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Festival POSTWEST

Großes Haus
27.05.-31.05.20

Vom 27. bis 31. Mai 2020 planen wir ein transkulturelles Theater-­Festival unter dem Titel POSTWEST. In Berlin, dem europäischen Fenster zum Osten, zeichnet sich die Volksbühne als genossen­schaftlich erbautes Haus durch eine bewegte Geschichte zwischen Ost und West aus. Das Festival nimmt den „Zwischenort“ Volksbühne als Ankerpunkt, öffnet das Fenster in den Osten und macht die Kunstschaffenden selbst zu Akteur*innen, die Zuschreibungen analysieren, um sie auf ihre eigene Art mitzugestalten.

Gemeinsam mit den Partnertheatern aus Osteuropa, die in ihren Ländern als Orte der Reflexion und kritischen Auseinandersetzung mit der gesellschaftspolitischen Situation agieren, werden Neuproduktion entstehen, die den fraglichen Konflikt zwischen Ost und West herausfordern, das Konzept und die damit verbundenen Stereotype hinterfragen. Rund um die Festivalproduktionen sind verschiedene künstlerische und diskursive Formate geplant, um die Theaterstücke zu ergänzen und das inhaltliche Spektrum auszubauen.

Gefördert durch die

www.kulturstiftung-bund.de


Vergangene Veranstaltungen

Ivan Krastev: The Light That Failed – A Reckoning

Buchpremiere
Englisch mit deutscher Konsekutivübersetzung von Johannes Hampel

[logo postwest 112] Eine Veranstaltung des internationalen Festivals POSTWEST

Anlässlich der deutschsprachigen Veröffentlichung von Das Licht, das erlosch – Eine Abrechnung spricht Susan Neiman (Direktorin des Einstein Forums, Potsdam) mit dem Autor Ivan Krastev über die Ursachen der aktuellen globalen Krisen.​

Mit dem Mauerfall und dem Zusammenbruch der Sowjetunion wurde das Modell freiheitlicher Demokratie vermeintlich alternativlos. Heute zerbricht die liberale Welt vor unseren Augen. Populismus, Nationalismus und die Abkehr von freiheitlichen Werten begleiten ihren Niedergang. Der Westen hat den Kalten Krieg gewonnen und doch seine politische Strahlkraft verloren. Wie konnte es dazu kommen?

In ihrer politischen Analyse Das Licht, das erlosch argumentieren Ivan Krastev und Stephen Holmes, dass sich das vermeintliche „Ende der Geschichte“ als der Beginn des „Zeitalters der Imitation“ entpuppt hat. Fast drei Jahrzehnte lang lautete der Imperativ für den Osten: „Imitiert den Westen!“ Dabei erwies sich, dass das Leben des Imitators zunehmend von Gefühlen der Unzulänglichkeit, Minderwertigkeit, Abhängigkeit und des Verlusts der eigenen Identität beherrscht wird.

Ivan Krastev,* 1965 in Bulgarien, ist Politikwissenschaftler. Krastev ist Vorsitzender des Centre for Liberal Strategies in Sofia und Permanent Fellow am Institut für die Wissenschaften vom Menschen in Wien, wo er den Schwerpunkt Die Zukunft der Demokratie leitet. Er schreibt für die internationale Ausgabe der New York Times. 2017 erschien sein Essay Europadämmerung.

Gefördert durch die

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Pressestimmen
"Ivan Krastev ist einer der großen europäischen Denker unserer Zeit." Timothy Snyder

"Krastev zu lesen ist ein Genuss, denn in seiner stilistischen Kunst finden die Liebe zur Literatur, die politische Illusionslosigkeit und die Schönheit des Gedankens zusammen." Elisabeth von Thadden, DIE ZEIT

"Ivan Krastev ist einer der führenden Intellektuellen Europas." Madeleine Albright

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