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Eine Odyssee
nach Homer
neu erzählt von Thorleifur Örn Arnarsson und Mikael Torfason

Schauspiel
4h, eine Pause
Deutsch mit englischen Übertiteln

„Es ist die Geschichte der Versäumnisse und Fehler und Tode aller seiner Weggefährten. Es ist die Geschichte vom einzigen Überlebenden. Und sie wird von ihm erzählt.“ (Eine Odyssee)

Homers Odyssee (8. Jh. v. Chr.) beginnt zehn Jahre nach der Niederlage Trojas und ist ohne den Krieg nicht zu denken. Zwar gehört Odysseus den siegreichen Griechen an, doch dauert seine Irrfahrt ob Poseidons Fluch weitere zehn Jahre bis zur Heimkehr nach Ithaka. Lässt sich das Leben nach Stationen in der Ferne und allein auf dem Meer nahtlos fortsetzen? Was bedeutet Realität, wenn der Mythos um die trojanische Schlacht diese längst ersetzt hat? Das Trauma erfasst auch die Familie. Penelope verharrt in der Nicht-Zeit an einem Ort, belagert von den Freiern. Ihrer beider Sohn Telemachos ist vaterlos im patriarchalen System aufgewachsen und Odysseus dessen bloße Projektion einer Heldenfigur.

Echos des Krieges – in Afghanistan und Vietnam – hallen nach. Oder hat die Wirklichkeit den Mythos in seiner nicht linearen Komplexität längst eingeholt? Odysseus erzählt seine Geschichte, die Thorleifur Örn Arnarsson und Mikael Torfason gemeinsam mit dem Ensemble im Bühnenraum multiperspektivisch aufladen, denn Niemand ist Odysseus.

Uraufführung war am 12.09.19.

Besetzung
Mit: Sólveig Arnarsdóttir, Johanna Bantzer, Sarah Franke, Claudio Gatzke, Jella Haase, Robert Kuchenbuch, Daniel Nerlich, Silvia Rieger, Sarah Maria Sander, Nils Strunk, Theo Trebs und Gabriel Cazes (Musikalischer Leiter), Damiàn Dlaboha (Musiker), Sir Henry (Musiker), Laura Witzleben (Tänzerin)

Regie: Thorleifur Örn Arnarsson
Bühne: Daniel Angermayr
Kostüme: Karen Briem
Musik: Gabriel Cazes
Choreografie: Laura Witzleben
Assistenz und Übersetzung: Damiàn Dlaboha
Video: Voxi Bärenklau, Nanna MBS
Licht: Kevin Sock
Dramaturgie: Degna Martens

Die Inszenierung verwendet Zitate aus:
Euripides: Helena. Übersetzt von Peter Handke. Insel Verlag Berlin 2010
Heiner Müller: Traumwald. In: Ders.: Werke 1, Die Gedichte. Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main 1998
Quintus von Smyrna: Der Untergang Trojas. Bd. II, Bücher 8-14. hrsg. und komm. von Ursula Gärtner, wbg (Wissenschaftliche Buchgesellschaft) Darmstadt 2010
THE SATANIC VERSES by Salman Rushdie. Copyright © 1981, Salman Rushdie, used by permission of The Wylie Agency (UK)
Limited.

24.11.19, 18:00
> Tickets

14.12.19, 19:00
> Tickets

Medien

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Foto: Vincenzo Laera

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Animation: Skizzomat / Marie Emmermann

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