VOLKSBÜHNE
Berlin
Passagen Gespräch
Hélène Cixous, Peter Engelmann
30.10.

Diskurs

Die französische Schriftstellerin und Philosophin Hélène Cixous zählt zu den großen Vordenkerinnen des Feminismus und ist Erfinderin einer écriture féminine. Seit ihrer Kindheit, die sie als Tochter jüdischer Eltern im kolonialisierten Algerien verbrachte, ist sie mit den Mechanismen sozialer und politischer Gewalt vertraut. An der Schnittstelle vielfältiger sprachlicher, kultureller und sexueller Identitäten unterwandert ihr Schreiben patriarchale Strukturen und überschreitet die Grenzen festgefügter Ordnungen in spielerischer und poetischer Weise. Verleger und Philosoph Peter Engelmann spricht mit ihr über ihr politisches Engagement, den zeitgenössischen Feminismus und das emanzipative Potenzial des Schreibens.

Auf Französisch in Konsekutivübersetzung von Vincent von Wroblewsky


In Zeiten der Krise, in denen rechtsstaatliche und demokratische Institutionen immer mehr ausgehöhlt werden und in denen sich die Universitäten in Berufsausbildungszentren verwandeln, besteht ein besonderer Bedarf nach demokratischem Austausch, nach Orten, an denen sich das Politische kreativ erneuern kann und wo produktive Widerstände formuliert werden können – und zwar sowohl gegen den politischen Konsens als auch gegen die intellektuelle Ignoranz neu-rechter Bewegungen.

Ein unabhängiger Verlag wie der Passagen Verlag und ein sozialkritisches Theater wie die Volksbühne sind Repräsentanten dieser kreativen Gegenkultur in der heutigen Zeit. Die Passagen Gespräche bieten ein Forum für jene AutorInnen, die unmittelbar an den großen theoretischen Revolutionen des späten 20. und frühen 21. Jahrhundert beteiligt waren; aber auch für junge engagierte DenkerInnen, die versuchen, die Ideen ihrer Vorgänger mit kritischem Enthusiasmus weiterzuentwickeln und für die Zukunft fruchtbar zu machen. Ein solches Forum bedeutet: Interaktion, Konfrontation, Diskussion. Es geht nicht um die einseitige Vermittlung von Wissen, sondern um das Denken neuer Möglichkeiten und darum, die Zuversicht zu wecken in die Veränderbarkeit des Gegebenen. Publikum, LeserInnen und AutorInnen bilden gemeinsam eine Öffentlichkeit: eine kritische Gemeinschaft von selbstständigen, bewusst mitdenkenden und verantwortlich agierenden Individuen, die blinden Gehorsam verweigern und versuchen, sich neue Politikformen zu erarbeiten.

30.10.18, 20:00
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Vergangene Veranstaltungen

Passagen Gespräch: Peter Engelmann & Alain Badiou

Vor dem Hintergrund aktueller politischer Entwicklungen diskutieren Alain Badiou und Peter Engelmann die Bedeutung des Theaters in der heutigen Zeit. Als Ort, an dem sich Politik jenseits der parlamentarischen Demokratie wirklich zu ereignen vermag, besitzt das wahre Theater ein besonderes kritisches Potenzial. Es entzieht sich der Logik der Repräsentation und verführt zum Denken, indem es den Blick auf ein Reales eröffnet.

Passagen Gespräch: Peter Engelmann & Jean-Luc Nancy

Dass es um die Institutionen der demokratischen Politik heute nicht zum Besten steht, ist angesichts der Kritik, die aktuell sowohl von linker als auch von rechter Seite an ihnen geäußert wird, kaum zu übersehen. Doch vielleicht ist die gegenwärtige Schwäche nur der Ausdruck einer tieferen Krise, deren Ursachen in der Geschichte von Begriffen wie Demokratie, Politik oder „Gemeinwohl“ zu suchen sind. So betrachtet erscheinen die gegenwärtigen Krisenphänomene als Vorzeichen eines tieferen Wandels, der auch die Möglichkeit birgt, Politik und Demokratie neu zu denken.

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