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Foto: David Baltzer

2 um 8: Der radioeins und Freitag Salon
Jakob Augstein im Gespräch mit Friederike Otto
16.09.

Diskurs
In deutscher Sprache

Ignorantes Klima – sind wir noch zu retten?

Jakob Augstein diskutiert mit Friederike Otto über Klimapolitik, realisierbare Utopien, Protestkultur und natürlich das Wetter

Das Wetter wird immer extremer: Hitzewellen, Dürren, Stürme und Hochwasser begleiten vor allem die Sommermonate. Sind das nur Wetterphänomene oder Zeichen des Klimawandels? Und wer sind eigentlich die Schuldigen? Länder und Regierungen, Wirtschaft und Kapitalismus oder die Menschheit an sich? Diese Fragen versucht Physikerin und Philosophin Friederike Otto in Ihrem aktuellen Buch „Wütendes Wetter“ zu beantworten. Sie leitet als stellvertretende Direktorin das Environmental Change Institute in Oxford und untersucht Wetterphänomene. Vor fünf Jahren hat sie die neue wissenschaftliche Ausrichtung Attribution Science, zu Deutsch: „Zuordnungswissenschaft” mitbegründet. Ihre Methodik beruht darauf, die reale Welt mit einer heilen Parallelwelt ohne Treibhauseffekt zu vergleichen und so die Ursachen für einzelne Wetterphänomene bestimmen zu können. „Die Zahlen belegen: Eine Hitzewelle wie in Deutschland 2018 ist durch den Klimawandel mindestens doppelt so wahrscheinlich geworden wie früher“, so die Wissenschaftlerin. Ihr Ziel: Politiker sollen sich nicht mehr auf einen generellen Klimawandel berufen können, um Missmanagement und eigenes Versagen zu vertuschen.

Im radioeins und Freitag Salon setzt sich der Journalist und Verleger Jakob Augstein einmal im Monat mit einem Gast an einen Tisch und redet – über das Politische in der Kultur, über die Gesellschaft und ihre Zwänge, über die Mechanismen von Öffentlichkeit und Lüge, und über das Verschwinden der Demokratie im Kapitalismus. Radio Eins sendet live.

Hier verstummt die Erregungsmaschine des Internets. Der Freitag Salon ist "unplugged", wie man früher gesagt hätte. Echte Menschen reden über echte Themen und üben sich in Fähigkeiten, die rar zu werden drohen: Zeit nehmen, zuhören, verstehen, lernen.

Das – unerreichte – Vorbild dieses aktuellen politischen Diskussionsformats sind die legendären Gespräche des Journalisten Günter Gaus, die im Fernsehen gezeigt wurden, als dieses noch schwarz-weiß war.


Vergangene Veranstaltungen

2 um 8: Der radioeins und Freitag Salon Jakob Augstein im Gespräch mit Sophie Passmann

Jakob Augstein diskutiert mit Sophie Passmann über die aktuelle Debattenkultur, linke Utopien, Europa und alte weiße Männer

Viel Lärm um nichts oder zu wenig? Stirbt die Debattenkultur?

Was ist los mit dem Journalismus und dem öffentlichen Diskurs? Ist etwa das Reden und Schreiben über Dinge zu einem Ende gekommen? Fakten und Fiktion, Rechts und Links, Freiheit und Grenzen – Themen, die eine respektvolle Debatte fordern. Manchmal scheint es aber gar nicht mehr um die Sache zu gehen, sondern vielmehr darum, wer überhaupt diskutieren darf. Grundsatzfrage: Sollte man mit jedem reden? Auch mit Rechten und Diskriminierenden, mit alten weißen Männern? Unbedingt! Da sind sich Freitag-Verleger Jakob Augstein und Autorin Sophie Passmann schon einmal einig. Dass dies gewiss nicht für alle Themen gilt, wird sich an diesem Abend zeigen.

Sophie Passmann ist Moderatorin und Autorin. Ihr Buch Alte Weiße Männer war ein Bestseller, sie ist Ensemble-Mitglied des Neo Magazin Royale mit Jan Böhmermann und Moderatorin bei 1LIVE. Sie schreibt monatlich die Kolumne Alles oder Nichts für das ZEIT magazin und moderiert außerdem den Fernseh-Podcast Die Schaulustigen. In der Zeit, die übrig bleibt, redet sie auf Instagram über Politik und auf Twitter zettelt sie Streit mit alten weißen Männern an.

Im radioeins und Freitag Salon setzt sich der Journalist und Verleger Jakob Augstein einmal im Monat mit einem Gast an einen Tisch und redet – über das Politische in der Kultur, über die Gesellschaft und ihre Zwänge, über die Mechanismen von Öffentlichkeit und Lüge, und über das Verschwinden der Demokratie im Kapitalismus. Radio Eins sendet live.

Hier verstummt die Erregungsmaschine des Internets. Der Freitag Salon ist "unplugged", wie man früher gesagt hätte. Echte Menschen reden über echte Themen und üben sich in Fähigkeiten, die rar zu werden drohen: Zeit nehmen, zuhören, verstehen, lernen.

Das – unerreichte – Vorbild dieses aktuellen politischen Diskussionsformats sind die legendären Gespräche des Journalisten Günter Gaus, die im Fernsehen gezeigt wurden, als dieses noch schwarz-weiß war.

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2 um 8: Der radioeins und Freitag Salon Jakob Augstein im Gespräch mit Sawsan Chebli

Jakob Augstein diskutiert mit Sawsan Chebli über die Herausforderungen von Demokratie und Gesellschaft in Zeiten von Populismus und Online-Hetze.

Angriffe auf die Demokratie – Was tun gegen rechte Hetze im Netz?

Wer heute in der Öffentlichkeit steht, wird häufig unfreiwillig zur Zielscheibe. Trolle im Internet, Rassisten auf der Straße, Populisten in der Gesellschaft – rechte Attacken zielen mit Vorliebe auf Migranten, Frauen und sozial Benachteiligte. Auch Sawsan Chebli, Berliner Staatssekretärin für bürgerliches Engagement und Internationales, wird damit täglich konfrontiert und erhält Hassbriefe, diskriminierende Kommentare auf Twitter oder verbale Drohungen. Aufgrund der vielen Hass-Nachrichten auf Facebook hat sie ihren Account im Oktober 2018 deaktiviert. Trotzdem lässt sich Chebli davon nicht bremsen: „Die Angriffe auf unsere Demokratie von perfekt organisierten rechten Bewegungen und Parteien - insbesondere in den sozialen Medien - werden immer brutaler. Und wir? Wir sind entweder still oder im Reaktionsmodus. Es ist an der Zeit, dass wir selbst den Ton angeben.“ Aber wie kann das gelingen?

Im radioeins und Freitag Salon setzt sich der Journalist und Verleger Jakob Augstein einmal im Monat mit einem Gast an einen Tisch und redet – über das Politische in der Kultur, über die Gesellschaft und ihre Zwänge, über die Mechanismen von Öffentlichkeit und Lüge, und über das Verschwinden der Demokratie im Kapitalismus. Radio Eins sendet live.

Hier verstummt die Erregungsmaschine des Internets. Der Freitag Salon ist "unplugged", wie man früher gesagt hätte. Echte Menschen reden über echte Themen und üben sich in Fähigkeiten, die rar zu werden drohen: Zeit nehmen, zuhören, verstehen, lernen.

Das – unerreichte – Vorbild dieses aktuellen politischen Diskussionsformats sind die legendären Gespräche des Journalisten Günter Gaus, die im Fernsehen gezeigt wurden, als dieses noch schwarz-weiß war.

2 um 8: Der radioeins und Freitag Salon Jakob Augstein im Gespräch mit Talal Derki

Das Erbe der Gewalt: Der IS, Syrien und die Kinder des Krieges

Wie wird ein Kind zum Jihadisten? Und wie viel Zeit ist genug, um Menschen und ihre Beweggründe wirklich kennenzulernen? Wenn es nach dem syrischen Dokumentar-Regisseur Talal Derki geht, dann reichen Tage und Wochen nicht aus. Um zu verstehen, wie und warum sich Kinder in Syrien radikalisieren und dem IS anschließen, filmte Derki, 330 Tage, verteilt auf einen Zeitraum von über zweieinhalb Jahren die Familie von Abu Osama. Der Mitbegründer von „Al-Nusra“, dem syrischen Ableger von Al-Qaida träumt davon ein islamisches Kalifat zu errichten und erzieht seine beiden ältesten Söhne nach den Regeln der Scharia. „Die Perspektive der Kinder offenbart nicht nur den ganzen Wahnsinn des Krieges sondern auch ihre eigene kindliche Art, die Hoffnung nicht zu verlieren“, so Talal Derki. Mit seinem Oskar-nominierten Dokumentarfilm „Of Fathers and Sons“ gibt er Einblicke in ein vom Krieg verwüstetes Land und seine gespaltene Gesellschaft auf der Suche nach einer besseren Zukunft.

Jakob Augstein diskutiert mit Talal Derki über Syrien, die Psychologie des Krieges und seine Arbeit. Anlässlich des Gesprächs zeigt das Kino BABYLON am 29.04.19 um 17:30 Talal Derkis aktuellen Film Of Fathers and Sons. Informationen und Tickets erhalten sind auf der Kino-Website erhältlich.

Im radioeins und Freitag Salon setzt sich der Journalist und Verleger Jakob Augstein einmal im Monat mit einem Gast an einen Tisch und redet – über das Politische in der Kultur, über die Gesellschaft und ihre Zwänge, über die Mechanismen von Öffentlichkeit und Lüge, und über das Verschwinden der Demokratie im Kapitalismus. Radio Eins sendet live.

Hier verstummt die Erregungsmaschine des Internets. Der Freitag Salon ist "unplugged", wie man früher gesagt hätte. Echte Menschen reden über echte Themen und üben sich in Fähigkeiten, die rar zu werden drohen: Zeit nehmen, zuhören, verstehen, lernen.

Das – unerreichte – Vorbild dieses aktuellen politischen Diskussionsformats sind die legendären Gespräche des Journalisten Günter Gaus, die im Fernsehen gezeigt wurden, als dieses noch schwarz-weiß war.

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2 um 8: Der radioeins und Freitag Salon Jakob Augstein im Gespräch mit Martin Schulz

Hätte, hätte Fahrradkette:
Martin Schulz, die SPD und lauter verpasste Chancen

Martin Schulz war für einen kurzen, hellen Moment die Hoffnung der deutschen Sozialdemokratie, die Hoffnungen so dringend braucht. Denn die SPD ist in ihrer schwersten Krise und ob die viel zu späte Abkehr von der Agenda 2010 endlich einen Neubeginn einläutet, ist alles andere als sicher. Erst der Hype dann der Absturz: wenige Politiker haben in einer so kurzen Zeit eine so rasante Achterbahnfahrt erlebt wie Martin Schulz.

Jakob Augstein diskutiert mit dem früheren SPD-Vorsitzenden und Kanzlerkandidaten Martin Schulz über Verlockungen und Versuchungen der Macht und über die Zukunft der Sozialdemokratie.

Im radioeins und Freitag Salon setzt sich der Journalist und Verleger Jakob Augstein einmal im Monat mit einem Gast an einen Tisch und redet – über das Politische in der Kultur, über die Gesellschaft und ihre Zwänge, über die Mechanismen von Öffentlichkeit und Lüge, und über das Verschwinden der Demokratie im Kapitalismus. radioeins sendet live. Hier verstummt die Erregungsmaschine des Internets. Der Salon ist "unplugged", wie man früher gesagt hätte. Echte Menschen reden über echte Themen und üben sich in Fähigkeiten, die rar zu werden drohen: Zeit nehmen, zuhören, verstehen, lernen. Das – unerreichte – Vorbild dieses aktuellen politischen Diskussionsformats sind die legendären Gespräche des Journalisten Günter Gaus, die im Fernsehen gezeigt wurden, als dieses noch schwarz-weiß war.

Jakob Augstein ist seit 2008 Verleger und Chefredakteur der Wochenzeitung „der Freitag“. 1967 in Hamburg geboren, studierte er von 1989 bis 1993 Politik an der Freien Universität Berlin und am Institut d'études politiques de Paris. Er war zehn Jahre lang für die Süddeutsche Zeitung als Reporter in Berlin und den neuen Bundesländern unterwegs. Von 2011 bis 2018 schrieb er die Kolumne „Im Zweifel links“ auf „Spiegel online“ und liefert sich mit dem stellvertretenden Chefredakteur der Bildzeitung, Nikolaus Blome, in der Phoenix-Sendung „Augstein und Blome“ einen wöchentlichen Schlagabtausch zum politischen Thema der Woche.

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