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Foto: Martin Ebner

Starship. Die nahe Zukunft

Ausstellungseröffnung: 15.03.19, 19:00-24:00
Laufzeit der Ausstellung: 16.03. – 19.05.19
Öffnungszeiten: Do-So von 14:00-20:00
LVX. Pavillon der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz

Eine Installation von Ariane Müller und Martin Ebner (Starship),
mit Arbeiten von Judith Hopf, Christoph Keller, Henrik Olesen, Gunter Reski, Nina Rhode, Nora Schultz, Till Sperrle, Tobias Spichtig, Suse Weber, Annette Wehrmann und Florian Zeyfang.

Die Berliner Kunstzeitschrift Starship wurde 1998 gegründet und existiert nunmehr seit über zwanzig Jahren. In ihrer ersten Ausgabe beschrieb sie das Umfeld, in dem sie sich bewegte mit sechs Schlagwörtern: Routinierte Selbstorganisation - halb entworfene Lebensmodelle - vorbeieilende Ökonomie - ausstellbare Selbstbeobachtung - weltläufige Kontakte - Kunst?

Zwanzig Jahre später produziert Starship weiterhin Magazin-Ausgaben, blickt aber auch auf eine lange Tätigkeit als Ausstellungsorganisatorin, Verlegerin und Produzentin zurück. Aus der Gruppe der heutigen Herausgeber*innen Gerry Bibby, Nikola Dietrich, Martin Ebner, Ariane Müller und Henrik Olesen waren Martin Ebner und Ariane Müller neben Hans-Christian Dany und Gunter Reski schon an der Gründung der Zeitschrift beteiligt. Für den Pavillon der Volksbühne haben sie Starship visualisiert und Künstler*innen mit Arbeiten eingeladen, die in unterschiedlicher Dauer im Gedächtnis oder Speicher der Zeitschrift existieren. Im Sinne der Relativitätstheorie sind sie als materielle Objekte potenzielle Bewegungsenergie und damit, gemeinsam mit ihren Autor*innen, der eigentliche Antrieb von Starship, der immer auch darin bestand, zu publizieren, was sie als für ihre Zeit das Aktuelle und Neue verstanden hat.

Die Zeitschrift Starship existiert seit zwanzig Jahren in der nahen Zukunft. Im Rahmen der Ausstellung am Pavillon der Volksbühne hat sie die Gestalt einer Scheune. Dies nicht nur, weil die Gegend rund um die Volksbühne als Scheunenviertel bekannt ist, sondern auch, weil dies die Form ist, die von den Starship Konstrukteur*innen als die günstigste und alltagstauglichste Raumschiffarchitektur entwickelt wurde. In dieser Gestalt kann Starship als Speicher funktionieren, ermöglicht aber in der parallelen Funktion als Raumschiff verschiedene zeit-relative Bewegungen. In jedem Fall sind die Scheune und das Raumschiff eine Art Hülle für alles, was sie transportieren. Ihre Baumeister*innen sind die Werkstätten der Volksbühne.

Kuratorin: Elodie Evers
Kuratorische Assistenz: Adela Yawitz
Konstruktion: Sascha Gierth
Bauleitung: Simon Behringer
Techn. Direktor: Stefan Pelz
Herstellung: Werkstätten der Volksbühne
Videotechniker: Jens Crull, Mathias Klütz

Die Ausstellung wurde gefördert von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa.

Medien

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