VOLKSBÜHNE
Berlin

Foto: Christian Biadacz

Manfred Maurenbrecher:
Grünmantel
20.03.
Roter Salon

Literatur
In deutscher Sprache

Buchpremiere

Eine literarische Erkundung der ostdeutschen Provinz – Manfred Maurenbrecher zeigt mit seiner liebevollen Schilderung verschrobener Charaktere und skurriler Verwicklungen, wie sich die großen Themen unserer Zeit im Kleinen spiegeln.

Irgendwo in der Uckermark liegt das Dorf Grünmantel. Hier sucht Zara Mengeleng, Ex-Berlinerin und „Zugezogene“, nach einem Handwerker, der ihr hilft, ihr dort angemietetes, aber heillos heruntergekommenes Haus zu renovieren. Als sie ihn in Karl Krassow, einem Handwerker mit Sprachhemmung, aber großem Umbau-Geschick, findet, ahnt sie noch nicht, dass ihn mit dem Haus mehr als eine bloße Auftragsarbeit verbindet.

Unterdessen spielen sich in Grünmantel Szenen einer in Selbstjustiz mündenden Verschwörung ab: Einem als „Kinderschänder“ verschrienen Dorfbewohner namens Friedhelm Benzler soll, angeleitet von seiner Ex-Frau, eine saftige Lektion erteilt werden. Unabhängig davon plant auch seine Schwägerin eine Art Doppelgericht: Nicht nur soll Benzler entführt werden, der Straftatbestand der Entführung soll auch einer faschistischen Gruppe angedichtet werden. Die Geschehnisse stehen in einer Flut an Ereignissen, die das von Intrigen, emotionalen Verwicklungen und einem überbordenden Maß an Selbstgerechtigkeit krankende Dorf mächtig beuteln und auch vor Fremden nicht Halt machen …

„Grünmantel“ ist eine Art Maurenbrechersches „Unterleuten“: mit speziellem Humor und ebensolchen Charakteren erzählt Manfred Maurenbrecher ohne jeden literarischen oder moralischen Dünkel, aber mit großer Sprachkraft vom allmenschlichen Wunsch, immer auf der richtigen Seite zu stehen. Abgetrennte Hände, freigelassene Wildpferde, alte Geheimnisse und neue Liebschaften: das Porträt eines fiktiven brandenburgischen Dorfes bietet mithilfe skurriler Verwicklungen und Charaktere fabelhafte Unterhaltung und offenbart darüberhinausgehend die Gesellschaft im Kleinen.

Westler, Faschos, Berliner, Dörfler, Zugezogene und Einheimische: durch die überspitzte Zeichnung einer verschrobenen Landbevölkerung der sogenannten neuen Bundesländer und die zeitgleiche Aufdeckung verschiedener dunkler Geheimnisse der Protagonist*innen entsteht ein buntes Potpourri an Geschichten. Jede steht dabei für sich, kann aber immer auch als Abbild der großen Themen unserer Zeit gelesen werden: Das Verhältnis von Moral und Eigennutz, die – manchmal konstruierten – Stadt-Land- und West-Ost-Gegensätze und das Scheitern oder Wiederaufleben großer Lebensentwürfe.

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