VOLKSBÜHNE
Berlin
School of Disobedience, Seminar #1/2
Integrations: Four Sketches on Migratory Society
A trans-disciplinary Workshop convened by Dr. Itamar Mann
15.10.

In englischer Sprache

Während die demokratischen politischen Institutionen immer noch von einem genau zu beschreibenden Demos ausgehen, der innerhalb von nationalen Grenzen existiert, haben die weltweiten Migrationsbewegungen und die digitale Kommunikation gezeigt, wie schwer diese Konzeption aufrecht zu erhalten ist. Gleichzeitig ist die "Willkommenskultur" in die Defensive geraten, was zu einer neuen Betonung von staatlicher Souveränität geführt hat (sowohl von rechts wie von links). Dieser vierteilige Workshop versucht, neue Denkweise zu finden, wie eine egalitäre Politik durchlässiger Grenzen heute aussehen könnte. Der Schlüssel dabei ist es, nicht nur die humanitäre Hilfe für Geflüchtete auszuweiten, sondern offene politische Institutionen zu schaffen, die sozial verantwortlich sind. Welche Wissensformen können uns dabei helfen, diese Herausforderung zu meistern? Durch Treffen mit Wissenschaftlern und Aktivisten, die an der vordersten Schnittstelle dieses Denkens agieren, werden wir versuchen, neue Konzepte für unsere transnationalen politischen Gemeinschaften zu finden. Es sind vier unterschiedliche Blickwinkel aus vier Disziplinen, die die Diskussion prägen werden: digitale Kommunikation, Poesie, psychische Gesundheit, Recht. All angemeldeten Teilnehmer bekommen ein kleines Lunch und ausgewähltes Seminarmaterial, das die Grundlage unserer Diskussionen bildet. Eine mögliche Hausaufgabe sind Fotos, die mit dem Smartphone gemacht werden.

Das Seminar ist offen für alle Interessierten und umsonst. Die Teilnehmerzahl ist allerdings beschränkt, um sich anzumelden, bitten wir eine kurze Begründung für das Kursinteresse an itamar.mann@gmail.com zu schicken.

In Partnerschaft mit DeutschPlus und Die Offene Gesellschaft

Dr. Itamar Mann unterrichtet an der University of Haifa, Faculty of Law. Sein Forschungsschwerpunkt ist internationales Recht und politische Theorie mit besonderer Betonung der rechtlichen, politischen und ethischen Fragen von Geflüchteten und Migranten. Mann hat in den wichtigsten Zeitschriften veröffentlicht und Bücher mitherausgegeben, seine Monographie Humanity at Sea: Maritime Migration and the Foundations of International Law erschien 2016 bei der Cambridge University Press. Neben seiner akademischen Arbeit ist er juristischer Berater von GLAN (Global Legal Action Network). Bevor er nach Haifa wechselte, war Mann Fellow am Georgetown Law Center, Washington DC. Er hat einen LLB der Tel Aviv University und einen LLM und JSD der Yale Law School.

Workshop-Plan:

08.10.18, 12:00-14:00: Digital Integrations
Gast: Safaa AbuJarour, Universität Potsdam

Frau AbuJarour ist eine Doktorkandidatin an der Universität Potsdam. Ihr Forschungsgebiet ist “The Role of Technology in Alleviating the Current Refugees’ Crisis”, sie wendet wissenschaftliche Methoden bei der Nutzung von sozialen Medien durch Flüchtlinge in Deutschland an, um die Chance ihrer Integration in die neue Gesellschaft zu befördern.

Literatur:

Weitere Literatur:

15.10.18, 12:00-14:00: Placeless Poets
Gast: Prof. Lyndsey Stonebridge, University of Birmingham

Professor Stonebrige hält den interdisziplinären Lehrstuhl für Humanities and Human Rights an der University of Birmingham. Ihre Arbeit legt einen Schwerpunkt auf die Literatur und Geschichte des 20. und 21. Jahrhunderts, Menschenrechte und Flüchtlingsstudien. Zuletzt erschien: Placeless People: Writing, Rights and Refugees came out this year with Oxford University Press.

Literatur:

22.10.18, 12:00-14:00: Trauma and Transnational Identity
Gast: Dr. Essam Daod, Humanity Crew

Im Jahr 2015 gründete Dr. Daod Humanity Crew, gemeinsam mit seiner Frau Maria Jammal. Von Griechenland aus war es das Ziel von Humanity Crew, erfahrene Praktiker aus der psychischen Gesundheitsarbeit und qualifizierte Freiwillige zu finden, auszubilden und zum Einsatz zu bringen, um psychosoziale Hilfe für Geflüchtete und Vertriebene zu leisten und dabei den Zustand der Geflüchteten zu verbessern und weitere Traumatisierung zu verhindern. Neben dieser operationellen Arbeit widmet sich Humanity Crew der Aufgabe, die Bedeutung von psychischer Gesundheit als einen grundlegenden Aspekt der Antwort auf humanitäre Krisen deutlich zu machen.

Literatur:

28.10.18, 12:00-14:00: “We the Migrants”

Literatur:


School of Disobedience
Die School of Disobedience ist ein experimentelles Format, das neue Wege der unabhängigen Wissensproduktion im 21. Jahrhundert testet. Sie ist aus dem Geist der Stadt Berlin geboren, die ein Bild für diese Zeit und diese Welt ist, heterogen, international, politisiert. Ziel der School of Disobedience ist es, dieses Potential der Stadt zu bündeln und für die Arbeit an einer gemeinsamen Zukunft fruchtbar zu machen. In der Verbindung von humanistischen und technologischen Perspektiven gilt es, konkrete Projekte anzustoßen, die einen progressiven Gesellschaftsbegriff verwirklichen und unseren Gerechtigkeitssinn schärfen.

Seit Frühling 2018 veranstaltet die School of Disobedience im Grünen Salon einer Reihe von Veranstaltungen, welche Fragen von Form und Inhalt para-akademischen Arbeitens testen. In dieser Spielzeit wird es Seminar-Formate geben, die sich an alle richten, die an der Verbindung von akademischem und aktivistischem Denken und Arbeiten interessiert sind, eine Werkstatt für Technologen wie Theoretiker, ein Makerspace für Menschen mit Erfahrungen in den verschiedensten Bereichen, von Jura zu Coding, von NGO zu Universität. Jeden Monat führt ein anderer wissenschaftlicher Experte ein Seminar über sein Forschungsgebiet durch und lädt Menschen aller Altersgruppen, Berufe und Erfahrungen als Teilnehmer*innen ein. Außerdem gibt es monatliche öffentliche Abendveranstaltungen, die dem Publikum einen Einblick in das jeweilige Thema geben sollen.

Die School of Disobedience wird realisiert in Zusammenarbeit mit der Nemetschek Stiftung.

Vergangene Veranstaltungen

School of Disobedience: Artificial Intelligence for the Common Good #4

Mit Lorena Jaume-Palasí

Algorithmen sind die kleinste Einheit von dem, was wir "Künstliche Intelligenz" (KI) nennen. Sie stehen im Mittelpunkt der aktuellen Debatte über die ethischen und sozialen Auswirkungen von KI. Die kommerzielle Nutzung von KI-basierten Diensten und Produkten wie Smartphones, Versicherungsdienstleistungen, Suchmaschinen, Online-Shopping und Social Media zieht Bedenken und Unsicherheiten nach sich über die Folgen für den Menschen.

Die Manifestation der Technologie in Dienstleistungen und Produkten führt zu einer Überprüfung und Bewertung aus einer sehr individuellen Menschenrechts- und Verbraucherrechtsperspektive. Die aus der KI abgeleiteten Produkte und Dienstleistungen entsprechen jedoch nicht der Natur der KI - Künstliche Intelligenz und algorithmische Systeme verstehen Individuen nicht. Sie sind ein technologisch standardisierender und automatisierender Prozess, bei dem Menschen in feinkörnige Kollektive eingeteilt werden. Es ist die technische Herstellung einer immateriellen Infrastruktur durch Software in Bereichen, in denen diese infrastrukturelle Dimension bisher undenkbar war. Infrastruktur ist der architektonische Ausdruck der Politik einer Gesellschaft. Sie erleichtert und verteilt Macht, schafft die Voraussetzungen für gesellschaftliche Ein- und Ausgrenzung und gestaltet den gemeinsamen öffentlichen Raum.

KI ist eine Technologie, die sich architektonisch und damit kollektiv auf Gesellschaften auswirkt. Das aktuelle Gespräch über Ethik und Gesetze zur Nutzung von KI konzentriert sich auf die Wahrung demokratischer Werte mit individuellen Instrumenten. Dieser reaktionäre Ansatz entspricht keiner Strategie und wird bei kollektiven Problemen nicht funktionieren. Wirklicher Widerstand impliziert Aktion statt Reaktion. Aktion bedeutet, durch die Präsentation von Alternativen zu widersprechen. Das Seminar konzentriert sich auf die Analyse technologievermittelter Machtstrukturen, um gesellschaftliche Fiktionen zu entwickeln, die sich auf das Gemeinwohl und das öffentliche Interesse unter Verwendung von KI konzentrieren.

Voranmeldung erforderlich: Das dreiteilige Seminar mit Lorena Jaume-Palasí richtet sich an alle Interessierten, unabhängig von Altersgruppe, Beruf oder Studienhintergrund. Da die Kapazität leider begrenzt ist, bitten wir um ein kurzes Schreiben zu Person und Teilnahmewunsch bis einschließlich 13. Mai 2019 an schoolofdisobedience@protonmail.com. Weitere Informationen erhalten Interessierte im Anschluss direkt per Email.

Lorena Jaume-Palasí ist Gründerin von The Ethical Tech Society eine gemeinnützige Organisation, die das Ziel verfolgt, Prozesse der Automatisierung und Digitalisierung zu erforschen und in Bezug auf ihre gesellschaftliche Relevanz normativ einzuordnen. Lorena forscht zur Ethik der Digitalisierung und Automatisierung. Sie befasst sich in diesem Zusammenhang auch mit rechtsphilosophischen Fragen. 2017 wurde sie von der Regierung Spaniens in dem Weisenrat zu Künstlicher Intelligenz und Datenpolitik berufen. 2018 erhielt sie für die Initiative AlgorithmWatch die Theodor Heuss Medaille „für ihren Beitrag zu einer differenzierten Betrachtung von Algorithmen und deren Wirkmechanismen“.

Bild: Supertree Grove, Gardens by the Bay, Singapore. Quelle: Wikimedia Commons

School of Disobedience: Artificial Intelligence for the Common Good #2

Mit Lorena Jaume-Palasí

Algorithmen sind die kleinste Einheit von dem, was wir "Künstliche Intelligenz" (KI) nennen. Sie stehen im Mittelpunkt der aktuellen Debatte über die ethischen und sozialen Auswirkungen von KI. Die kommerzielle Nutzung von KI-basierten Diensten und Produkten wie Smartphones, Versicherungsdienstleistungen, Suchmaschinen, Online-Shopping und Social Media zieht Bedenken und Unsicherheiten nach sich über die Folgen für den Menschen.

Die Manifestation der Technologie in Dienstleistungen und Produkten führt zu einer Überprüfung und Bewertung aus einer sehr individuellen Menschenrechts- und Verbraucherrechtsperspektive. Die aus der KI abgeleiteten Produkte und Dienstleistungen entsprechen jedoch nicht der Natur der KI - Künstliche Intelligenz und algorithmische Systeme verstehen Individuen nicht. Sie sind ein technologisch standardisierender und automatisierender Prozess, bei dem Menschen in feinkörnige Kollektive eingeteilt werden. Es ist die technische Herstellung einer immateriellen Infrastruktur durch Software in Bereichen, in denen diese infrastrukturelle Dimension bisher undenkbar war. Infrastruktur ist der architektonische Ausdruck der Politik einer Gesellschaft. Sie erleichtert und verteilt Macht, schafft die Voraussetzungen für gesellschaftliche Ein- und Ausgrenzung und gestaltet den gemeinsamen öffentlichen Raum.

KI ist eine Technologie, die sich architektonisch und damit kollektiv auf Gesellschaften auswirkt. Das aktuelle Gespräch über Ethik und Gesetze zur Nutzung von KI konzentriert sich auf die Wahrung demokratischer Werte mit individuellen Instrumenten. Dieser reaktionäre Ansatz entspricht keiner Strategie und wird bei kollektiven Problemen nicht funktionieren. Wirklicher Widerstand impliziert Aktion statt Reaktion. Aktion bedeutet, durch die Präsentation von Alternativen zu widersprechen. Das Seminar konzentriert sich auf die Analyse technologievermittelter Machtstrukturen, um gesellschaftliche Fiktionen zu entwickeln, die sich auf das Gemeinwohl und das öffentliche Interesse unter Verwendung von KI konzentrieren.

Voranmeldung erforderlich: Das dreiteilige Seminar mit Lorena Jaume-Palasí richtet sich an alle Interessierten, unabhängig von Altersgruppe, Beruf oder Studienhintergrund. Da die Kapazität leider begrenzt ist, bitten wir um ein kurzes Schreiben zu Person und Teilnahmewunsch bis einschließlich 13. Mai 2019 an schoolofdisobedience@protonmail.com. Weitere Informationen erhalten Interessierte im Anschluss direkt per Email.

Lorena Jaume-Palasí ist Gründerin von The Ethical Tech Society eine gemeinnützige Organisation, die das Ziel verfolgt, Prozesse der Automatisierung und Digitalisierung zu erforschen und in Bezug auf ihre gesellschaftliche Relevanz normativ einzuordnen. Lorena forscht zur Ethik der Digitalisierung und Automatisierung. Sie befasst sich in diesem Zusammenhang auch mit rechtsphilosophischen Fragen. 2017 wurde sie von der Regierung Spaniens in dem Weisenrat zu Künstlicher Intelligenz und Datenpolitik berufen. 2018 erhielt sie für die Initiative AlgorithmWatch die Theodor Heuss Medaille „für ihren Beitrag zu einer differenzierten Betrachtung von Algorithmen und deren Wirkmechanismen“.

Bild: Supertree Grove, Gardens by the Bay, Singapore. Quelle: Wikimedia Commons

School of Disobedience: Artificial Intelligence for the Common Good #1

Mit Lorena Jaume-Palasí

Algorithmen sind die kleinste Einheit von dem, was wir "Künstliche Intelligenz" (KI) nennen. Sie stehen im Mittelpunkt der aktuellen Debatte über die ethischen und sozialen Auswirkungen von KI. Die kommerzielle Nutzung von KI-basierten Diensten und Produkten wie Smartphones, Versicherungsdienstleistungen, Suchmaschinen, Online-Shopping und Social Media zieht Bedenken und Unsicherheiten nach sich über die Folgen für den Menschen.

Die Manifestation der Technologie in Dienstleistungen und Produkten führt zu einer Überprüfung und Bewertung aus einer sehr individuellen Menschenrechts- und Verbraucherrechtsperspektive. Die aus der KI abgeleiteten Produkte und Dienstleistungen entsprechen jedoch nicht der Natur der KI - Künstliche Intelligenz und algorithmische Systeme verstehen Individuen nicht. Sie sind ein technologisch standardisierender und automatisierender Prozess, bei dem Menschen in feinkörnige Kollektive eingeteilt werden. Es ist die technische Herstellung einer immateriellen Infrastruktur durch Software in Bereichen, in denen diese infrastrukturelle Dimension bisher undenkbar war. Infrastruktur ist der architektonische Ausdruck der Politik einer Gesellschaft. Sie erleichtert und verteilt Macht, schafft die Voraussetzungen für gesellschaftliche Ein- und Ausgrenzung und gestaltet den gemeinsamen öffentlichen Raum.

KI ist eine Technologie, die sich architektonisch und damit kollektiv auf Gesellschaften auswirkt. Das aktuelle Gespräch über Ethik und Gesetze zur Nutzung von KI konzentriert sich auf die Wahrung demokratischer Werte mit individuellen Instrumenten. Dieser reaktionäre Ansatz entspricht keiner Strategie und wird bei kollektiven Problemen nicht funktionieren. Wirklicher Widerstand impliziert Aktion statt Reaktion. Aktion bedeutet, durch die Präsentation von Alternativen zu widersprechen. Das Seminar konzentriert sich auf die Analyse technologievermittelter Machtstrukturen, um gesellschaftliche Fiktionen zu entwickeln, die sich auf das Gemeinwohl und das öffentliche Interesse unter Verwendung von KI konzentrieren.

Voranmeldung erforderlich: Das dreiteilige Seminar mit Lorena Jaume-Palasí richtet sich an alle Interessierten, unabhängig von Altersgruppe, Beruf oder Studienhintergrund. Da die Kapazität leider begrenzt ist, bitten wir um ein kurzes Schreiben zu Person und Teilnahmewunsch bis einschließlich 13. Mai 2019 an schoolofdisobedience@protonmail.com. Weitere Informationen erhalten Interessierte im Anschluss direkt per Email.

Lorena Jaume-Palasí ist Gründerin von The Ethical Tech Society eine gemeinnützige Organisation, die das Ziel verfolgt, Prozesse der Automatisierung und Digitalisierung zu erforschen und in Bezug auf ihre gesellschaftliche Relevanz normativ einzuordnen. Lorena forscht zur Ethik der Digitalisierung und Automatisierung. Sie befasst sich in diesem Zusammenhang auch mit rechtsphilosophischen Fragen. 2017 wurde sie von der Regierung Spaniens in dem Weisenrat zu Künstlicher Intelligenz und Datenpolitik berufen. 2018 erhielt sie für die Initiative AlgorithmWatch die Theodor Heuss Medaille „für ihren Beitrag zu einer differenzierten Betrachtung von Algorithmen und deren Wirkmechanismen“.

Bild: Supertree Grove, Gardens by the Bay, Singapore. Quelle: Wikimedia Commons

School of Disobedience: Artificial Intelligence for the Common Good

Lorena Jaume-Palasí im Gespräch mit Payal Arora

Künstliche Intelligenz liefert aktuell eine Vielzahl an Material für Prognosen hinsichtlich der Zukunft von Gesellschaften. Sie scheint unsere bisherigen Konzepte von Raum, Zeit und Grenzen komplett aufzubrechen. In diesem Zusammenhang existiert es die Idee, dass Künstliche Intelligenz den Weg für Dystopien von Unterdrückung ebnet. Dies ist die Ansicht einiger weniger - wenn auch renommierter - Wissenschaftler*innen und Intellektuellen.

Doch wie steht es um Jene, die unterdrückt werden sollen? Nehmen sie aktiv an der Diskussion teil? Wie ist die Wahrnehmung von Künstlicher Intelligenz und Datenverarbeitung? Was sind ihre Visionen? Payal Arora wird Ergebnisse aus ihrer Forschungstätigkeit in China, Indien und Brasilien präsentieren und ihr neues Buch The Next Billion Users vorstellen. Payal Arora und Lorena Jaume-Palasí sprechen über Utopien, Künstliche Intelligenz und der fehlenden Verbindung zwischen Kritik an Künstlicher Intelligenz und dem Gemeinwohl.

Lorena Jaume-Palasí ist Gründerin von The Ethical Tech Society eine gemeinnützige Organisation, die das Ziel verfolgt, Prozesse der Automatisierung und Digitalisierung zu erforschen und in Bezug auf ihre gesellschaftliche Relevanz normativ einzuordnen. Lorena forscht zur Ethik der Digitalisierung und Automatisierung. Sie befasst sich in diesem Zusammenhang auch mit rechtsphilosophischen Fragen. 2017 wurde sie von der Regierung Spaniens in dem Weisenrat zu Künstlicher Intelligenz und Datenpolitik berufen. 2018 erhielt sie für die Initiative AlgorithmWatch die Theodor Heuss Medaille „für ihren Beitrag zu einer differenzierten Betrachtung von Algorithmen und deren Wirkmechanismen“.

Dr. Payal Arora ist außerordentliche Professorin am Institut für Medien und Kommunikation der Erasmus Universität Rotterdam. Sie ist Gründerin und Geschäftsführerin des Catalyst Lab, einem Zentrum das die Beziehungen zwischen der akademischen Welt, Industrie und der Öffentlichkeit wieder neu entfachen möchte, mithilfe von Social Media Kampagnen und der Auseinandersetzung mit aktuellen sozialen Fragestellungen. Arora forscht zu digitalen Kulturen und sozialer Ungleichheit, neuem Medienaktivismus, Edutainement und IT für internationale Entwicklung.

Bild: Supertree Grove, Gardens by the Bay, Singapore. Quelle: Wikimedia Commons

School of Disobedience: Art and the Blockchain – Token Logic Design Sessions #3

With Erik Bordeleau

With the advent of blockchain or distributed ledger technologies, more and more people are experimenting with new logics and protocols of self-organization, embracing and inventing different networked-based, p2p models of governance and value production along the way. Are we moving toward what Lovink and Rossiter have dubbed "organized networks" or "networks with consequences"? What are the different techno-social components defining these emerging distributed autonomous organisations (DAO) and other new organizational forms? How can cryptographically enabled distributed economic-organizational systems - aka economic spaces - allow for the building of radically different modes of collective individuation?

This seminar will adopt a practice-based approach. Each session will introduce and discuss some blockchain-based initiatives oriented toward the creation of crypto-scalable commons. We will explore different ways of experimenting with programmable assemblages of smart contracts, semi-automated governance mechanisms, crypto-economics incentives and protocols for interaction designed to facilitate the fruitful alignment of interests and purposes and establish the basis of durable collaborations. The participants to the seminar will thus familiarize themselves with different challenges and issues regarding token logic design and the building of nomadic, anti-fragile socio-technical infrastructures for the coming economy.

Registration required. The three-part seminar with Erik Bordeleau is open to all interested parties, regardless of age, occupation or level of education. Due to limited capacity, however, we ask that you submit a short letter about you yourself and your interest in the seminar by March 28th to schoolofdisobedience@protonmail.com. You will then receive additional information directly.

Erik Bordeleau is a fugitive financial planner at the Economic Space Agency (ECSA) and researcher at the SenseLab (Montreal, Concordia University). His work articulates at the intersection of political philosophy, financial theory, contemporary art and media studies. He is currently working on the creation of an MA program in cryptoeconomics at the Global Center for Advanced Studies (GCAS) and enjoy, from time to time, the discreet charm of the precariat.

School of Disobedience: Art and the Blockchain – Token Logic Design Sessions #2

With Erik Bordeleau

With the advent of blockchain or distributed ledger technologies, more and more people are experimenting with new logics and protocols of self-organization, embracing and inventing different networked-based, p2p models of governance and value production along the way. Are we moving toward what Lovink and Rossiter have dubbed "organized networks" or "networks with consequences"? What are the different techno-social components defining these emerging distributed autonomous organisations (DAO) and other new organizational forms? How can cryptographically enabled distributed economic-organizational systems - aka economic spaces - allow for the building of radically different modes of collective individuation?

This seminar will adopt a practice-based approach. Each session will introduce and discuss some blockchain-based initiatives oriented toward the creation of crypto-scalable commons. We will explore different ways of experimenting with programmable assemblages of smart contracts, semi-automated governance mechanisms, crypto-economics incentives and protocols for interaction designed to facilitate the fruitful alignment of interests and purposes and establish the basis of durable collaborations. The participants to the seminar will thus familiarize themselves with different challenges and issues regarding token logic design and the building of nomadic, anti-fragile socio-technical infrastructures for the coming economy.

Registration required. The three-part seminar with Erik Bordeleau is open to all interested parties, regardless of age, occupation or level of education. Due to limited capacity, however, we ask that you submit a short letter about you yourself and your interest in the seminar by March 28th to schoolofdisobedience@protonmail.com. You will then receive additional information directly.

Erik Bordeleau is a fugitive financial planner at the Economic Space Agency (ECSA) and researcher at the SenseLab (Montreal, Concordia University). His work articulates at the intersection of political philosophy, financial theory, contemporary art and media studies. He is currently working on the creation of an MA program in cryptoeconomics at the Global Center for Advanced Studies (GCAS) and enjoy, from time to time, the discreet charm of the precariat.

School of Disobedience: Art and the Blockchain

Szenische Lesung von The Sphere (Sara De Vylder, Olle Saloranta Strandberg) und Diskussion mit Erik Bordeleau

The Sphere ist eine radikal innovative peer-to-peer Community-Plattform für Selbstorganisation in den darstellenden Künsten. Bei The Sphere arbeiten Künstler*innen und Technolog*innen zusammen, um ein Gefüge von sogenannten Smart Contracts zu programmieren, die Gelder in Verbindung mit Performance-Projekte verteilen. Diese halbautomatischen Programme sind die "digitalen Seelen" von The Sphere. Ziel ist es, die Arbeitsmöglichkeiten für alle Teilnehmer*innen voranzutreiben und das Ökosystem der darstellenden Kunst sowohl materiell als auch künstlerisch zu fördern. Als kollaborative aufstrebende Infrastruktur ist The Sphere ein Appell, die traditionellen Rahmenbedingungen der kulturellen Produktion zu hinterfragen und mit ihnen zu experimentieren. Durch das Einbeziehen der Beteiligten und ihrer Beiträge in den kreativen Prozess und durch die Kreation von fairen sozio-finanziellen Anreizen, die das kollektive Verhalten positiv beeinflussen sollen, fördert The Sphere den Geist einer spekulativen Großzügigkeit. Der potentielle Erfolg einer einzelnen Performance wird somit zum Katalysator für die gesamte Gemeinschaft.

Erik Bordeleau ist ein „flüchtiger“ Finanzplaner bei der Economic Space Agency (ECSA) und Forscher am SenseLab (Montreal, Concordia University). Seine Arbeit bewegt sich an der Schnittstelle von politischer Philosophie, Finanztheorie, zeitgenössischer Kunst und Medienwissenschaft. Derzeit arbeitet er an der Erstellung eines Master-Programms für Kryptoökonomie am Global Center for Advanced Studies (GCAS) und genießt von Zeit zu Zeit den diskreten Charme des Prekariats.

School of Disobedience: Art and the Blockchain – Token Logic Design Sessions #1

With Erik Bordeleau

With the advent of blockchain or distributed ledger technologies, more and more people are experimenting with new logics and protocols of self-organization, embracing and inventing different networked-based, p2p models of governance and value production along the way. Are we moving toward what Lovink and Rossiter have dubbed "organized networks" or "networks with consequences"? What are the different techno-social components defining these emerging distributed autonomous organisations (DAO) and other new organizational forms? How can cryptographically enabled distributed economic-organizational systems - aka economic spaces - allow for the building of radically different modes of collective individuation?

This seminar will adopt a practice-based approach. Each session will introduce and discuss some blockchain-based initiatives oriented toward the creation of crypto-scalable commons. We will explore different ways of experimenting with programmable assemblages of smart contracts, semi-automated governance mechanisms, crypto-economics incentives and protocols for interaction designed to facilitate the fruitful alignment of interests and purposes and establish the basis of durable collaborations. The participants to the seminar will thus familiarize themselves with different challenges and issues regarding token logic design and the building of nomadic, anti-fragile socio-technical infrastructures for the coming economy.

Registration required. The three-part seminar with Erik Bordeleau is open to all interested parties, regardless of age, occupation or level of education. Due to limited capacity, however, we ask that you submit a short letter about you yourself and your interest in the seminar by March 28th to schoolofdisobedience@protonmail.com. You will then receive additional information directly.

Erik Bordeleau is a fugitive financial planner at the Economic Space Agency (ECSA) and researcher at the SenseLab (Montreal, Concordia University). His work articulates at the intersection of political philosophy, financial theory, contemporary art and media studies. He is currently working on the creation of an MA program in cryptoeconomics at the Global Center for Advanced Studies (GCAS) and enjoy, from time to time, the discreet charm of the precariat.

School of Disobedience: Climate Change – A History #3

Mit Wilko von Hardenberg

Wetter und Klima beeinflussen unser Leben auf verschiedensten Ebenen, vom Alltag bis hin zu apokalyptischen Visionen hinsichtlich der Zukunft. In den letzten Jahren wurde der Einfluss menschlichen Handels auf den Klimawandel zunehmend Gegenstand der öffentlichen Auseinandersetzung. Der Einfluss den Menschen auf den globalen Klimawandel löste bereits die Frage nach der Notwendigkeit einer neuen geologischen Epoche aus: dem Anthropozän. Das Seminar erkundet die Geschichte der Ideen, Strategien und Praktiken hinter dem heutigen Verständnis von Klima als globalem System. Ziel ist es, die aktuellen Debatten zum Klimawandel aus historisch-kritischer Perspektive zu betrachten, um sich den verschiedenen Interpretationsansätzen und Vorstellungen von Klima anzunähern.

Voranmeldung erforderlich: Das dreiteilige Seminar mit Wilko von Hardenberg richtet sich an alle Interessierten, unabhängig von Altersgruppe, Beruf oder Studienhintergrund. Da die Kapazität leider begrenzt ist, bitten wir um ein kurzes Schreiben zu Person und Teilnahmewunsch bis einschließlich 22. Februar 2019 an schoolofdisobedience@protonmail.com. Weitere Informationen erhalten Interessierte im Anschluss direkt per Email.

Wilko Graf von Hardenberg ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte Berlin, wo er die AG »Art of Judgement« koordiniert und zur Konzeptgeschichte des Meeresspiegels forscht. Von Hardenberg ist Geograph und Wissenschaftshistoriker. Er studierte in Turin und Cambridge. In seiner Forschung identifiziert er die verschiedenen Aspekte der Umweltgeschichte des 20. Jahrhunderts. Vor seiner Tätigkeit in Berlin, arbeitete er an der University of Wisconsin-Madison, am Rachel Carson Center for Environment and Society der Ludwig-Maximilians-Universität München, am Deutschen Museum in München, der Universität Trient sowie der Scuola Normale Superiore in Pisa.

Foto: Patsy Lynch/FEMA
Seaside Heights after Hurricane Sandy (New Jersey, Nov 2012)

School of Disobedience: Climate Change – A History

Wilko von Hardenberg im Gespräch mit Mark Lawrence

Wetter und Klima beeinflussen unser Leben auf verschiedensten Ebenen, vom Alltag bis hin zu apokalyptischen Visionen hinsichtlich der Zukunft. In den letzten Jahren wurde der Einfluss menschlichen Handels auf den Klimawandel zunehmend Gegenstand der öffentlichen Auseinandersetzung. Der Einfluss den Menschen auf den globalen Klimawandel löste bereits die Frage nach der Notwendigkeit einer neuen geologischen Epoche aus: dem Anthropozän. Das Seminar erkundet die Geschichte der Ideen, Strategien und Praktiken hinter dem heutigen Verständnis von Klima als globalem System. Ziel ist es, die aktuellen Debatten zum Klimawandel aus historisch-kritischer Perspektive zu betrachten, um sich den verschiedenen Interpretationsansätzen und Vorstellungen von Klima anzunähern.

Wilko Graf von Hardenberg ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte Berlin, wo er die AG »Art of Judgement« koordiniert und zur Konzeptgeschichte des Meeresspiegels forscht. Von Hardenberg ist Geograph und Wissenschaftshistoriker. Er studierte in Turin und Cambridge. In seiner Forschung identifiziert er die verschiedenen Aspekte der Umweltgeschichte des 20. Jahrhunderts. Vor seiner Tätigkeit in Berlin, arbeitete er an der University of Wisconsin-Madison, am Rachel Carson Center for Environment and Society der Ludwig-Maximilians-Universität München, am Deutschen Museum in München, der Universität Trient sowie der Scuola Normale Superiore in Pisa.

Prof. Dr. Mark Lawrence ist wissenschaftlicher Direktor am Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) in Potsdam, mit Schwerpunkt auf einer Reihe von nachhaltigen Entwicklungsfragen an den Schnittstellen zwischen Wissenschaft und Politik und zwischen Wissenschaft und Gesellschaft, unter anderem mit Hinblick auf die Abschwächung der Auswirkungen von kurzlebigen, klimabeeinflussenden Schadstoffen (short-lived, climate-forcing pollutants, SLCPs) und die möglichen Auswirkungen, Ungewissheiten und Risiken von Climate Engineering. Mark Lawrence promovierte 1996 am Georgia Institute for Technology und war am Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz und an der Universität Mainz tätig, bevor er 2011 zum IASS wechselte.

Foto: Patsy Lynch/FEMA
Seaside Heights after Hurricane Sandy (New Jersey, Nov 2012)

School of Disobedience: Climate Change – A History #2

Mit Wilko von Hardenberg

Wetter und Klima beeinflussen unser Leben auf verschiedensten Ebenen, vom Alltag bis hin zu apokalyptischen Visionen hinsichtlich der Zukunft. In den letzten Jahren wurde der Einfluss menschlichen Handels auf den Klimawandel zunehmend Gegenstand der öffentlichen Auseinandersetzung. Der Einfluss den Menschen auf den globalen Klimawandel löste bereits die Frage nach der Notwendigkeit einer neuen geologischen Epoche aus: dem Anthropozän. Das Seminar erkundet die Geschichte der Ideen, Strategien und Praktiken hinter dem heutigen Verständnis von Klima als globalem System. Ziel ist es, die aktuellen Debatten zum Klimawandel aus historisch-kritischer Perspektive zu betrachten, um sich den verschiedenen Interpretationsansätzen und Vorstellungen von Klima anzunähern.

Voranmeldung erforderlich: Das dreiteilige Seminar mit Wilko von Hardenberg richtet sich an alle Interessierten, unabhängig von Altersgruppe, Beruf oder Studienhintergrund. Da die Kapazität leider begrenzt ist, bitten wir um ein kurzes Schreiben zu Person und Teilnahmewunsch bis einschließlich 22. Februar 2019 an schoolofdisobedience@protonmail.com. Weitere Informationen erhalten Interessierte im Anschluss direkt per Email.

Wilko Graf von Hardenberg ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte Berlin, wo er die AG »Art of Judgement« koordiniert und zur Konzeptgeschichte des Meeresspiegels forscht. Von Hardenberg ist Geograph und Wissenschaftshistoriker. Er studierte in Turin und Cambridge. In seiner Forschung identifiziert er die verschiedenen Aspekte der Umweltgeschichte des 20. Jahrhunderts. Vor seiner Tätigkeit in Berlin, arbeitete er an der University of Wisconsin-Madison, am Rachel Carson Center for Environment and Society der Ludwig-Maximilians-Universität München, am Deutschen Museum in München, der Universität Trient sowie der Scuola Normale Superiore in Pisa.

Foto: Patsy Lynch/FEMA
Seaside Heights after Hurricane Sandy (New Jersey, Nov 2012)

School of Disobedience: Climate Change – A History #1

Mit Wilko von Hardenberg

Wetter und Klima beeinflussen unser Leben auf verschiedensten Ebenen, vom Alltag bis hin zu apokalyptischen Visionen hinsichtlich der Zukunft. In den letzten Jahren wurde der Einfluss menschlichen Handels auf den Klimawandel zunehmend Gegenstand der öffentlichen Auseinandersetzung. Der Einfluss den Menschen auf den globalen Klimawandel löste bereits die Frage nach der Notwendigkeit einer neuen geologischen Epoche aus: dem Anthropozän. Das Seminar erkundet die Geschichte der Ideen, Strategien und Praktiken hinter dem heutigen Verständnis von Klima als globalem System. Ziel ist es, die aktuellen Debatten zum Klimawandel aus historisch-kritischer Perspektive zu betrachten, um sich den verschiedenen Interpretationsansätzen und Vorstellungen von Klima anzunähern.

Voranmeldung erforderlich: Das dreiteilige Seminar mit Wilko von Hardenberg richtet sich an alle Interessierten, unabhängig von Altersgruppe, Beruf oder Studienhintergrund. Da die Kapazität leider begrenzt ist, bitten wir um ein kurzes Schreiben zu Person und Teilnahmewunsch bis einschließlich 22. Februar 2019 an schoolofdisobedience@protonmail.com. Weitere Informationen erhalten Interessierte im Anschluss direkt per Email.

Wilko Graf von Hardenberg ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte Berlin, wo er die AG »Art of Judgement« koordiniert und zur Konzeptgeschichte des Meeresspiegels forscht. Von Hardenberg ist Geograph und Wissenschaftshistoriker. Er studierte in Turin und Cambridge. In seiner Forschung identifiziert er die verschiedenen Aspekte der Umweltgeschichte des 20. Jahrhunderts. Vor seiner Tätigkeit in Berlin, arbeitete er an der University of Wisconsin-Madison, am Rachel Carson Center for Environment and Society der Ludwig-Maximilians-Universität München, am Deutschen Museum in München, der Universität Trient sowie der Scuola Normale Superiore in Pisa.

Foto: Patsy Lynch/FEMA
Seaside Heights after Hurricane Sandy (New Jersey, Nov 2012)

School of Disobedience: Kryptoökonomie #1/3

Die Anmeldung zum Seminar ist bereits beendet.

Eine Hochpriesterschaft der Finanzelite hält die Schlüssel zum Betriebssystem einer Volkswirtschaft, die Anzeichen einer Funktionsstörung aufweist. In diesem Zusammenhang gewinnen Commons-orientierte Netzwerkkollektive, -werte und -praktiken an Bedeutung. Bewegungen wie Free-/Open-Source-Software oder P2P basierte, kollaborative Wirtschaftsformen signalisieren eine kulturelle Verschiebung in Richtung einer nachhaltigeren, egalitären Zukunft. Können Kryptoökonomie und Blockchain-Technologien den Übergang von Überwachungskapitalismus und Datenextraktivismus zu einer gemeinsamen sozialen Architektur erleichtern? Dieser Kurs konzentriert sich auf kritische und kreative Auseinandersetzungen mit dem Aufbau und dem Ausbau von alternativen Visionen und Infrastrukturen. Auf der Speisekarte: Datensouveränität, Plattformkooperativismus, Universal Basic Income (oder besser Grundeinkommen!); kosmofinanzielle Praktiken und Werte zur prozessualen und ökologischen Integration der Externalitäten, die der aktuellen Kapitalbildung vorstehen; kritische Hinterfragung wichtiger kryptoökonomischer Konzepte und ihre Beziehung zum Erbe des Neoliberalismus; usw. “Sie bauen etwas, etwas hinein, etwas ganz unten. Gegenseitige Schulden, unbezahlbare Schulden, ungebundene Schulden, nicht konsolidierte Schulden… “ (The Undercommons)

Erik Bordeleau (PhD, Université de Montréal) ist Wissenschaftler am SenseLab (Concordia University, Montreal) und Finanzgestalter bei der Economic Space Agency (ECSA). Er ist außerdem Mitglied der Forschungsgruppe HAR (Histoire des arts et des representations - Université Paris Ouest Nanterre La défense) und Mitbegründer der Kollektive Entrepreneurs du commun und Econautic Consultancy. Seine Arbeit behandelt die Schnittstelle aus politischer Philosophie, Medien- und Finanztheorie, zeitgenössischer Kunst und Filmwissenschaft und legt einen starken Fokus auf den speculative turn und die Erneuerung der Frage nach dem Möglichen im zeitgenössischen Denken.

School of Disobedience: Experimentations in Alternative Economies – CommonCoin, FairCoin, and Bank of the Commons

Erik Bordeleau im Gespräch mit Emanuele Braga

Kryptoökonomie ermöglicht es, unsere Wahrnehmung von Wert und Bedeutung sozialer Kooperationen abseits von gewinnerzielenden Hegemonien neu zu denken. Seit 2015 entwickelt MACAO (Mailand) als Gemeinschaft auf der Grundlage von Commoncoin eine zirkuläre Ökonomie, die Arbeit vergütet und allen Mitgliedern ein monatliches Grundeinkommen in Euro zur Verfügung stellt. Die Initiative wurde in Zusammenarbeit mit dem Commonfaire Project entwickelt und ähnelt dem Faircon network und der Bank of the Commons. Diese drei Projekte repräsentieren sozio-politische Alternativen, die auf Kooperation und gegenseitiger Unterstützung basieren. Können wir uns eine Zukunft vorstellen, in der eine dezentralisierte Kryptoökonomie und algorithmusbasierte Infrastrukturen zum gesellschaftlichen Leben beitragen und darauf verzichten, demokratische Defizite als Kollateralschäden zu erzeugen?

Erik Bordeleau (PhD, Université de Montréal) ist Wissenschaftler am SenseLab (Concordia University, Montreal) und Finanzgestalter bei der Economic Space Agency (ECSA). Er ist außerdem Mitglied der Forschungsgruppe HAR (Histoire des arts et des representations - Université Paris Ouest Nanterre La défense) und Mitbegründer der Kollektive Entrepreneurs du commun und Econautic Consultancy. Seine Arbeit behandelt die Schnittstelle aus politischer Philosophie, Medien- und Finanztheorie, zeitgenössischer Kunst und Filmwissenschaft und legt einen starken Fokus auf den speculative turn und die Erneuerung der Frage nach dem Möglichen im zeitgenössischen Denken.

Emanuele Braga ist Künstler, Forscher und Aktivist. Neben seiner Arbeit bei MACAO gründete er die Tanz- und Theatergruppe Balletto Civile (2003), das Kunstprojekt Rhaze (2011) sowie Landscape Choreography (2012), die die Rolle des Körpers unter den Bedingungen des Kapitalismus in Frage stellt. Seine Forschung konzentriert sich auf Modelle der kulturellen Produktion, Prozesse sozialer Transformation, politische Ökonomie, Arbeitsrechte und Institutionen des Gemeinwesens.

School of Disobedience: Kryptoökonomie #1/2

Die Anmeldung zum Seminar ist bereits beendet.

Eine Hochpriesterschaft der Finanzelite hält die Schlüssel zum Betriebssystem einer Volkswirtschaft, die Anzeichen einer Funktionsstörung aufweist. In diesem Zusammenhang gewinnen Commons-orientierte Netzwerkkollektive, -werte und -praktiken an Bedeutung. Bewegungen wie Free-/Open-Source-Software oder P2P basierte, kollaborative Wirtschaftsformen signalisieren eine kulturelle Verschiebung in Richtung einer nachhaltigeren, egalitären Zukunft. Können Kryptoökonomie und Blockchain-Technologien den Übergang von Überwachungskapitalismus und Datenextraktivismus zu einer gemeinsamen sozialen Architektur erleichtern? Dieser Kurs konzentriert sich auf kritische und kreative Auseinandersetzungen mit dem Aufbau und dem Ausbau von alternativen Visionen und Infrastrukturen. Auf der Speisekarte: Datensouveränität, Plattformkooperativismus, Universal Basic Income (oder besser Grundeinkommen!); kosmofinanzielle Praktiken und Werte zur prozessualen und ökologischen Integration der Externalitäten, die der aktuellen Kapitalbildung vorstehen; kritische Hinterfragung wichtiger kryptoökonomischer Konzepte und ihre Beziehung zum Erbe des Neoliberalismus; usw. “Sie bauen etwas, etwas hinein, etwas ganz unten. Gegenseitige Schulden, unbezahlbare Schulden, ungebundene Schulden, nicht konsolidierte Schulden… “ (The Undercommons)

Erik Bordeleau (PhD, Université de Montréal) ist Wissenschaftler am SenseLab (Concordia University, Montreal) und Finanzgestalter bei der Economic Space Agency (ECSA). Er ist außerdem Mitglied der Forschungsgruppe HAR (Histoire des arts et des representations - Université Paris Ouest Nanterre La défense) und Mitbegründer der Kollektive Entrepreneurs du commun und Econautic Consultancy. Seine Arbeit behandelt die Schnittstelle aus politischer Philosophie, Medien- und Finanztheorie, zeitgenössischer Kunst und Filmwissenschaft und legt einen starken Fokus auf den speculative turn und die Erneuerung der Frage nach dem Möglichen im zeitgenössischen Denken.

School of Disobedience: Kryptoökonomie #1/1

Die Anmeldung zum Seminar ist bereits beendet.

Eine Hochpriesterschaft der Finanzelite hält die Schlüssel zum Betriebssystem einer Volkswirtschaft, die Anzeichen einer Funktionsstörung aufweist. In diesem Zusammenhang gewinnen Commons-orientierte Netzwerkkollektive, -werte und -praktiken an Bedeutung. Bewegungen wie Free-/Open-Source-Software oder P2P basierte, kollaborative Wirtschaftsformen signalisieren eine kulturelle Verschiebung in Richtung einer nachhaltigeren, egalitären Zukunft. Können Kryptoökonomie und Blockchain-Technologien den Übergang von Überwachungskapitalismus und Datenextraktivismus zu einer gemeinsamen sozialen Architektur erleichtern? Dieser Kurs konzentriert sich auf kritische und kreative Auseinandersetzungen mit dem Aufbau und dem Ausbau von alternativen Visionen und Infrastrukturen. Auf der Speisekarte: Datensouveränität, Plattformkooperativismus, Universal Basic Income (oder besser Grundeinkommen!); kosmofinanzielle Praktiken und Werte zur prozessualen und ökologischen Integration der Externalitäten, die der aktuellen Kapitalbildung vorstehen; kritische Hinterfragung wichtiger kryptoökonomischer Konzepte und ihre Beziehung zum Erbe des Neoliberalismus; usw. “Sie bauen etwas, etwas hinein, etwas ganz unten. Gegenseitige Schulden, unbezahlbare Schulden, ungebundene Schulden, nicht konsolidierte Schulden… “ (The Undercommons)

Erik Bordeleau (PhD, Université de Montréal) ist Wissenschaftler am SenseLab (Concordia University, Montreal) und Finanzgestalter bei der Economic Space Agency (ECSA). Er ist außerdem Mitglied der Forschungsgruppe HAR (Histoire des arts et des representations - Université Paris Ouest Nanterre La défense) und Mitbegründer der Kollektive Entrepreneurs du commun und Econautic Consultancy. Seine Arbeit behandelt die Schnittstelle aus politischer Philosophie, Medien- und Finanztheorie, zeitgenössischer Kunst und Filmwissenschaft und legt einen starken Fokus auf den speculative turn und die Erneuerung der Frage nach dem Möglichen im zeitgenössischen Denken.

School of Disobedience: Re-Thinking Value at the End of the Economy Eine Einführung in die Kryptoökonomie

Einlass 18:00, Beginn 19:00
Tickets: 5 / erm. 3 €

Aus dem glühenden Kern der Occupy Wall Street-Bewegung bleibt bis heute eine Frage unbeantwortet: Wie besetzt man eine finanzielle Abstraktion? Die Economic Space Agency (ECSA) ist in diesem neuen Blockchain-Raum tätig ist und sieht in der Kryptofinanzierung ein Ausdrucksmedium mit dem Potenzial, die Beschränkungen der gegenwärtigen Marktwirtschaft zu überschreiten. Anhand der Kryptoökonomie wird es möglich, die Geldform von innen her zu rekonstruieren und zu dekolonisieren und sich so p2p-Ökosysteme von Werten vorzustellen, die dem herkömmlichen kapitalistischen Bereich entkommen oder diesen zumindest neu definieren könnten.

Mit Erik Bordeleau von der Economic Space Agency

Erik Bordeleau (PhD, Université de Montréal) ist Wissenschaftler am SenseLab (Concordia University, Montreal) und Finanzgestalter bei der Economic Space Agency (ECSA). Er ist außerdem Mitglied der Forschungsgruppe HAR (Histoire des arts et des representations - Université Paris Ouest Nanterre La défense) und Mitbegründer der Kollektive Entrepreneurs du commun und Econautic Consultancy. Seine Arbeit behandelt die Schnittstelle aus politischer Philosophie, Medien- und Finanztheorie, zeitgenössischer Kunst und Filmwissenschaft und legt einen starken Fokus auf den speculative turn und die Erneuerung der Frage nach dem Möglichen im zeitgenössischen Denken.

Die Economic Space Agency bringt radikale Ökonomen, Software-Ingenieure, Künstler, Theoretiker und Kryptotechnologen zusammen, um sich einer einzigartigen wirtschaftlichen, ethischen, ästhetischen und politischen Herausforderung zu stellen: die Neuerfindung des Finanzwesens als kollektive Praxis von Zukunftsgestaltung und das Neudenken von Wert am Ende einer Wirtschaftsform, wie wir sie kennen.

School of Disobedience, Seminar #1/4

Während die demokratischen politischen Institutionen immer noch von einem genau zu beschreibenden Demos ausgehen, der innerhalb von nationalen Grenzen existiert, haben die weltweiten Migrationsbewegungen und die digitale Kommunikation gezeigt, wie schwer diese Konzeption aufrecht zu erhalten ist. Gleichzeitig ist die "Willkommenskultur" in die Defensive geraten, was zu einer neuen Betonung von staatlicher Souveränität geführt hat (sowohl von rechts wie von links). Dieser vierteilige Workshop versucht, neue Denkweise zu finden, wie eine egalitäre Politik durchlässiger Grenzen heute aussehen könnte. Der Schlüssel dabei ist es, nicht nur die humanitäre Hilfe für Geflüchtete auszuweiten, sondern offene politische Institutionen zu schaffen, die sozial verantwortlich sind. Welche Wissensformen können uns dabei helfen, diese Herausforderung zu meistern? Durch Treffen mit Wissenschaftlern und Aktivisten, die an der vordersten Schnittstelle dieses Denkens agieren, werden wir versuchen, neue Konzepte für unsere transnationalen politischen Gemeinschaften zu finden. Es sind vier unterschiedliche Blickwinkel aus vier Disziplinen, die die Diskussion prägen werden: digitale Kommunikation, Poesie, psychische Gesundheit, Recht. All angemeldeten Teilnehmer bekommen ein kleines Lunch und ausgewähltes Seminarmaterial, das die Grundlage unserer Diskussionen bildet. Eine mögliche Hausaufgabe sind Fotos, die mit dem Smartphone gemacht werden.

Das Seminar ist offen für alle Interessierten und umsonst. Die Teilnehmerzahl ist allerdings beschränkt, um sich anzumelden, bitten wir eine kurze Begründung für das Kursinteresse an itamar.mann@gmail.com zu schicken.

In Partnerschaft mit DeutschPlus und Die Offene Gesellschaft

[logo DoG 60]

Dr. Itamar Mann unterrichtet an der University of Haifa, Faculty of Law. Sein Forschungsschwerpunkt ist internationales Recht und politische Theorie mit besonderer Betonung der rechtlichen, politischen und ethischen Fragen von Geflüchteten und Migranten. Mann hat in den wichtigsten Zeitschriften veröffentlicht und Bücher mitherausgegeben, seine Monographie Humanity at Sea: Maritime Migration and the Foundations of International Law erschien 2016 bei der Cambridge University Press. Neben seiner akademischen Arbeit ist er juristischer Berater von GLAN (Global Legal Action Network). Bevor er nach Haifa wechselte, war Mann Fellow am Georgetown Law Center, Washington DC. Er hat einen LLB der Tel Aviv University und einen LLM und JSD der Yale Law School.

Workshop-Plan:

08.10.18, 12:00-14:00: Digital Integrations
Gast: Safaa AbuJarour, Universität Potsdam

Frau AbuJarour ist eine Doktorkandidatin an der Universität Potsdam. Ihr Forschungsgebiet ist “The Role of Technology in Alleviating the Current Refugees’ Crisis”, sie wendet wissenschaftliche Methoden bei der Nutzung von sozialen Medien durch Flüchtlinge in Deutschland an, um die Chance ihrer Integration in die neue Gesellschaft zu befördern.

Literatur:

Weitere Literatur:

15.10.18, 12:00-14:00: Placeless Poets
Gast: Prof. Lyndsey Stonebridge, University of Birmingham

Professor Stonebrige hält den interdisziplinären Lehrstuhl für Humanities and Human Rights an der University of Birmingham. Ihre Arbeit legt einen Schwerpunkt auf die Literatur und Geschichte des 20. und 21. Jahrhunderts, Menschenrechte und Flüchtlingsstudien. Zuletzt erschien: Placeless People: Writing, Rights and Refugees came out this year with Oxford University Press.

Literatur:

  • Hannah Arendt, “We Refugees
  • Lyndsey Stonebridge, Placeless People (Oxford University Press, 2018) (excerpt, TBA)

22.10.18, 12:00-14:00: Trauma and Transnational Identity
Gast: Dr. Essam Daod, Humanity Crew

Im Jahr 2015 gründete Dr. Daod Humanity Crew, gemeinsam mit seiner Frau Maria Jammal. Von Griechenland aus war es das Ziel von Humanity Crew, erfahrene Praktiker aus der psychischen Gesundheitsarbeit und qualifizierte Freiwillige zu finden, auszubilden und zum Einsatz zu bringen, um psychosoziale Hilfe für Geflüchtete und Vertriebene zu leisten und dabei den Zustand der Geflüchteten zu verbessern und weitere Traumatisierung zu verhindern. Neben dieser operationellen Arbeit widmet sich Humanity Crew der Aufgabe, die Bedeutung von psychischer Gesundheit als einen grundlegenden Aspekt der Antwort auf humanitäre Krisen deutlich zu machen.

Literatur:

29.10.18, 12:00-14:00: “We the Migrants”

Literatur:

  • Gregory Feldman, We Are all Migrants: Political Action and the Ubiquitous Condition of Migrant-hood (Stanford University Press, 2015) (Introduction)
  • Atossa Araxia Abrahamian, The Cosmopolites (Columbia University Press, 2015) (Afterward)
  • Dr. Itamar Mann, Humanity at Sea: Maritime Migration and the Foundations of International Law (Cambridge University Press, 2016 (Chapter 6)
  • Richard Seymour, Reinventing the Anti-Immigrant Wheel, Patreon, September 3, 2018
School of Disobedience, Seminar #1/3

Während die demokratischen politischen Institutionen immer noch von einem genau zu beschreibenden Demos ausgehen, der innerhalb von nationalen Grenzen existiert, haben die weltweiten Migrationsbewegungen und die digitale Kommunikation gezeigt, wie schwer diese Konzeption aufrecht zu erhalten ist. Gleichzeitig ist die "Willkommenskultur" in die Defensive geraten, was zu einer neuen Betonung von staatlicher Souveränität geführt hat (sowohl von rechts wie von links). Dieser vierteilige Workshop versucht, neue Denkweise zu finden, wie eine egalitäre Politik durchlässiger Grenzen heute aussehen könnte. Der Schlüssel dabei ist es, nicht nur die humanitäre Hilfe für Geflüchtete auszuweiten, sondern offene politische Institutionen zu schaffen, die sozial verantwortlich sind. Welche Wissensformen können uns dabei helfen, diese Herausforderung zu meistern? Durch Treffen mit Wissenschaftlern und Aktivisten, die an der vordersten Schnittstelle dieses Denkens agieren, werden wir versuchen, neue Konzepte für unsere transnationalen politischen Gemeinschaften zu finden. Es sind vier unterschiedliche Blickwinkel aus vier Disziplinen, die die Diskussion prägen werden: digitale Kommunikation, Poesie, psychische Gesundheit, Recht. All angemeldeten Teilnehmer bekommen ein kleines Lunch und ausgewähltes Seminarmaterial, das die Grundlage unserer Diskussionen bildet. Eine mögliche Hausaufgabe sind Fotos, die mit dem Smartphone gemacht werden.

Das Seminar ist offen für alle Interessierten und umsonst. Die Teilnehmerzahl ist allerdings beschränkt, um sich anzumelden, bitten wir eine kurze Begründung für das Kursinteresse an itamar.mann@gmail.com zu schicken.

In Partnerschaft mit DeutschPlus und Die Offene Gesellschaft

[logo DoG 60]

Dr. Itamar Mann unterrichtet an der University of Haifa, Faculty of Law. Sein Forschungsschwerpunkt ist internationales Recht und politische Theorie mit besonderer Betonung der rechtlichen, politischen und ethischen Fragen von Geflüchteten und Migranten. Mann hat in den wichtigsten Zeitschriften veröffentlicht und Bücher mitherausgegeben, seine Monographie Humanity at Sea: Maritime Migration and the Foundations of International Law erschien 2016 bei der Cambridge University Press. Neben seiner akademischen Arbeit ist er juristischer Berater von GLAN (Global Legal Action Network). Bevor er nach Haifa wechselte, war Mann Fellow am Georgetown Law Center, Washington DC. Er hat einen LLB der Tel Aviv University und einen LLM und JSD der Yale Law School.

Workshop-Plan:

08.10.18, 12:00-14:00: Digital Integrations
Gast: Safaa AbuJarour, Universität Potsdam

Frau AbuJarour ist eine Doktorkandidatin an der Universität Potsdam. Ihr Forschungsgebiet ist “The Role of Technology in Alleviating the Current Refugees’ Crisis”, sie wendet wissenschaftliche Methoden bei der Nutzung von sozialen Medien durch Flüchtlinge in Deutschland an, um die Chance ihrer Integration in die neue Gesellschaft zu befördern.

Literatur:

Weitere Literatur:

15.10.18, 12:00-14:00: Placeless Poets
Gast: Prof. Lyndsey Stonebridge, University of Birmingham

Professor Stonebrige hält den interdisziplinären Lehrstuhl für Humanities and Human Rights an der University of Birmingham. Ihre Arbeit legt einen Schwerpunkt auf die Literatur und Geschichte des 20. und 21. Jahrhunderts, Menschenrechte und Flüchtlingsstudien. Zuletzt erschien: Placeless People: Writing, Rights and Refugees came out this year with Oxford University Press.

Literatur:

  • Hannah Arendt, “We Refugees
  • Lyndsey Stonebridge, Placeless People (Oxford University Press, 2018) (excerpt, TBA)

22.10.18, 12:00-14:00: Trauma and Transnational Identity
Gast: Dr. Essam Daod, Humanity Crew

Im Jahr 2015 gründete Dr. Daod Humanity Crew, gemeinsam mit seiner Frau Maria Jammal. Von Griechenland aus war es das Ziel von Humanity Crew, erfahrene Praktiker aus der psychischen Gesundheitsarbeit und qualifizierte Freiwillige zu finden, auszubilden und zum Einsatz zu bringen, um psychosoziale Hilfe für Geflüchtete und Vertriebene zu leisten und dabei den Zustand der Geflüchteten zu verbessern und weitere Traumatisierung zu verhindern. Neben dieser operationellen Arbeit widmet sich Humanity Crew der Aufgabe, die Bedeutung von psychischer Gesundheit als einen grundlegenden Aspekt der Antwort auf humanitäre Krisen deutlich zu machen.

Literatur:

28.10.18, 12:00-14:00: “We the Migrants”

Literatur:

  • Gregory Feldman, We Are all Migrants: Political Action and the Ubiquitous Condition of Migrant-hood (Stanford University Press, 2015) (Introduction)
  • Atossa Araxia Abrahamian, The Cosmopolites (Columbia University Press, 2015) (Afterward)
  • Dr. Itamar Mann, Humanity at Sea: Maritime Migration and the Foundations of International Law (Cambridge University Press, 2016 (Chapter 6)
  • Richard Seymour, Reinventing the Anti-Immigrant Wheel, Patreon, September 3, 2018
School of Disobedience, Seminar #1/1

Während die demokratischen politischen Institutionen immer noch von einem genau zu beschreibenden Demos ausgehen, der innerhalb von nationalen Grenzen existiert, haben die weltweiten Migrationsbewegungen und die digitale Kommunikation gezeigt, wie schwer diese Konzeption aufrecht zu erhalten ist. Gleichzeitig ist die "Willkommenskultur" in die Defensive geraten, was zu einer neuen Betonung von staatlicher Souveränität geführt hat (sowohl von rechts wie von links). Dieser vierteilige Workshop versucht, neue Denkweise zu finden, wie eine egalitäre Politik durchlässiger Grenzen heute aussehen könnte. Der Schlüssel dabei ist es, nicht nur die humanitäre Hilfe für Geflüchtete auszuweiten, sondern offene politische Institutionen zu schaffen, die sozial verantwortlich sind. Welche Wissensformen können uns dabei helfen, diese Herausforderung zu meistern? Durch Treffen mit Wissenschaftlern und Aktivisten, die an der vordersten Schnittstelle dieses Denkens agieren, werden wir versuchen, neue Konzepte für unsere transnationalen politischen Gemeinschaften zu finden. Es sind vier unterschiedliche Blickwinkel aus vier Disziplinen, die die Diskussion prägen werden: digitale Kommunikation, Poesie, psychische Gesundheit, Recht. All angemeldeten Teilnehmer bekommen ein kleines Lunch und ausgewähltes Seminarmaterial, das die Grundlage unserer Diskussionen bildet. Eine mögliche Hausaufgabe sind Fotos, die mit dem Smartphone gemacht werden.

Das Seminar ist offen für alle Interessierten und umsonst. Die Teilnehmerzahl ist allerdings beschränkt, um sich anzumelden, bitten wir eine kurze Begründung für das Kursinteresse an itamar.mann@gmail.com zu schicken.

In Partnerschaft mit DeutschPlus und Die Offene Gesellschaft

[logo DoG 60]

Dr. Itamar Mann unterrichtet an der University of Haifa, Faculty of Law. Sein Forschungsschwerpunkt ist internationales Recht und politische Theorie mit besonderer Betonung der rechtlichen, politischen und ethischen Fragen von Geflüchteten und Migranten. Mann hat in den wichtigsten Zeitschriften veröffentlicht und Bücher mitherausgegeben, seine Monographie Humanity at Sea: Maritime Migration and the Foundations of International Law erschien 2016 bei der Cambridge University Press. Neben seiner akademischen Arbeit ist er juristischer Berater von GLAN (Global Legal Action Network). Bevor er nach Haifa wechselte, war Mann Fellow am Georgetown Law Center, Washington DC. Er hat einen LLB der Tel Aviv University und einen LLM und JSD der Yale Law School.

Workshop-Plan:

08.10.18, 12:00-14:00: Digital Integrations
Gast: Safaa AbuJarour, Universität Potsdam

Frau AbuJarour ist eine Doktorkandidatin an der Universität Potsdam. Ihr Forschungsgebiet ist “The Role of Technology in Alleviating the Current Refugees’ Crisis”, sie wendet wissenschaftliche Methoden bei der Nutzung von sozialen Medien durch Flüchtlinge in Deutschland an, um die Chance ihrer Integration in die neue Gesellschaft zu befördern.

Literatur:

Weitere Literatur:

15.10.18, 12:00-14:00: Placeless Poets
Gast: Prof. Lyndsey Stonebridge, University of Birmingham

Professor Stonebrige hält den interdisziplinären Lehrstuhl für Humanities and Human Rights an der University of Birmingham. Ihre Arbeit legt einen Schwerpunkt auf die Literatur und Geschichte des 20. und 21. Jahrhunderts, Menschenrechte und Flüchtlingsstudien. Zuletzt erschien: Placeless People: Writing, Rights and Refugees came out this year with Oxford University Press.

Literatur:

  • Hannah Arendt, “We Refugees
  • Lyndsey Stonebridge, Placeless People (Oxford University Press, 2018) (excerpt, TBA)

22.10.18, 12:00-14:00: Trauma and Transnational Identity
Gast: Dr. Essam Daod, Humanity Crew

Im Jahr 2015 gründete Dr. Daod Humanity Crew, gemeinsam mit seiner Frau Maria Jammal. Von Griechenland aus war es das Ziel von Humanity Crew, erfahrene Praktiker aus der psychischen Gesundheitsarbeit und qualifizierte Freiwillige zu finden, auszubilden und zum Einsatz zu bringen, um psychosoziale Hilfe für Geflüchtete und Vertriebene zu leisten und dabei den Zustand der Geflüchteten zu verbessern und weitere Traumatisierung zu verhindern. Neben dieser operationellen Arbeit widmet sich Humanity Crew der Aufgabe, die Bedeutung von psychischer Gesundheit als einen grundlegenden Aspekt der Antwort auf humanitäre Krisen deutlich zu machen.

Literatur:

28.10.18, 12:00-14:00: “We the Migrants”

Literatur:

  • Gregory Feldman, We Are all Migrants: Political Action and the Ubiquitous Condition of Migrant-hood (Stanford University Press, 2015) (Introduction)
  • Atossa Araxia Abrahamian, The Cosmopolites (Columbia University Press, 2015) (Afterward)
  • Dr. Itamar Mann, Humanity at Sea: Maritime Migration and the Foundations of International Law (Cambridge University Press, 2016 (Chapter 6)
  • Richard Seymour, Reinventing the Anti-Immigrant Wheel, Patreon, September 3, 2018
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