VOLKSBÜHNE
Berlin

Foto: JU/Schauspiel Stuttgart

Kay Voges
Das 1. Evangelium
frei nach dem Matthäus-Evangelium

Schauspiel
ca. 140 min
In deutscher Sprache

Übernahme vom Schauspiel Stuttgart

Berliner Premiere am 01.11.18
Der Karten-Vorverkauf beginnt am 01.10.18

Und Gott wurde Mensch. Auf den Spuren des Matthäus-Evangeliums, Bachs Passionen und der Verfilmung von Pier Paolo Pasolini erzählt der Regisseur Kay Voges vom Ur-Mythos des Neuen Testaments. Zwischen dem Schrei der Geburt und dem Schrei des Todes ereignet sich das Leben des Menschen Jesus von Nazareth. Wie kann man die Menschwerdung Gottes heute erzählen? Pasolini hatte Jesus als realistische, menschliche Figur inszeniert. Im italienischen Matera drehte er fast ausschließlich mit Laiendarstellern. Auch Fred Holland Day, einer der ersten Pioniere der amerikanischen Fotografie, inszenierte im Sommer 1898 auf einem Hügel mit Nachbarn aus seinem Wohnort Norwood eine Passionsserie. Er selbst übernahm die Rolle Jesu Christi – inspiriert hatte ihn dazu ein Besuch bei den Oberammergauer Passionsspielen. Pasolinis und Days Beschäftigung mit dem Evangelium bieten Kay Voges die Folie, parallel zur Passions­geschichte das „Live-Making-of“ der Inszenierung in Szene zu setzen: Er zeigt, wie die Bilder, die einen überwältigen, hergestellt werden. Dadurch lernt man zugleich, diesen Bildern zu misstrauen. Voges’ Arbeiten bewegen sich im Grenzbereich zwischen Bildender Kunst, Theater, Film und Liturgie. Frei nach Matthäus erzählt er von den Passionen unserer Welt, vom Glauben, vom Verlust des Glaubens und vom Leben des Künstlers als Schmerzensmann.

Besetzung

Mit: Manolo Bertling, Julischka Eichel, Paul Grill, Berit Jentzsch, Janine Kreß, Rahel Ohm, Sylvana Seddig, Holger Stockhaus, Christopher Vantis, u.a.

Regie: Kay Voges
Director of Photography: Voxi Bärenklau
Video-Design: Robi Voigt
Bühne: Michael Sieberock-Serafimowitsch
Kostüme: Mona Ulrich
Musik: Paul Wallfisch
Live-Ton-Sampling: Philip Roscher

01.11.18, 19:30
* Berliner Premiere

03.11.18, 19:30

04.11.18, 18:00

Pressestimmen

„Kay Voges erzählt nicht, er sprengt das Matthäus-Evangelium. Splittert es auf in tausend Blickwinkel. Das Ergebnis ist – auch in seiner Überfülle – bemerkenswert. Es gibt hier keine Wahrheit, kein Erklärtheater, keine Konsenspolemik, sondern nur – eine Erlebnisvielfalt der Perspektiven. Ein irritierendes und mitreißendes Angebot an Sichtweisen. Grandioses Bibeltheater-Kino, das einem um die Ohren fliegt.“ - Theater der Zeit

Otto Paul Burkhardt, 01.03.18

„Geboten wird ein technisch opulenter, optisch spektakulärer, musikalisch von Paul Wallfisch hoch emotional untermalter Bilderfluss, ja, geradezu eine Bildersturzflut, ein theatralisches Wimmelbild… Das ist Theater von hohem Schauwert, das bei aller Coolness aber nicht vorder­gründig bleibt oder ironisch, sondern es inhaltlich durchaus ernst meint.“ - Süddeutsche Zeitung

Christine Dössel, 22.01.18

„Es ist schwer möglich, sich dem Wirbel voller Leid, Blut, Schweiß und Tränen zu entziehen. Julischka Eichel spielt die Jesusdarstellerin in ihrer Sehnsucht nach Liebe und Versöhnung, aber auch in ihrem Wahn, wenn sie unmoralische Angebote von Dämonen erhält, mit verzweifelter Wucht. Keine Heilsbotschaft wird hier erzählt, aber eine Geschichte vom Glauben an die Kunst, vom Wahn, vom Zweifel. Ein sehenswerter Abend.“ - Stuttgarter Nachrichten

Nicole Golombek, 22.01.18

„Die Aufführung ist weder eine religiöse noch eine religionskritische Veranstaltung, sondern eine vielschichtige, handwerklich eindrucksvolle Performance, die mit hoher Präzision arrangiert ist. Da sind 21 Leute permanent auf der Bühne in Bewegung (vier davon für die Filmtechnik), und statt wuselndem Chaos entstehen klare, mitunter überwältigende Bilder, etwa wenn eine beschwörende Interpretation des Hits „Losing My Religion“ kombiniert wird mit einer Neuinterpretation der Lazarus-Erweckung in einem modernen OP-Saal.“ - Badische Neueste Nachrichten

Andreas Jüttner, 23.01.18

„Zweieinhalb Stunden dauert das Ganze und es ist ein derart bild- und sprachmächtiger Größenwahn, dass man sich ihm liebend gerne hingibt." - Schwäbische Zeitung

Jürgen Berger, 22.01.18

Medien

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