VOLKSBÜHNE
Berlin
Revisiting Reza Abdoh:
Theaterworkshop
10.02.

In englischer Sprache

Anmeldeinformation: In diesem Workshop werden sich alle aktiv einbringen und beteiligen. Unabhängig von Fitness, körperlichen Fähigkeiten oder Theatererfahrung sind alle Teilnehmer*innen willkommen. Auch die Teilnahme als Beobachter*in ist möglich. Die Anzahl der Plätze ist jedoch begrenzt. Für die Teilnahme erwerben Sie bitte ein Ticket (5 / erm. 3€) über besucherservice@volksbuehne-berlin.de. Bitte geben Sie an, ob Sie sich als Teilnehmer*in oder Beobachter*in anmelden möchten.

Workshop für Schauspieler*innen, Künstler*innen und Performer*innen: revisiting Reza Abdoh, geleitet von Originalmitgliedern der dar a luz company, Tom Pearl und Tony Torn.

Dieser von den Schauspielern Tom Pearl und Tony Torn geleitete Theaterworkshop lädt dazu ein, sich eingehend mit der Arbeit von Reza Abdoh zu beschäftigen. Die Workshopteilnehmer*innen werden vor allem Abdohs Stücke Law of Remains und Quotations From a Ruined City erneut genau betrachten und diese kanonischen Werke mit dem Blick auf veränderte Idiome und Konfigurationen neu darstellen.

Reza Abdoh gründete die Theaterkompanie dar a luz 1991 in New York City. Im Laufe von nur vier Jahren inszenierten sie die Stücke The Law of Remains (1992), The Hip Hop Waltz von Eurydike (1992), Tight Right White (1993) und Zitate aus einer zerstörten Stadt (1994).

Die Zusammenarbeit zwischen Volksbühne und den KW Institute for Contemporary Art findet anlässlich Reza Abdohs dortiger Solo-Ausstellung statt. Der iranische Theatermacher Reza Abdoh (1963–1995) war für seine groß angelegten, experimentellen, konfrontativen und oft schockierenden Theaterproduktionen bekannt. Seine ästhetische Formsprache war unerbittlich, rücksichtslos erfinderisch und mannigfach inspiriert – von der Geschichte des avantgardistischen Theaters, Märchen, BDSM, Talkshows, Raves und Videokunst. In seinem mehr als zwölf Jahre umfassenden Schaffen brach Abdoh mit sämtlichen Parametern des Theaters und brachte seine Schauspieler und das Publikum oft an ihre Grenzen. Abdohs halluzinatorische Traumlandschaften waren eindringlich, seine Inszenierungen adressierten sprachgewaltig die bitteren politischen Realitäten seiner Zeit – vom staatlich sanktionierten Rassismus über die Weigerung der Reagan-Regierung, sich der AIDS-Krise anzunehmen, bis hin zu den kriegerischen Auseinandersetzungen der Vereinigten Staaten. Als Abdoh 1995 im Alter von nur 32 Jahren an AIDS verstarb, galt er bereits als eine der bedeutendsten Figuren des amerikanischen Avantgarde-Theaters. Kurz vor seinem Tod verfügte er, dass seine Stücke nicht neu aufgeführt werden dürfen. Hinterlassenschaften seiner Arbeit sind bis heute auf alten Videokassetten zu finden, die noch immer als Inspirationsquelle unter experimentellen Theaterensembles zirkulieren und die als Grundlage für die Ausstellung in den KW Institute for Contemporary Art dienen. Kurator*innen: Bidoun (Negar Azimi, Tiffany Malakooti, Babak Radboy) und Krist Gruijthuijsen.


10.02.19, 13:00

Medien

Law of Remains, 1992, von Reza Abdoh, Foto: Paula Court

The Hip-Hop Waltz of Eurydice, 1990, von Reza Abdoh, Foto: Patrick Veyssière

The Hip-Hop Waltz of Eurydice, 1990, von Reza Abdoh, Foto: Patrick Veyssière

Law of Remains, 1992, von Reza Abdoh, Foto: Paula Court

Tight Right White, 1993, von Reza Abdoh, Foto: Paula Court

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