VOLKSBÜHNE
Berlin

Manuel Pelmuş, „An Abstraction that Dictates Reality“, 2018
Foto: Frank Sperling

ASSEMBLE:
Künstler und Choreograf Manuel Pelmuş
im Gespräch mit Prof. Sandra Noeth (HZT)
29.01.

Diskurs
In englischer Sprache

Einlass 18:00, Beginn 19:00
Tickets: 5 / erm. 3 €

Die Performancereihe ASSEMBLE gibt neue Live-Kunstwerke für Kulturinstitutionen in Berlin in Auftrag. Gegründet 2017 von Adela Yawitz und Anna Gien, begreift ASSEMBLE Kunstinstitutionen als öffentlichen Raum. Das monatliche Programm besteht demnach aus öffentlichen und offen zugänglichen Versammlungen in Kunsträumen. Die eingeladenen Künstler teilen allesamt ein Interesse am Potenzial von Gruppen und Versammlungen sowie an deren politischer Bedeutung. Im Grünen Salon veranstaltet ASSEMBLE parallel zu den öffentlichen Performances eine Reihe, in der die jeweiligen zentralen Anliegen in Gesprächen beleuchtet werden. Die Künstler sind eingeladen, ihre Arbeit noch einmal anders zu präsentieren; führende Theoretiker und Praktiker sprechen über den öffentlichen Raum; und es gibt faszinierende Perspektiven auf die öffentliche Sphäre des Internets, auf queere und feminisierte Räume sowie auf den spezifischen öffentlichen Raum der Stadt Berlin zu hören.

Für die erste Veranstaltung der Serie spricht die Kuratorin und Wissenschaftlerin Sandra Noeth (HZT) mit dem rumänischen Künstler und Choreografen Manuel Pelmuş. In seiner jüngsten, noch laufenden Aktion für ASSEMBLE im Kunstverein am Rosa-Luxemburg-Platz adressierte Pelmuş die Frage von Zusammengehörigkeit. Beginnend bei den revolutionären Praktiken von Rosa Luxemburg und Mary Wigman fragte Pelmuş hier nach der Möglichkeit gemeinsamen Handelns durch Formen der virtuellen, imaginären und körperlichen Übernahme von Gesten und Posen anderer. Diesem Beharren, sich – trotz diverser zeitlicher, räumlicher, sozialer und politischer Zerstreuung, Fragmentierung und Störung – für eine gemeinsame Sache einzusetzen, liegt ein körperbasiertes Verständnis von Widerstandsfähigkeit zugrunde. Pelmuş erläutert diese Idee im Dialog mit Prof. Sandra Noeth und diskutiert dabei eine verkörperlichte Form des Handelns, die nicht direkt gegen etwas gerichtet ist, Widerstand leistet oder protestiert, sondern vielmehr auf einem kollektiven, körperlichen Lernprozess beruht.

Der Künstler und Choreograf Manuel Pelmuş lebt und arbeitet in Oslo und Bukarest. Unter Verwendung von Elementen aus Tanz und Bewegung legt er in seinen Arbeiten die Strukturen der Kunstwelt – Sammlungen, Museen und deren Rolle bei der Festschreibung von Erinnerung und Identität – offen. Pelmuş arbeitet meist ortsspezifisch und bezieht seine „ongoing movements“, wie er sie nennt, auf die Umstände und die Geschichte des Raumes und der Stadt, in der sie gerade gezeigt werden. Der als klassischer Tänzer ausgebildete Künstler und Choreograf, der mit der rumänischen Nationaloper und der Hamburger Oper tourte, kreiert für die Aufführung seiner Live-Arbeiten komplexe Environments und kombiniert dafür Elemente aus Tanz, Dramaturgie und der bildenden Kunst.

Sandra Noeth ist Professorin am HZT–Hochschulübergreifendes Zentrum Tanz Berlin und arbeitet international als Kuratorin und Dramaturgin in freien und institutionellen Kontexten. Sie beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit ethischen und politischen Perspektiven auf Körperpraxis und -theorie sowie Dramaturgie in den körperbasierten Performancekünsten. Als Leiterin der Dramaturgie- und Forschungsabteilung am Tanzquartier Wien (2009-2014) entwickelte sie eine Reihe von Recherche- und Veranstaltungsprojekten zu Konzepten und Praktiken von Verantwortung, Religion, Integrität und Protest im Verbindung mit Körpern. Noeth ist zudem Senior Lecturer an der DOCH/Stockholm University of the Artsund war 2015-16 Gastprofessorin bei ashkal alwan, Beirut.


29.01.19, 19:00
> Tickets

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