VOLKSBÜHNE
Berlin
Boris Charmatz
Musée de la danse
enfant

Tanz, Performance

Mit enfant sorgte der französische Tänzer und Choreograf 2011 international für Aufsehen. Diese Wiederaufnahme der Originalversion beginnt mit einem unheimlichen Maschinenballett und endet fast ausgelassen. Kinder rennen, zucken, singen, springen und toben. Und katapultieren sich damit aus einem schaurig schönen Experiment, das auch an die Phantome verschleppter Kinder erinnern möchte und an die Kindheit des Vaters des Choreografen auf der Flucht vor den Nazis. enfant (Kind) gehört zu den intensivsten, aufwühlendsten Tanzstücken des 21. Jahrhunderts. Mal lärmend, mal lautlos, zwingt es den Blick schonungslos auf unser Verhältnis zum Wesen des Kindes. Was, fragt Charmatz, ist aus unserem Blick auf Kinder geworden?

Produktion: Volksbühne Berlin, Musée de la danse

Mit freundlicher Unterstützung des Institut français und des französischen Ministeriums für Kultur / DGCA.

Besetzung

Tänzer*innen: Nuno Bizarro, Matthieu Burner, Ashley Chen, Olga Dukhovnaya, Julien Gallée-Ferré, Peggy Grelat, Johanna Lemke, Maud Le Pladec, Thierry Micouin, Solène Wachter, Frank Willens
Kinder: Maribelle Bakowski, Mathis Eberhard, Julia Frank, Anna-Maria Ignatushchenko, Larissa Malie Jentsch, Milo Josefsohn, Max Pohl, Lukas Amaru Runkewitz, Gabriel Schoch, Chloe Stephens, Zoe Willens, Elijas Willens
Choreografie: Boris Charmatz
Bühne / Maschinen: Frédéric Vannieuwenhuyse, Alexandre Diaz
Kostüme: Laure Fonvieille
Licht: Yves Godin
Sound: Olivier Renouf
Musiker: Erwan Keravec

Pressestimmen

„Chartmatz‘ 75-minütiger Abend ist eine der beeindruckendsten politischen Arbeiten, die das Tanztheater hervorgebracht hat. Komplex, intensiv, dabei völlig unbelehrend und jede billige Rührung vermeidend, entfaltet enfant stumme Fragen über unser Verhältnis zum kindlichen Wesen und die Erscheinungen des Bösen.“ - Süddeutsche Zeitung

Till Briegleb, 27.08.11

„Charmatz lässt einen anfangs die Ohnmacht der Kleinen spüren. Am Ende blickt man auf die Welt mit den Augen der Kinder. Toll!“ - Der Tagesspiegel

Sandra Luzina, 07.10.12

„Verblüffend ist es anzusehen, wie Charmatz rein physisch, aus der Dynamik der Bewegung, aus der Mechanik der Körper heraus, erprobte Prinzipien des zeitgenössischen Tanzes neu auslotet, deren Grenzen verschiebt und damit künstlerisch Fragen zu aktuellen Themen eines sozialen Miteinanders aufwirft.“ - DIE WELT

ik, 25.08.11

„Ästhetisch gibt sich das Werk aus einem Guss, ohne Schnörkel, doch auch ohne agitatorischen Eifer. Es seziert mit künstlerischen Mitteln unser Verhältnis zu Kindern als unserer Zukunft, kritisiert und weist einen Weg. Wie engagiert sich die kindlichen Akteure einbringen, zeigt ihren Spaß am Spiel und die Ernsthaftigkeit ihres Anliegens.“ - Neues Deutschland

Volkmar Draeger, 08.10.12

Medien

Foto: Christophe Raynaud de Lage

Foto: Christophe Raynaud de Lage

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