehrt das Ereignis dorthin zurück, wo es seinen Anfang nahm: an das Haus, das die Demonstration gemeinsam mit anderen Theatern initiiert, organisiert und den Theater-LKW zum Rednerpult gemacht hat.

Ein post- und prärevolutionärer Kessel Buntes mit Szenen, Musik, Film und einem Lada.

Mit: Georg Katzer, Margarita Breitkreiz, Annekathrin Bürger, Funny van Dannen, Knorkator, Luise Meier, Elke Erb, Bolschewistische Kurkapelle Schwarz-Rot, Jürgen Kuttner, Herbst in Peking, Mex Schlüpfer und Band, feat. Samia Dauenhauer, Suse Wächter, Ostberlin Androgyn, Sir Henry u. a. Unter Anleitung von Milan Peschel und Marion Brasch; Regie: Christian Filips

Eine Kooperation mit dem Stadtmuseum Berlin im Rahmen der Ausstellung „Ost-Berlin. Die halbe Hauptstadt“, mit Unterstützung vom Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF).

22:00, Grüner Salon
Die Postrevolution tanzt. Und ihre Kinder!
Die Nachfeier mit DJ Sven van Thom

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