VOLKSBÜHNE
Berlin

Foto: Katrin Ribbe

Tom Kühnel, Jürgen Kuttner
Der Auftrag. Erinnerung an eine Revolution
von Heiner Müller

Schauspiel

Gastspiel des schauspielhannover, an der Volksbühne ab dem 22.01.19
Der Karten-Vorverkauf beginnt am 01.12.18.

Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit – die Werte der Französischen Revolution sollen auch in die entfernten Kolonien hinausgetragen werden. Der Export einer Idee, für alle, überall. Die drei Emissäre der Revolution Debuisson, Galloudec und Sasportas haben den Auftrag, auf der Insel Jamaika eine Sklavenrevolte anzustiften. Die Drei könnten unter­schied­licher nicht sein: Debuisson ist bürgerlicher Sohn von Sklaven­haltern, Galloudec ein Bauer aus der Bretagne und Sasportas ein schwarzer Revolutionär, der die Herrschaft der Kolonialherren am eigenen Leib erfahren hat. Als in Frankreich Napoleon die Macht übernimmt, beginnt eine neue Zeit. Das Trio gerät in Streit, ob der Auftrag nach wie vor gültig ist. Heiner Müller schrieb Der Auftrag 1979. Als Vorlage diente ihm die Erzählung Das Licht auf dem Galgen von Anna Seghers. Entstanden ist ein Stück über Verrat und das Scheitern von Utopien.

Koproduktion des schauspielhannover mit den Ruhrfestspielen Recklinghausen

Besetzung

Mit: Sarah Franke, Corinna Harfouch, Janko Kahle, Jürgen Kuttner, Daniel Nerlich, Hagen Oechel

Regie: Tom Kühnel, Jürgen Kuttner
Bühne: Jo Schramm, Anna Sörensen
Kostüme: Ulrike Gutbrod
Musik: Hannes Gwisdek, Peter Bartz, Moritz Bossmann, Boris Nielsen (Die Tentakel von Delphi)
Video: Peer Engelbracht (impulskontrolle), Stephan Komitsch (impulskontrolle)

Pressestimmen

„Die Regisseure Tom Kühnel und Jürgen Kuttner haben erkannt, dass niemand den rohen, naturgemäß großartigen Text besser abliefern kann, als der Autor selbst. Nicht zuletzt aber sind in diesem Zirkus die Schauspieler die Attraktion, auch wenn sie meistens nur die Lippen zum Text bewegen. Aber ihre Körper, ihre Mimik kommen groß zur Geltung. Allen voran ist es die bewundernswerte Corinna Harfouch, die als Debuisson mit der Präzision und Eleganz ihrer Gestik gewissermaßen das Komplement abgibt zum eher ungelenken Sprachmodus des Autors." - Süddeutsche Zeitung

Martin Krumbholz, 11.06.15

„Man hört einen Müller wie lange nicht, weil etwas Seltenes gelingt: Der Abend versöhnt gleichsam die komödiantische und die ernste Rezeptionslinie." - Theater heute

Christian Rakow, 01.11.15

„Fast scheint es, als würde Müllers Engel der Verzweiflung durch diese Inszenierung schweben und dabei mit vollen Händen den Rausch austeilen. Kühnel und Kuttner tun nicht so, als ob sie Müllers Texte verstehen, und darin liegt eine revolutionäre Freiheit." - Nachtkritik

Sascha Westphal, 09.06.15

„Sozusagen mit Grabesstimme wird nahezu der gesamte Text des Stückes von Heiner Müller aus dem Off eingespielt, derweil sich die Akteure in Lippenbewegungen und Pantomime üben. Zwar nimmt die Inszenierung wegen der Sperrigkeit der dramaturgisch und intertextuell komplexen Vorlage erst in der zweiten Hälfte richtig Fahrt auf. Dann jedoch gerät sie in ästhetischer Hinsicht so stimmig, fulminant und avanciert, dass man sich wünscht, der Abend möge nimmer enden. Großer Jubel für großartiges Theater." - Weser-Kurier

Hendrik Werner, 14.09.15

Medien

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