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Torstraßenfestival 2019
Der Knoten
07.09.
Großes Haus, Salons, Foyers

Konzert

Line Up: BEA1991, Chris Imler, CTM, Die Wände, Duendita, Ebow, Gazino Neukölln, Holiday Sidewinder, Jason Harvey, Jealous, Jessica Pratt, John Moods, Juba, Michaela Meise, Mobilegirl, Operators, P.A. Hülsenbeck, rkss, Shunaji, Swoosh, Tara Nome Doyle, The Chap – und einige mehr.

»Eines der lohnenswertesten Festivals für Musik von morgen« Spex

Im neunten Jahr ziehen wir die Stränge des Torstraßenfestivals für eine Sonderausgabe an der Volksbühne zusammen. An einem Tag (und einer Nacht) kreuzen sich musikalische Entdeckungsreisen zwischen 28 Konzerten und DJ-Sets auf insgesamt sechs Bühnen, sowie dem Independent Label Market in den Foyers. Der rote Faden ist dabei wie immer Musik aus Berlin und der Austausch zwischen verschiedenen Musikszenen, Künstler*innen, Akteur*innen und Publikum.

Der Knoten gilt uns dabei als Leitmotiv. Er steht für Verknüpfungen, Verbindungen und Zusammenhalt. Er lässt sich festigen oder lösen, auf verschiedenste Arten knoten und jede*r kann ihn machen. Er ermutigt zum Ausprobieren, festgefahrene Strukturen aufzubrechen, Narrative zu hinterfragen, neue Verbindungen zu knüpfen oder sich an seine Entwirrung heranzuwagen. Ebenfalls erinnert er uns an eine urbane Utopie, in der Menschen verschiedener Hintergründe im engen Austausch gesellschaftliche Fragen gemeinsam verhandeln. Unser Knoten führt unterschiedlichste Sounds, Szenen, Menschen und Ideen für einen Tag an einem Ort zusammen.

Zeitplan:
12:00–18:00 Independent Label Market (Eintritt frei)
14:00–18:00 Konzerte 3. Stock, Roter Salon, Grüner Salon, Sternfoyer
20:00 Konzerte Großes Haus
23:00–5:00 Clubnacht

Das Festivalticket inkludiert das gesamte Programm Tag und Nacht. Für die Clubnacht wird es auch Tickets an der Abendkasse geben.

Einlass begrenzt, nur nach maximaler Kapazität der Spielstätte.

www.torstrassenfestival.de

Partner: Musicboard Berlin, Amplify Berlin, Independent Label Market
Medienpartner: Alex Berlin, Ask Helmut, ByteFM, Crack Magazine, Die Epilog, Exberliner, Jungle World, KCRW, Schmutz, SPEX, The Chop

Großes Haus

Jessica Pratt
Mit ihrem dritten Album »Quiet Signs« kehrt die kalifornische Sängerin und Song-Schreiberin Jessica Pratt zurück nach Berlin. Drauf zu hören: Neue, eigensinnige, eingängige und eindringliche Werke aus dem introvertierten Kosmos der Freak-Folk-Ikone.

P.A. Hülsenbeck
Im Jahr 2018 vollzog der Gitarrist der Band Sizarr eine fast unglaubliche Transformation. Inmitten fragiler, mystischer und hoch sensibler Klanggerüste verkehrt der ehemalige Indie-Popper nun das Innerste nach Außen und verspricht dazu mit Synthesizern, Horn, Koto, Saxofon, Stimme und Tänzer*innen (!) eine unvergessliche Show.

The Chap
Viel brauchen wir nicht sagen zu The Chap, der zwischen Berlin und London zu verortenden Experimental-Pop-Formation um den Texter, Sänger und Erfolgsmenschen Johannes von Weizsäcker. Außer vielleicht: Sie sind zurück! Und das mit einem neuen Album, diesen Herbst auf dem Berliner Label Staatsakt.

Grüner Salon

Tara Nome Doyle
Erst im letzten Jahr erschien Tara Nome Doyles erste Single »Down With You«. Der Song, ein Hit mit mittlerweile fast einer Millionen Umdrehungen auf Spotify, geht nicht mehr aus dem Ohr und auch das restliche Repertoire setzt die Berliner Songwriterin mit norwegisch-irischen Wurzeln und unvergesslicher Stimme von der vielköpfigen Konkurrenz in ihrem Metier ab.

Die Wände
Die Berliner Gruppe Die Wände darf man mit Fug und Recht als Art-School-Band bezeichnen, gründete sie sich doch während des Studium der drei Mitglieder an der UdK. Diese (Vor-)Bildung spiegelt sich durchaus im Sound des Trios wieder. Es geht um Post-Rock der kunstvoll lärmenden Sorte, und das mit ebenso kunstvollen, Texten in deutscher Sprache.

duendita
Spiritualität, Herz, Liebe und Seele sind Worte die ohne jede Gefahr von Kitsch im Zusammenhang mit der jungen Künstlerin fallen dürfen und dabei nicht die entschiedene Politik überschatten sollten, die ihrer Arbeit zugrunde liegt. Nach ihrem kürzlichen Umzug nach Berlin freuen wir uns auf den ersten größeren Auftritt der New Yorkerin in unserer Stadt.

Operators
Weite Kreise ziehen die Neben-, Seiten- und Soloprojekte der kanadischen Wolf-Parade-Protagonisten Spencer Krug und Dan Boeckner. Letzterer wird weder mit Divine Fits, noch den Handsome Furs, sondern mit seiner Band Operators bei uns zu Gast sein. Mit dabei: Ein neues Album namens »Radiant Dream«.

Chris Imler
Legendär ist der Ruf des Tausendsassas Chris Imler als Drummer für alle (guten!) Gelegenheiten. Spätestens mit seinem zweiten Solo-Album »Maschinen und Tiere« allerdings übertüncht der Berliner dieses schon formidable Image, mit dem eines eigensinnigen und verqueren Songschreibers mit abseitigem Humor zwischen New und Old Wave.

Gazino Neukölln
Seit Ende der 1960er Jahren ist das Genre Arabeske als Mischung aus türkischer Volksmusik, arabischen Klängen und westlicher Popmusik Bestandteil der türkischen Popkultur. Die Berliner Gruppe Gazino Neukölln zollt dieser Kultur Tribut und verwandelt jeden Raum in einen Gazino – eine Art Nachtclub in dem enger und reger Kontakt zwischen Künstler*innen und Publikum besteht.

Ebow (DJ Set)
Ihr neues Album betitelt Ebow mit »K4L« und meint damit: Kanak for Life. Auf diesem Album geht es, den Erwartungshaltungen an zeitgenössischen Rap entgegengesetzt, mal nicht ums Ego sondern um die Community, die Familie, den Freundeskreis. Die in Berlin und Wien lebende Rapperin ist bei uns als DJ eingeladen. Ein Mikrofon hat sie sich allerdings trotzdem gewünscht :)

Roter Salon

Jealous
Der Sound der noch jungen Berliner Band Jealous ist loud, messy, fuzzy, heavy und stoned. In ihren Songs geht es um Serienmörder, Drogenerfahrungen und das Wetter. Sie tragen Lack, Leder und Pelz (hoffentlich nicht echt!), nebenbei betreiben die drei Frauen ein eigenes Label namens Baby Satan Records auf dem auch ihre erste EP »What’s Your Damage« erscheinen wird.

Swoosh
Felix-Florian Tödtloff sollte den Fans dieses Festivals mittlerweile als Universal- und Wunderwaffe bekannt sein. In diesem Jahr debutiert er unter dem Namen Swoosh mit einem instrumentalen Free-Rock-Projekt nebst fünf Mitstreiter*innen an drei (!) elektrischen Gitarren, Drums und Saxophon.

Holiday Sidewinder
In der Entourage von Alex Cameron stand Holiday Sidewinder schon auf dem letzten Torstraßen Festival auf der Bühne. Jetzt kehrt sie mit eigenem Repertoire zurück. Ein hedonistisch-femistisches Pop-Empowerment, das sich nur mit einer feinen Nase für Ironie und Verwirrspiel vom „echten“ Showbiz zwischen Las Vegas und Hollywood unterscheiden läßt.

BEA1991
Die Jahreszahl im Künstlernamen weist, so vermuten wir, nicht nur auf das Geburtsjahr der Amsterdamer Künstlerin hin, sondern auch auf die Ära ihrer musikalischen Wurzeln. So fasziniert die vom i-D Magazin als „criminally underrated“ beschriebene Musikerin mit glasklarem Pop der elektronischen, ja balearischen, und definitiv 90er-Jahre-affinen Sorte.

Juba
In London machte sich Juba mit der futuristisch und global denkenden Club-Nacht Boko! Boko! einen Namen. Ihre eigene Musik ist geprägt von ihren nigerianischen Wurzeln und durchschreitet so aktuelle Genres wie Gqom, Kuduro, Afrobeats und Afrohouse aus dem afrikanischen Kontinent und der Diaspora.

Shunaji
Geboren in Lagos, aufgewachsen in Rom und nun in London beheimatet gibt sich Shunaji als MC der alten Schule. Mit stockenden Beats und pointierten Piano-Samples belegt sie einen fast in Vergessenheit geratenen Hip Hop wieder, den real deal – Storytelling mit Flow, Funk und, ganz sicher: Future.

rkss
Die Musik von Robin Buckley aus London erforscht ein Spannungsfeld zwischen Club-Kultur, Technologie, Politik und Queerness. Und das nicht selten mit Humor. So trägt das jüngste Album konzeptionelle Züge: Sämtliche Elemente auf »DJ Tools« stammen aus einem Sample-Packet namens »EDM Kicks Vol 1«.

mobilegirl
In einem ausschweifenden Eklektizismus erfüllt sich die schon im Namen der Berliner DJ eingeschriebene künstlerische Mobilität. Zwischen Mode, Virtual Reality und Musik unterwegs funktionieren ihre DJ-Sets wie Collagen aus R&B, Dancehall, Trance und Techno, aus Spaß und Ernst, Herausforderung und Unterhaltung.

3. Stock

Michaela Meise
Die Aneignung ist das Mittel der Berliner Künstlerin Michaela Meise wenn sie unterrepräsentierte Lieblingstücke von Nico einspielt, Chansons aus der Zeit der griechischen Militär-Junta ins Deutsche übersetzt oder katholische Hymnen vom 16. – 19. Jahrhundert interpretiert. All das geschieht mit Empathie, Scharfsinn, und: Akkordeon.

John Moods
Auf einer Wandertour entlang der spanischen Küste, so will es die Legende, fand Jonathan Jarzyna zu sich und seinem ersten Solo-Album »The Essential John Moods«. Der Alleingang des Berliners steht der Qualität seiner landläufig bekannten und diesem Festival seit jeher verbundenen Band Fenster um nichts nach. Psychedelischer Dream-Pop, der einsamen, aber sonnigen Machart.

CTM
Für »Cæcile Trier Music« stehen die drei Buchstaben im Kürzel der Komponistin, Cellistin, Bassistin und Sängerin. Weniger gradlinig gelingt die Entschlüsselung ihrer Musik: mit ihrem komplexen, betörend futuristischen Experimental-Pop überzeugte die Dänin zuletzt auf »Red Dragon«, erschienen beim Kopenhagener Avantgarde-Label Posh Isolation.

Foyer

Jason Harvey
Die Aktivitäten von Jason Harvey unter einen Hut zu bekommen ist (auch für ihn) nicht einfach. So möchten wir ihn an dieser Stelle objektiv als Künstler beschreiben, als Komiker, Storyteller, Autoren, Entertainer, Internet-Poeten und 3D-Typographen. Was genau er beim Festival vorhat wissen wir nicht, dass es gut wird sei an dieser Stelle garantiert.

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