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Forecast
von Ari Benjamin Meyers und Wannes Gyselinck

Performance

Großes Haus
Uraufführung am 22.04.20

Der US-amerikanische Künstler und Komponist Ari Benjamin Meyers arbeitet an den Schnittstellen von Musik, Theater, Performance und Live Installation und sucht die jeweils besonderen Register der verschiedenen Genres auszuspielen und deren unterschiedliche Wirkungsmechanismen in neue Verbindungen zu bringen.

Seine neueste Arbeit Forecast widmet sich dem Wetter als Phänomen und Ausgangspunkt für einen Abend über Vorhersehbarkeit und den Menschen als Erfinder der Zukunft mit seinem Bedürfnis nach Prognose und Imagination.

Die Launenhaftigkeit des Wetters, sein Spiel mit Extremen, haben wir Menschen versucht, in Gestalt von Göttern und metaphysischen Mächten zu bannen. Zugleich erscheint uns das Wetter als eine Äußerung der Natur, die wir interpretieren, kommentieren und mit Messinstrumenten und Berechnungen erfassen wollen. Aber sind nicht sogar unsere naturwissenschaftlichen und meteorologischen Bemühungen nur eine weitere Spielart und Form, für das Wetter ein Narrativ zu schaffen, nämlich das der Naturgesetze, welches das Unerklärliche erklärt? Im Anthropozän müssen wir uns mittlerweile die Frage stellen, ob die Karten nicht doch ganz anders verteilt sind. Sind wir nicht selbst Akteure im Spiel der Natur und müssen Verantwortung für etwas übernehmen, das wir nicht einschätzen können? Oder nach Hildegard von Bingen: Ist das Wetter nicht die Vorhersage selbst?

Besetzung
Mit: Johanna Bantzer, Ursula Werner
Musiker*innen: Nico van Wersch (Gitarre, Bandleitung), Hilary Jeffery (Posaune), Jan Terstegen (E-Gitarre), Thomsen Merkel (E-Bass), Susanne Fröhlich (Blockflöte), Gunnhildur Einarsdóttir (Harfe), Liam Byrne (Viola da Gamba)

Regie und Komposition: Ari Benjamin Meyers
Text und Recherche: Wannes Gyselinck
Bühne: Eva Veronica Born
Kostüme: Lea Søvsø
Licht: Kevin Sock
Dramaturgie: Arved Schultze

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