VOLKSBÜHNE
Berlin

Foto: Maciek Nabrdalik / VII

School of Disobedience
What is the importance of mental health for refugees?
A conversation between Dr. Itamar Mann and Dr. Essam Daod
22.10.

Diskurs
In englischer Sprache

The global refugee crisis is a mental health catastrophe, leaving millions in need of psychological support to overcome the traumas of dislocation and conflict. To undo the damage, child psychiatrist and TED Fellow Essam Daod has been working in camps, rescue boats and the shorelines of Greece and the Mediterranean Sea to help refugees (a quarter of which are children) reframe their experiences through short, powerful psychological interventions. "We can all do something to prevent this mental health catastrophe," Daod says. "We need to acknowledge that first aid is not just needed for the body, but it has also to include the mind, the soul."

Dr. Itamar Mann is a senior lecturer at the University of Haifa, Faculty of Law. His scholarship focuses on international law and political theory with an emphasis on the legal, political, and ethical questions refugees and migrants raise. Mann has published widely in leading journals and edited volumes, and his monograph, Humanity at Sea: Maritime Migration and the Foundations of International Law, came out with Cambridge University Press in 2016. Alongside his academic work, he is a legal adviser at GLAN (Global Legal Action Network), where he advances strategic litigation, focusing on migrant and refugee rights. Before moving to Haifa, Mann held a fellowship at Georgetown Law Center, Washington DC. His education includes an LLB from Tel Aviv University, and LLM and JSD degrees from Yale Law School.

In 2015, Dr. Essam Daod founded Humanity Crew with his wife Maria Jammal. With an operating base in Greece, Humanity Crew recruits, trains and deploys mental health professionals and qualified volunteers to deliver psychosocial services to refugees and displaced populations in an effort to improve refugee well-being and prevent further trauma. Alongside its operational work, Humanity Crew is dedicating to raising the profile of mental health care as a fundamental aspect of emergency humanitarian crisis response.


School of Disobedience
Die School of Disobedience ist ein experimentelles Format, das neue Wege der unabhängigen Wissensproduktion im 21. Jahrhundert testet. Sie ist aus dem Geist der Stadt Berlin geboren, die ein Bild für diese Zeit und diese Welt ist, heterogen, international, politisiert. Ziel der School of Disobedience ist es, dieses Potential der Stadt zu bündeln und für die Arbeit an einer gemeinsamen Zukunft fruchtbar zu machen. In der Verbindung von humanistischen und technologischen Perspektiven gilt es, konkrete Projekte anzustoßen, die einen progressiven Gesellschaftsbegriff verwirklichen und unseren Gerechtigkeitssinn schärfen.

Seit Frühling 2018 veranstaltet die School of Disobedience im Grünen Salon einer Reihe von Veranstaltungen, welche Fragen von Form und Inhalt para-akademischen Arbeitens testen. In dieser Spielzeit wird es Seminar-Formate geben, die sich an alle richten, die an der Verbindung von akademischem und aktivistischem Denken und Arbeiten interessiert sind, eine Werkstatt für Technologen wie Theoretiker, ein Makerspace für Menschen mit Erfahrungen in den verschiedensten Bereichen, von Jura zu Coding, von NGO zu Universität. Jeden Monat führt ein anderer wissenschaftlicher Experte ein Seminar über sein Forschungsgebiet durch und lädt Menschen aller Altersgruppen, Berufe und Erfahrungen als Teilnehmer*innen ein. Außerdem gibt es monatliche öffentliche Abendveranstaltungen, die dem Publikum einen Einblick in das jeweilige Thema geben sollen.

Die School of Disobedience wird realisiert in Zusammenarbeit mit der Nemetschek Stiftung.

Vergangene Veranstaltungen

School of Disobedience: Kryptoökonomie #1/2

Die Anmeldung zum Seminar ist bereits beendet.

Eine Hochpriesterschaft der Finanzelite hält die Schlüssel zum Betriebssystem einer Volkswirtschaft, die Anzeichen einer Funktionsstörung aufweist. In diesem Zusammenhang gewinnen Commons-orientierte Netzwerkkollektive, -werte und -praktiken an Bedeutung. Bewegungen wie Free-/Open-Source-Software oder P2P basierte, kollaborative Wirtschaftsformen signalisieren eine kulturelle Verschiebung in Richtung einer nachhaltigeren, egalitären Zukunft. Können Kryptoökonomie und Blockchain-Technologien den Übergang von Überwachungskapitalismus und Datenextraktivismus zu einer gemeinsamen sozialen Architektur erleichtern? Dieser Kurs konzentriert sich auf kritische und kreative Auseinandersetzungen mit dem Aufbau und dem Ausbau von alternativen Visionen und Infrastrukturen. Auf der Speisekarte: Datensouveränität, Plattformkooperativismus, Universal Basic Income (oder besser Grundeinkommen!); kosmofinanzielle Praktiken und Werte zur prozessualen und ökologischen Integration der Externalitäten, die der aktuellen Kapitalbildung vorstehen; kritische Hinterfragung wichtiger kryptoökonomischer Konzepte und ihre Beziehung zum Erbe des Neoliberalismus; usw. “Sie bauen etwas, etwas hinein, etwas ganz unten. Gegenseitige Schulden, unbezahlbare Schulden, ungebundene Schulden, nicht konsolidierte Schulden… “ (The Undercommons)

Erik Bordeleau (PhD, Université de Montréal) ist Wissenschaftler am SenseLab (Concordia University, Montreal) und Finanzgestalter bei der Economic Space Agency (ECSA). Er ist außerdem Mitglied der Forschungsgruppe HAR (Histoire des arts et des representations - Université Paris Ouest Nanterre La défense) und Mitbegründer der Kollektive Entrepreneurs du commun und Econautic Consultancy. Seine Arbeit behandelt die Schnittstelle aus politischer Philosophie, Medien- und Finanztheorie, zeitgenössischer Kunst und Filmwissenschaft und legt einen starken Fokus auf den speculative turn und die Erneuerung der Frage nach dem Möglichen im zeitgenössischen Denken.

School of Disobedience: Kryptoökonomie #1/1

Die Anmeldung zum Seminar ist bereits beendet.

Eine Hochpriesterschaft der Finanzelite hält die Schlüssel zum Betriebssystem einer Volkswirtschaft, die Anzeichen einer Funktionsstörung aufweist. In diesem Zusammenhang gewinnen Commons-orientierte Netzwerkkollektive, -werte und -praktiken an Bedeutung. Bewegungen wie Free-/Open-Source-Software oder P2P basierte, kollaborative Wirtschaftsformen signalisieren eine kulturelle Verschiebung in Richtung einer nachhaltigeren, egalitären Zukunft. Können Kryptoökonomie und Blockchain-Technologien den Übergang von Überwachungskapitalismus und Datenextraktivismus zu einer gemeinsamen sozialen Architektur erleichtern? Dieser Kurs konzentriert sich auf kritische und kreative Auseinandersetzungen mit dem Aufbau und dem Ausbau von alternativen Visionen und Infrastrukturen. Auf der Speisekarte: Datensouveränität, Plattformkooperativismus, Universal Basic Income (oder besser Grundeinkommen!); kosmofinanzielle Praktiken und Werte zur prozessualen und ökologischen Integration der Externalitäten, die der aktuellen Kapitalbildung vorstehen; kritische Hinterfragung wichtiger kryptoökonomischer Konzepte und ihre Beziehung zum Erbe des Neoliberalismus; usw. “Sie bauen etwas, etwas hinein, etwas ganz unten. Gegenseitige Schulden, unbezahlbare Schulden, ungebundene Schulden, nicht konsolidierte Schulden… “ (The Undercommons)

Erik Bordeleau (PhD, Université de Montréal) ist Wissenschaftler am SenseLab (Concordia University, Montreal) und Finanzgestalter bei der Economic Space Agency (ECSA). Er ist außerdem Mitglied der Forschungsgruppe HAR (Histoire des arts et des representations - Université Paris Ouest Nanterre La défense) und Mitbegründer der Kollektive Entrepreneurs du commun und Econautic Consultancy. Seine Arbeit behandelt die Schnittstelle aus politischer Philosophie, Medien- und Finanztheorie, zeitgenössischer Kunst und Filmwissenschaft und legt einen starken Fokus auf den speculative turn und die Erneuerung der Frage nach dem Möglichen im zeitgenössischen Denken.

School of Disobedience: Re-Thinking Value at the End of the Economy Eine Einführung in die Kryptoökonomie

Einlass 18:00, Beginn 19:00
Tickets: 5 / erm. 3 €

Aus dem glühenden Kern der Occupy Wall Street-Bewegung bleibt bis heute eine Frage unbeantwortet: Wie besetzt man eine finanzielle Abstraktion? Die Economic Space Agency (ECSA) ist in diesem neuen Blockchain-Raum tätig ist und sieht in der Kryptofinanzierung ein Ausdrucksmedium mit dem Potenzial, die Beschränkungen der gegenwärtigen Marktwirtschaft zu überschreiten. Anhand der Kryptoökonomie wird es möglich, die Geldform von innen her zu rekonstruieren und zu dekolonisieren und sich so p2p-Ökosysteme von Werten vorzustellen, die dem herkömmlichen kapitalistischen Bereich entkommen oder diesen zumindest neu definieren könnten.

Mit Erik Bordeleau von der Economic Space Agency

Erik Bordeleau (PhD, Université de Montréal) ist Wissenschaftler am SenseLab (Concordia University, Montreal) und Finanzgestalter bei der Economic Space Agency (ECSA). Er ist außerdem Mitglied der Forschungsgruppe HAR (Histoire des arts et des representations - Université Paris Ouest Nanterre La défense) und Mitbegründer der Kollektive Entrepreneurs du commun und Econautic Consultancy. Seine Arbeit behandelt die Schnittstelle aus politischer Philosophie, Medien- und Finanztheorie, zeitgenössischer Kunst und Filmwissenschaft und legt einen starken Fokus auf den speculative turn und die Erneuerung der Frage nach dem Möglichen im zeitgenössischen Denken.

Die Economic Space Agency bringt radikale Ökonomen, Software-Ingenieure, Künstler, Theoretiker und Kryptotechnologen zusammen, um sich einer einzigartigen wirtschaftlichen, ethischen, ästhetischen und politischen Herausforderung zu stellen: die Neuerfindung des Finanzwesens als kollektive Praxis von Zukunftsgestaltung und das Neudenken von Wert am Ende einer Wirtschaftsform, wie wir sie kennen.

School of Disobedience, Seminar #1/4

Während die demokratischen politischen Institutionen immer noch von einem genau zu beschreibenden Demos ausgehen, der innerhalb von nationalen Grenzen existiert, haben die weltweiten Migrationsbewegungen und die digitale Kommunikation gezeigt, wie schwer diese Konzeption aufrecht zu erhalten ist. Gleichzeitig ist die "Willkommenskultur" in die Defensive geraten, was zu einer neuen Betonung von staatlicher Souveränität geführt hat (sowohl von rechts wie von links). Dieser vierteilige Workshop versucht, neue Denkweise zu finden, wie eine egalitäre Politik durchlässiger Grenzen heute aussehen könnte. Der Schlüssel dabei ist es, nicht nur die humanitäre Hilfe für Geflüchtete auszuweiten, sondern offene politische Institutionen zu schaffen, die sozial verantwortlich sind. Welche Wissensformen können uns dabei helfen, diese Herausforderung zu meistern? Durch Treffen mit Wissenschaftlern und Aktivisten, die an der vordersten Schnittstelle dieses Denkens agieren, werden wir versuchen, neue Konzepte für unsere transnationalen politischen Gemeinschaften zu finden. Es sind vier unterschiedliche Blickwinkel aus vier Disziplinen, die die Diskussion prägen werden: digitale Kommunikation, Poesie, psychische Gesundheit, Recht. All angemeldeten Teilnehmer bekommen ein kleines Lunch und ausgewähltes Seminarmaterial, das die Grundlage unserer Diskussionen bildet. Eine mögliche Hausaufgabe sind Fotos, die mit dem Smartphone gemacht werden.

Das Seminar ist offen für alle Interessierten und umsonst. Die Teilnehmerzahl ist allerdings beschränkt, um sich anzumelden, bitten wir eine kurze Begründung für das Kursinteresse an itamar.mann@gmail.com zu schicken.

In Partnerschaft mit DeutschPlus und Die Offene Gesellschaft

[logo DoG 60]

Dr. Itamar Mann unterrichtet an der University of Haifa, Faculty of Law. Sein Forschungsschwerpunkt ist internationales Recht und politische Theorie mit besonderer Betonung der rechtlichen, politischen und ethischen Fragen von Geflüchteten und Migranten. Mann hat in den wichtigsten Zeitschriften veröffentlicht und Bücher mitherausgegeben, seine Monographie Humanity at Sea: Maritime Migration and the Foundations of International Law erschien 2016 bei der Cambridge University Press. Neben seiner akademischen Arbeit ist er juristischer Berater von GLAN (Global Legal Action Network). Bevor er nach Haifa wechselte, war Mann Fellow am Georgetown Law Center, Washington DC. Er hat einen LLB der Tel Aviv University und einen LLM und JSD der Yale Law School.

Workshop-Plan:

08.10.18, 12:00-14:00: Digital Integrations
Gast: Safaa AbuJarour, Universität Potsdam

Frau AbuJarour ist eine Doktorkandidatin an der Universität Potsdam. Ihr Forschungsgebiet ist “The Role of Technology in Alleviating the Current Refugees’ Crisis”, sie wendet wissenschaftliche Methoden bei der Nutzung von sozialen Medien durch Flüchtlinge in Deutschland an, um die Chance ihrer Integration in die neue Gesellschaft zu befördern.

Literatur:

Weitere Literatur:

15.10.18, 12:00-14:00: Placeless Poets
Gast: Prof. Lyndsey Stonebridge, University of Birmingham

Professor Stonebrige hält den interdisziplinären Lehrstuhl für Humanities and Human Rights an der University of Birmingham. Ihre Arbeit legt einen Schwerpunkt auf die Literatur und Geschichte des 20. und 21. Jahrhunderts, Menschenrechte und Flüchtlingsstudien. Zuletzt erschien: Placeless People: Writing, Rights and Refugees came out this year with Oxford University Press.

Literatur:

  • Hannah Arendt, “We Refugees
  • Lyndsey Stonebridge, Placeless People (Oxford University Press, 2018) (excerpt, TBA)

22.10.18, 12:00-14:00: Trauma and Transnational Identity
Gast: Dr. Essam Daod, Humanity Crew

Im Jahr 2015 gründete Dr. Daod Humanity Crew, gemeinsam mit seiner Frau Maria Jammal. Von Griechenland aus war es das Ziel von Humanity Crew, erfahrene Praktiker aus der psychischen Gesundheitsarbeit und qualifizierte Freiwillige zu finden, auszubilden und zum Einsatz zu bringen, um psychosoziale Hilfe für Geflüchtete und Vertriebene zu leisten und dabei den Zustand der Geflüchteten zu verbessern und weitere Traumatisierung zu verhindern. Neben dieser operationellen Arbeit widmet sich Humanity Crew der Aufgabe, die Bedeutung von psychischer Gesundheit als einen grundlegenden Aspekt der Antwort auf humanitäre Krisen deutlich zu machen.

Literatur:

29.10.18, 12:00-14:00: “We the Migrants”

Literatur:

  • Gregory Feldman, We Are all Migrants: Political Action and the Ubiquitous Condition of Migrant-hood (Stanford University Press, 2015) (Introduction)
  • Atossa Araxia Abrahamian, The Cosmopolites (Columbia University Press, 2015) (Afterward)
  • Dr. Itamar Mann, Humanity at Sea: Maritime Migration and the Foundations of International Law (Cambridge University Press, 2016 (Chapter 6)
  • Richard Seymour, Reinventing the Anti-Immigrant Wheel, Patreon, September 3, 2018
School of Disobedience, Seminar #1/3

Während die demokratischen politischen Institutionen immer noch von einem genau zu beschreibenden Demos ausgehen, der innerhalb von nationalen Grenzen existiert, haben die weltweiten Migrationsbewegungen und die digitale Kommunikation gezeigt, wie schwer diese Konzeption aufrecht zu erhalten ist. Gleichzeitig ist die "Willkommenskultur" in die Defensive geraten, was zu einer neuen Betonung von staatlicher Souveränität geführt hat (sowohl von rechts wie von links). Dieser vierteilige Workshop versucht, neue Denkweise zu finden, wie eine egalitäre Politik durchlässiger Grenzen heute aussehen könnte. Der Schlüssel dabei ist es, nicht nur die humanitäre Hilfe für Geflüchtete auszuweiten, sondern offene politische Institutionen zu schaffen, die sozial verantwortlich sind. Welche Wissensformen können uns dabei helfen, diese Herausforderung zu meistern? Durch Treffen mit Wissenschaftlern und Aktivisten, die an der vordersten Schnittstelle dieses Denkens agieren, werden wir versuchen, neue Konzepte für unsere transnationalen politischen Gemeinschaften zu finden. Es sind vier unterschiedliche Blickwinkel aus vier Disziplinen, die die Diskussion prägen werden: digitale Kommunikation, Poesie, psychische Gesundheit, Recht. All angemeldeten Teilnehmer bekommen ein kleines Lunch und ausgewähltes Seminarmaterial, das die Grundlage unserer Diskussionen bildet. Eine mögliche Hausaufgabe sind Fotos, die mit dem Smartphone gemacht werden.

Das Seminar ist offen für alle Interessierten und umsonst. Die Teilnehmerzahl ist allerdings beschränkt, um sich anzumelden, bitten wir eine kurze Begründung für das Kursinteresse an itamar.mann@gmail.com zu schicken.

In Partnerschaft mit DeutschPlus und Die Offene Gesellschaft

[logo DoG 60]

Dr. Itamar Mann unterrichtet an der University of Haifa, Faculty of Law. Sein Forschungsschwerpunkt ist internationales Recht und politische Theorie mit besonderer Betonung der rechtlichen, politischen und ethischen Fragen von Geflüchteten und Migranten. Mann hat in den wichtigsten Zeitschriften veröffentlicht und Bücher mitherausgegeben, seine Monographie Humanity at Sea: Maritime Migration and the Foundations of International Law erschien 2016 bei der Cambridge University Press. Neben seiner akademischen Arbeit ist er juristischer Berater von GLAN (Global Legal Action Network). Bevor er nach Haifa wechselte, war Mann Fellow am Georgetown Law Center, Washington DC. Er hat einen LLB der Tel Aviv University und einen LLM und JSD der Yale Law School.

Workshop-Plan:

08.10.18, 12:00-14:00: Digital Integrations
Gast: Safaa AbuJarour, Universität Potsdam

Frau AbuJarour ist eine Doktorkandidatin an der Universität Potsdam. Ihr Forschungsgebiet ist “The Role of Technology in Alleviating the Current Refugees’ Crisis”, sie wendet wissenschaftliche Methoden bei der Nutzung von sozialen Medien durch Flüchtlinge in Deutschland an, um die Chance ihrer Integration in die neue Gesellschaft zu befördern.

Literatur:

Weitere Literatur:

15.10.18, 12:00-14:00: Placeless Poets
Gast: Prof. Lyndsey Stonebridge, University of Birmingham

Professor Stonebrige hält den interdisziplinären Lehrstuhl für Humanities and Human Rights an der University of Birmingham. Ihre Arbeit legt einen Schwerpunkt auf die Literatur und Geschichte des 20. und 21. Jahrhunderts, Menschenrechte und Flüchtlingsstudien. Zuletzt erschien: Placeless People: Writing, Rights and Refugees came out this year with Oxford University Press.

Literatur:

  • Hannah Arendt, “We Refugees
  • Lyndsey Stonebridge, Placeless People (Oxford University Press, 2018) (excerpt, TBA)

22.10.18, 12:00-14:00: Trauma and Transnational Identity
Gast: Dr. Essam Daod, Humanity Crew

Im Jahr 2015 gründete Dr. Daod Humanity Crew, gemeinsam mit seiner Frau Maria Jammal. Von Griechenland aus war es das Ziel von Humanity Crew, erfahrene Praktiker aus der psychischen Gesundheitsarbeit und qualifizierte Freiwillige zu finden, auszubilden und zum Einsatz zu bringen, um psychosoziale Hilfe für Geflüchtete und Vertriebene zu leisten und dabei den Zustand der Geflüchteten zu verbessern und weitere Traumatisierung zu verhindern. Neben dieser operationellen Arbeit widmet sich Humanity Crew der Aufgabe, die Bedeutung von psychischer Gesundheit als einen grundlegenden Aspekt der Antwort auf humanitäre Krisen deutlich zu machen.

Literatur:

28.10.18, 12:00-14:00: “We the Migrants”

Literatur:

  • Gregory Feldman, We Are all Migrants: Political Action and the Ubiquitous Condition of Migrant-hood (Stanford University Press, 2015) (Introduction)
  • Atossa Araxia Abrahamian, The Cosmopolites (Columbia University Press, 2015) (Afterward)
  • Dr. Itamar Mann, Humanity at Sea: Maritime Migration and the Foundations of International Law (Cambridge University Press, 2016 (Chapter 6)
  • Richard Seymour, Reinventing the Anti-Immigrant Wheel, Patreon, September 3, 2018
School of Disobedience, Seminar #1/2

Während die demokratischen politischen Institutionen immer noch von einem genau zu beschreibenden Demos ausgehen, der innerhalb von nationalen Grenzen existiert, haben die weltweiten Migrationsbewegungen und die digitale Kommunikation gezeigt, wie schwer diese Konzeption aufrecht zu erhalten ist. Gleichzeitig ist die "Willkommenskultur" in die Defensive geraten, was zu einer neuen Betonung von staatlicher Souveränität geführt hat (sowohl von rechts wie von links). Dieser vierteilige Workshop versucht, neue Denkweise zu finden, wie eine egalitäre Politik durchlässiger Grenzen heute aussehen könnte. Der Schlüssel dabei ist es, nicht nur die humanitäre Hilfe für Geflüchtete auszuweiten, sondern offene politische Institutionen zu schaffen, die sozial verantwortlich sind. Welche Wissensformen können uns dabei helfen, diese Herausforderung zu meistern? Durch Treffen mit Wissenschaftlern und Aktivisten, die an der vordersten Schnittstelle dieses Denkens agieren, werden wir versuchen, neue Konzepte für unsere transnationalen politischen Gemeinschaften zu finden. Es sind vier unterschiedliche Blickwinkel aus vier Disziplinen, die die Diskussion prägen werden: digitale Kommunikation, Poesie, psychische Gesundheit, Recht. All angemeldeten Teilnehmer bekommen ein kleines Lunch und ausgewähltes Seminarmaterial, das die Grundlage unserer Diskussionen bildet. Eine mögliche Hausaufgabe sind Fotos, die mit dem Smartphone gemacht werden.

Das Seminar ist offen für alle Interessierten und umsonst. Die Teilnehmerzahl ist allerdings beschränkt, um sich anzumelden, bitten wir eine kurze Begründung für das Kursinteresse an itamar.mann@gmail.com zu schicken.

In Partnerschaft mit DeutschPlus und Die Offene Gesellschaft

[logo DoG 60]

Dr. Itamar Mann unterrichtet an der University of Haifa, Faculty of Law. Sein Forschungsschwerpunkt ist internationales Recht und politische Theorie mit besonderer Betonung der rechtlichen, politischen und ethischen Fragen von Geflüchteten und Migranten. Mann hat in den wichtigsten Zeitschriften veröffentlicht und Bücher mitherausgegeben, seine Monographie Humanity at Sea: Maritime Migration and the Foundations of International Law erschien 2016 bei der Cambridge University Press. Neben seiner akademischen Arbeit ist er juristischer Berater von GLAN (Global Legal Action Network). Bevor er nach Haifa wechselte, war Mann Fellow am Georgetown Law Center, Washington DC. Er hat einen LLB der Tel Aviv University und einen LLM und JSD der Yale Law School.

Workshop-Plan:

08.10.18, 12:00-14:00: Digital Integrations
Gast: Safaa AbuJarour, Universität Potsdam

Frau AbuJarour ist eine Doktorkandidatin an der Universität Potsdam. Ihr Forschungsgebiet ist “The Role of Technology in Alleviating the Current Refugees’ Crisis”, sie wendet wissenschaftliche Methoden bei der Nutzung von sozialen Medien durch Flüchtlinge in Deutschland an, um die Chance ihrer Integration in die neue Gesellschaft zu befördern.

Literatur:

Weitere Literatur:

15.10.18, 12:00-14:00: Placeless Poets
Gast: Prof. Lyndsey Stonebridge, University of Birmingham

Professor Stonebrige hält den interdisziplinären Lehrstuhl für Humanities and Human Rights an der University of Birmingham. Ihre Arbeit legt einen Schwerpunkt auf die Literatur und Geschichte des 20. und 21. Jahrhunderts, Menschenrechte und Flüchtlingsstudien. Zuletzt erschien: Placeless People: Writing, Rights and Refugees came out this year with Oxford University Press.

Literatur:

  • Hannah Arendt, “We Refugees
  • Lyndsey Stonebridge, Placeless People (Oxford University Press, 2018) (excerpt, TBA)

22.10.18, 12:00-14:00: Trauma and Transnational Identity
Gast: Dr. Essam Daod, Humanity Crew

Im Jahr 2015 gründete Dr. Daod Humanity Crew, gemeinsam mit seiner Frau Maria Jammal. Von Griechenland aus war es das Ziel von Humanity Crew, erfahrene Praktiker aus der psychischen Gesundheitsarbeit und qualifizierte Freiwillige zu finden, auszubilden und zum Einsatz zu bringen, um psychosoziale Hilfe für Geflüchtete und Vertriebene zu leisten und dabei den Zustand der Geflüchteten zu verbessern und weitere Traumatisierung zu verhindern. Neben dieser operationellen Arbeit widmet sich Humanity Crew der Aufgabe, die Bedeutung von psychischer Gesundheit als einen grundlegenden Aspekt der Antwort auf humanitäre Krisen deutlich zu machen.

Literatur:

28.10.18, 12:00-14:00: “We the Migrants”

Literatur:

  • Gregory Feldman, We Are all Migrants: Political Action and the Ubiquitous Condition of Migrant-hood (Stanford University Press, 2015) (Introduction)
  • Atossa Araxia Abrahamian, The Cosmopolites (Columbia University Press, 2015) (Afterward)
  • Dr. Itamar Mann, Humanity at Sea: Maritime Migration and the Foundations of International Law (Cambridge University Press, 2016 (Chapter 6)
  • Richard Seymour, Reinventing the Anti-Immigrant Wheel, Patreon, September 3, 2018
School of Disobedience, Seminar #1/1

Während die demokratischen politischen Institutionen immer noch von einem genau zu beschreibenden Demos ausgehen, der innerhalb von nationalen Grenzen existiert, haben die weltweiten Migrationsbewegungen und die digitale Kommunikation gezeigt, wie schwer diese Konzeption aufrecht zu erhalten ist. Gleichzeitig ist die "Willkommenskultur" in die Defensive geraten, was zu einer neuen Betonung von staatlicher Souveränität geführt hat (sowohl von rechts wie von links). Dieser vierteilige Workshop versucht, neue Denkweise zu finden, wie eine egalitäre Politik durchlässiger Grenzen heute aussehen könnte. Der Schlüssel dabei ist es, nicht nur die humanitäre Hilfe für Geflüchtete auszuweiten, sondern offene politische Institutionen zu schaffen, die sozial verantwortlich sind. Welche Wissensformen können uns dabei helfen, diese Herausforderung zu meistern? Durch Treffen mit Wissenschaftlern und Aktivisten, die an der vordersten Schnittstelle dieses Denkens agieren, werden wir versuchen, neue Konzepte für unsere transnationalen politischen Gemeinschaften zu finden. Es sind vier unterschiedliche Blickwinkel aus vier Disziplinen, die die Diskussion prägen werden: digitale Kommunikation, Poesie, psychische Gesundheit, Recht. All angemeldeten Teilnehmer bekommen ein kleines Lunch und ausgewähltes Seminarmaterial, das die Grundlage unserer Diskussionen bildet. Eine mögliche Hausaufgabe sind Fotos, die mit dem Smartphone gemacht werden.

Das Seminar ist offen für alle Interessierten und umsonst. Die Teilnehmerzahl ist allerdings beschränkt, um sich anzumelden, bitten wir eine kurze Begründung für das Kursinteresse an itamar.mann@gmail.com zu schicken.

In Partnerschaft mit DeutschPlus und Die Offene Gesellschaft

[logo DoG 60]

Dr. Itamar Mann unterrichtet an der University of Haifa, Faculty of Law. Sein Forschungsschwerpunkt ist internationales Recht und politische Theorie mit besonderer Betonung der rechtlichen, politischen und ethischen Fragen von Geflüchteten und Migranten. Mann hat in den wichtigsten Zeitschriften veröffentlicht und Bücher mitherausgegeben, seine Monographie Humanity at Sea: Maritime Migration and the Foundations of International Law erschien 2016 bei der Cambridge University Press. Neben seiner akademischen Arbeit ist er juristischer Berater von GLAN (Global Legal Action Network). Bevor er nach Haifa wechselte, war Mann Fellow am Georgetown Law Center, Washington DC. Er hat einen LLB der Tel Aviv University und einen LLM und JSD der Yale Law School.

Workshop-Plan:

08.10.18, 12:00-14:00: Digital Integrations
Gast: Safaa AbuJarour, Universität Potsdam

Frau AbuJarour ist eine Doktorkandidatin an der Universität Potsdam. Ihr Forschungsgebiet ist “The Role of Technology in Alleviating the Current Refugees’ Crisis”, sie wendet wissenschaftliche Methoden bei der Nutzung von sozialen Medien durch Flüchtlinge in Deutschland an, um die Chance ihrer Integration in die neue Gesellschaft zu befördern.

Literatur:

Weitere Literatur:

15.10.18, 12:00-14:00: Placeless Poets
Gast: Prof. Lyndsey Stonebridge, University of Birmingham

Professor Stonebrige hält den interdisziplinären Lehrstuhl für Humanities and Human Rights an der University of Birmingham. Ihre Arbeit legt einen Schwerpunkt auf die Literatur und Geschichte des 20. und 21. Jahrhunderts, Menschenrechte und Flüchtlingsstudien. Zuletzt erschien: Placeless People: Writing, Rights and Refugees came out this year with Oxford University Press.

Literatur:

  • Hannah Arendt, “We Refugees
  • Lyndsey Stonebridge, Placeless People (Oxford University Press, 2018) (excerpt, TBA)

22.10.18, 12:00-14:00: Trauma and Transnational Identity
Gast: Dr. Essam Daod, Humanity Crew

Im Jahr 2015 gründete Dr. Daod Humanity Crew, gemeinsam mit seiner Frau Maria Jammal. Von Griechenland aus war es das Ziel von Humanity Crew, erfahrene Praktiker aus der psychischen Gesundheitsarbeit und qualifizierte Freiwillige zu finden, auszubilden und zum Einsatz zu bringen, um psychosoziale Hilfe für Geflüchtete und Vertriebene zu leisten und dabei den Zustand der Geflüchteten zu verbessern und weitere Traumatisierung zu verhindern. Neben dieser operationellen Arbeit widmet sich Humanity Crew der Aufgabe, die Bedeutung von psychischer Gesundheit als einen grundlegenden Aspekt der Antwort auf humanitäre Krisen deutlich zu machen.

Literatur:

28.10.18, 12:00-14:00: “We the Migrants”

Literatur:

  • Gregory Feldman, We Are all Migrants: Political Action and the Ubiquitous Condition of Migrant-hood (Stanford University Press, 2015) (Introduction)
  • Atossa Araxia Abrahamian, The Cosmopolites (Columbia University Press, 2015) (Afterward)
  • Dr. Itamar Mann, Humanity at Sea: Maritime Migration and the Foundations of International Law (Cambridge University Press, 2016 (Chapter 6)
  • Richard Seymour, Reinventing the Anti-Immigrant Wheel, Patreon, September 3, 2018
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